Beiträge von Podica

    So, wie versprochen ein kurzer Bericht von unserer Stunde, bzw. den 4 Stunden, bei der neuen Hundetrainerin, die sich auf Aggressionshunde spezialisiert hat. Ich war so fertig am Ende des Tages, das war Hardcore-Training ;-)

    Ihre Einschätzung - was ich mir auch schon gedacht hatte - ist, dass unserer Große eher ängstlich und unsicher ist und daher das "nach vorne gehen" als Ausweg daraus benutzt.
    Betty hat sich am Anfang die ganze Zeit von ihrer besten Seite gezeigt und sich mit den 3 Hunden der Trainerin und den anderen Hunden, die da so rumspazierten, super verstanden bzw. man konnte sie gut über die positive Verstärkung händeln. Ganz am Ende haben wir dann aber noch eine kurze Übungsrunde im Park gedreht (vorher waren wir ganz in Ruhe auf einem Feldweg), wo dann ein kleiner unangeleinter Hund auf uns zugerannt kam und echt penetrant war. Da sind meine beiden natürlich wieder komplett ausgerastet; das war echt ein doofer Abschluss. Zum Glück konnte die Trainerin mich wieder etwas runter holen, weil ich mich so geärgert hatte. Naja, von einem Tag Training kann man auch keine Wunder erwarten.
    Was ich ansonsten an "Aufgaben" mit nach Hause genommen habe: Hund gesundheitlich durchchecken lassen (Schilddrüse und Rücken/Hüfte - sie läuft angeblich etwas steif) und ganz viel clickern, auch um die Bindung zu mir zu verbessern. Das habe ich bisher ja auch schon gemacht, soll jetzt aber noch mal verstärkt geübt werden. Ich werde berichten, wie es läuft. Die letzten Tage war es durchwachsen. mal wird ein fremder Hund komplett ignoriert und mal muss man wieder komplett ausrasten. Aber ich bleibe dran ;-)

    Hi Liv,
    ja, kann schon sein, dass ich Z&B falsch aufgebaut habe. Ich habe erst mal angefangen, sie auf den Clicker zu konditionieren. Dann habe ich mit dem Hunde-Clickern angefangen. Eigentlich sollte es ja glaube ich so sein: Mein Hund guckt anderen Hund an - Umorientierung zu mir -click + Leckerlie usw.. An die Umorientierung zu mir ist aber bei unserer Hündin so gar nicht zu denken. Sie guckt den anderen Hund an und dafür kriegt sie dann den Click; sie guckt mich an und kriegt das Leckerchen. Wobei ich natürlich aufpassen muss, dass sie den Click nicht kriegt, wenn sie den anderen Hund richtig fixiert. Wüde ich das Angucken nicht clickern, würde sie sich glaube ich nicht zu mir umorientieren.
    Hast du da noch gute Tipps dazu?

    Gleichzeitig arbeite ich aber auch noch am "Schau" nach Patricia McConnell, d.h. sie schaut mich auf Kommando an und wird erst auf mein Zeichen daraus "entlassen". Der Erfolg hängt natürlich von der Qualität der Belohnung ab ;)

    @ El Rocko:
    danke für den Link, ich gucke da mal rein. Eigentlich bin ich nämlich aus dem 5er-PLZ-Bereich, aber Detmold wäre für mich noch ok. Ich denke, ich werde mich mit der Tranierin mal kurzschließen.
    Wie hast du denn das mit der Schilddrüde gemerkt? Ich habe ja auch schon mal an körperliche Ursachen bei unserem Knallkopf gedacht, aber es gibt ja nun auch (zum Glück) Hunde, die sie total liebt bzw. komplett ignoriert. Also scheint die Ursache doch irgendwo anders zu liegen.

    @ grPups:
    also mit "hart" meine ich jetzt nichts mit Schlägen oder Ähnliches aber eben genau sowas wie du schreibst, z.B. kurz am Halti führen bzw. halten. Wenn ich sie kurz nehme, damit ich sie eben besser halten kann, dreht se auch oft richtig ab, weil ich ihr ja den Raum nehme. Dadurch heizt sie sich natürlich noch mehr auf, was ich überhaupt nicht ideal finde.
    Die Trainerin arbeitet mit einer "Trainigsleine" bzw. Moxonleine. Sobal der Hund z.B. zieht (das war auch eines unserer Probleme) sollte ich die Richtung wechseln bzw. ihr bei Hundebegegnungen auch Impulse damit geben, damit sie sich z.B. setzt. Für mich ist das aber nichts anderes als ein Leinenruck und ob der Hund lernt, dass wenn er zieht oder rumhampelt sich selbst die Luft damit abschnürt, wage ich zu bezweifeln.
    Ich bin bestimmt auch kein Wattebauschwerfer, finde bisher aber nicht großartig, dass o.g. Methoden viel gebracht hätten. Naja, ich probiere mal weiter rum, bleibe aber erst mal auf jeden Fal an der positiven Bestärkung mit Zeigen & Benennen dran.

    Hallo ihr Lieben,
    "leider" möchte ich mich auch bei euch einreihen. Ganz lange habe ich nur mitgelesen, aber nach einem Vorfall mit unserer großen Hündin (Schäferhund-Labbi-Mischling, ehem. Straßenhund) vorgestern doch etwas verzweifelt und hoffe hier auf etwas Hilfe und auch Mutmachen.
    Kurz zur Vorgeschichte: Wir haben die Hündin mit 1 Jahr bekommen, sie ist jetzt seit 4 Jahren bei uns. Sie war schon immer pöbelig an der Leine bei den meisten Hunden. Manche Hunde aus dem Ort liebt sie (Rüden), manchmal reagiert sie aber auch aggressiv und will die anderen angehen. Das ist vor allem bei Hündinnen der Fall, unserer Zweithündin (Podenco, daher mein name hier) liebt sie allerdings. Ansonsten ist sie zuhause der Traumhund schlechthin.

    Jetzt hat sich leider vorgestern besagter Vorfall ereignet, bei dem sie eine andere Hündin angegriffen hat. Es war ganz klar meine Schuld, sie hat sich von mir losgerissen, und darüber mache ich mir gerade riesen Vorwürfe, weil das nicht hätte passieren dürfen.
    Sie hat die andere Hündin nicht gebissen bzw. keine Bissverletzung zugefügt aber dennoch stark drangasliert und am Nacken packen wollen. Ich konnte sie zum Glück am Geschirr greifen aund weg ziehen. Heute höre ich hoffentlich näheres über den anderen Hund, er hat wohl eine Prellung am Bauch und ziemliche Schmerzen.
    Menschen ggü. war sie übrigens noch nie aggressiv, Kinder liebt sie.

    Klar werde ich sie jetzt mit Maulkorb udn noch besser mit Leine sichern und erst mal Gegenden meiden, wo viele Hunde unterwegs sind. Trotzdem stellt sich ja jetzt die Frage, wie es weitergeht. Ich bin gerade ziemlich am Boden, auch wenn ich mir sage, dass sowas nun mal leider passieren kann, wenn 2 Tiere im Spiel sind (wenn es das natürlich auch nicht dürfte).

    Ich habe schon seit einiger Zeit mit Zeigen und Benennen gearbeitet, was bei einer gewissen Distanz zum Hund auch gut klappt. Nur leider kann man die Distanz nicht immer auch allen Wegen einhalten. Ablenken mit Leckerlies klappt mal besser mal schlechter, je nachdem, wie "hochgepusht" sie schon ist.
    Wir haben auch mit einer Trainerin gearbeitet. Bei der verhält sie sich fast vorbildlich, was für mich bedeutet, dass der Fehler bei mir/uns liegt. Keine Ahnung, ich weiß es nicht. Ich bin auch nicht sicher, welchen Weg ich wählen soll: Weiter mit Z&B und den Leckerlies arbeiten oder die "harte" Tour mit Halti, kurzer Leine etc.

    Entschuldigt den Roman, ich muss mir gerade mal alles von der Seele schreiben, weil aktuell niemand zum Reden da ist. Vielleicht hat von euch noch jemand gute Tipps.
    Liebe Grüße
    Podica