Beiträge von Czarek

    Daraus hat sich eine massive Angststörung entwickelt, die mich zuerst für mehrere Monate in die Klinik gebracht hat und schlussendlich dafür gesorgt hat, dass ich in ein Behindertenwohnheim umziehen musste

    Das Problem ist, dass Hunde eben kürzer leben als wir. Manchmal haben wir sie länger an unserer Seite, manchmal kürzer. Wir tun alles für sie und doch ist ihre Zeit mit uns immer sehr begrenzt.

    Es hat dich so krass raus gerissen, dass dein 20 (!!!) Jahre alter Hund verstorben ist. Dabei ist das leider eben auch "normal" und erwartbar, so schlimm das klingt. Es gibt nicht wenige Hunde, die schaffen nicht einmal die Hälfte des Alters.

    Holst du dir in absehbarer Zeit wieder einen Hund, wird es auch wieder passieren, dass er irgendwann stirbt und dich zurück lässt.

    Ich bin durch meine Schwerbehinderung so stark eingeschränkt, dass ein "normales" Leben nicht mehr möglich ist

    Das hier macht mich sehr traurig und betroffen.

    Ich war jetzt 10 Jahre in einer Einrichtung für psychisch erkrankte Menschen und habe sie mit meinen Hunden besucht. Wir hatten Leute dabei, die irgendwann ausgezogen sind, und Leute, die dort dauerhaft leben. So mancher ist ein ganz ganz teuer Gassigeher und ist immer dabei. Der Wunsch nach einem eigenen Hund ist oftmals groß.

    Aber leider geht es in der Situation einfach nicht. Im Wohnheim sind eigene Haustiere auch verboten. Manchmal müssen Leute zurück stationär in die Klinik oder fahren auf Reha zusätzlich. Manchmal weiß man nicht, wie lange sie dort bleiben. Dort darf kein Hund mit. Was passiert dann mit ihm? Wer kümmert sich? Wer finanziert den Hund?

    Ich muss da leider auch an die Hunde als unsere Schutzbefohlenen denken, für die man Verantwortung trägt. Ich kenne leider so einige richtig traurige Fälle, wo der Hund als Hilfe angeschafft und dann extrem vernachlässigt wurde. Nicht aus Böswillen und nicht absichtlich. Aber dem Hund ist es am Ende egal, warum seine Grundbedürfnisse nicht befriedigt werden.

    . Es gibt eine offizielle Prüfung, Vorschriften für die Ausbildung und eine Zertifizierung. Andere Assistenzhunde haben jetzt die gleichen Zutrittsrechte wie Blindenführhunde. Leider werden sie von den meisten Krankenkassen noch nicht bezahlt (obwohl es schon Fälle gab), aber dafür in vielen Fällen über die Eingliederungshilfe finanziert.

    Das ist ja cool, ich lese das nach.

    Da bin ich wohl auf einem alten Stand.

    Nachdem einen ein PTBS Begleithund eigentlich überall begleitet

    Da diese Art von Assistenzhund keine medizinischen "Leistungsbringer" sind und von einer Krankenkasse oder sonstwo nicht anerkannt werden, begleitet einen ein solcher Hund genauso wenig oder viel wie ein normaler privater Hund. Er hat keine Befugnis überall mit dabei zu sein. Behördengänge, viele öffentliche Räume, Supermärkte usw kann er alles nicht mit.

    Ich habe einen Hund, der nicht 100% so ist, wie ich ihn mir backen würde. Ich liebe ihn trotzdem sehr stark und dieser Hund hat mich sehr viel gelehrt und mir sehr viel über Hunde beigebracht.

    Meine Fussel war aber nie ein problematischer Hund. Wir passen charakterlich nicht so gut zusammen wie meine anderen Hunde, aber ich hatte niemals irgendwelche Einschränkungen durch sie. Dementsprechend habe ich nie an Abgabe gedacht oder sowas.

    Für mich ist dann ein weiterer Hund eingezogen, der halt insgesamt besser zu meinen heutigen Vorstellungen passt und mit dem ich mehr harmoniere. So ist der Druck bei meiner Fussel auch raus und wir hatten viel mehr Spaß aneinander als vorher. Denn sie durfte ab da machen, woran sie Lust hatte, anstatt dass ich enttäuscht war, dass bestimmte Dinge mit ihr nicht so gehen.

    Fussel ist auf ihre Art ein fantastischer kleiner Hund und ich habe auch erst einiges geschätzt an ihr und sie in ihrer Gesamtheit gesehen, als ich andere Vergleiche hatte.

    Einfach einem wildfremden Menschen, ohne seinen Backround zu kennen, blind vertrauen halte ich für Wahnwitzig

    Das sind studierte Leute mit Berufserfahrung. Du kannst dir auch einen Zahnspezialisten raussuchen, der den lieben langen Tag fast nichts anderes macht als Zahn OPs.

    Was willst du da überprüfen. Du hast doch gar nicht genug Ahnung, um die Kompetenz eines Menschen zu überprüfen. Es gibt genug Tierärzte, denen ihr Ruf definitiv vorauseilt. Wenn du sagst, woher du kommst, kann dir vielleicht jemand auch etwas aus persönlicher Erfahrung empfehlen. Aber ob du dann einer Empfehlung aus dem Internet mehr vertraust als einem Diplom und jahrelanger fachlicher Erfahrung?

    Komische Einstellung, find ich. Wenn dein Hund nie was hatte und immer gesund war, verstehe ich sie Skepsis erst recht nicht.

    Herzultraschall macht man eigentlich bei einem älteren Hund vor einer Narkose immer, um das Risiko abzuschätzen. Muss nicht unmittelbar brandneu sein, aber schon so, dass man einen Eindruck hat. So kenne ich es.

    Das war schon genau der richtige Weg. 1. Blut abnehmen, 2. Herzultraschall und dann 3. Dentalröntgen mit Inhalationsnarkose und dann alles raus, was keine Miete zahlt.

    Es gibt natürlich ein Narkoserisiko und das ist bei einem alten Hund erhöht.

    Es gibt aber keine Alternative.

    Also doch. Das Leben beenden, denn wenn die Zähne schon vergammelt raus fallen, bist du so viel zu spät.

    Also entweder die Zähne kommen raus und alles geht gut, oder der Hund packt es nicht, dann hat er keine Schmerzen mehr.

    Aber so wie jetzt ist das kein Leben.

    Gerade Zähne sind so easy zu behandeln, man macht sich anders als bei einer Krebsop zB nicht ewig einen Kopf, ob da noch unentdeckte Metastasen sind. Zahn raus, Problem behoben.

    Mein Hund hatte auch in ähnlichem Alter eine Zahn OP und da ist alles gut gegangen. Ich habe zum Glück eine Versicherung, die mir das bezahlt bei einer Zahnextraktion. Dementsprechend war mir der Preis dafür auch egal.

    Wir waren beim Tierarzt und stellen das Schmerzmittel nochmal um auf was anderes. Ansonsten bewegen wir uns bald im Bereich Morphine. Ich habe dafür ein Rezept bekommen, wenn das Schmerzmittel auch nichts mehr bringt.

    Also noch können wir steigern.

    Noch ist nicht aller Tage Abend.

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    Danach sieht es aber düster aus.

    Und ich sitz im Auto und heule wie ein Schlosshund.

    Bei uns sieht es auch nicht gut aus derzeit. Fussel humpelt trotz Librela, zusätzlichem Schmerzmittel und Physio vorn in der Schulter.

    So ist sie eigentlich gut drauf. Sie schnüffelt viel, will mitkommen, ist wach, will spielen, kümmert sich mit Leidenschaft um ihren Rumo...

    Wir sind am Freitag beim Tierarzt. Ich denke, wir stellen das Schmerzmittel um und versuchen was anderes.

    Es ist aber ein Auf und Ab. So nasskaltes Wetter bei 1 Grad ist für sie richtig mies, da tun ihr die Knochen weh.

    Dafür grooven wir uns mit der kompletten Taubheit ein und gewöhnen uns an die optischen Signale. Die anderen Hunde helfen da ungemein.

    Ich hab ja schon den nächsten Oldie so halb in den Startlöchern. Zumindest gibt's nun für meine Holly den 1. großen Checkup..