Beiträge von Sus.scrofa

    So, ihr habt's geschafft. Ich bestell mir jetzt diese Aigle Parcours Iso Dingens. :fluchen:

    Meine treuen Le Chameau hatten heute zur Hirschbrunft im tiefsten Venn einen Wassereinbruch. Scheinbar sind die ganzen Risse doch nicht so oberflächlich, wie ich dachte. :( : Bin ja mal gespannt, ob das Laufen damit echt so ermüdungsfrei ist. Das wär toll. War mit den Le Chameau eigentlich zufrieden, aber nach allem, was ich hier höre, muss ich das jetzt doch mal probieren.

    Wobei Halbschuh und "alpin" ein Widerspruch ist. Im Knöchel bleibt es dann ja wackelig.

    Das stimmt zwar, aber es gibt tatsächlich die sogenannten Zustiegsschuhe, die dafür gedacht sind, bis zur Wand zu gehen, wo man echt nur noch am Seil voran kommt. Dort werden die Schuhe gewechselt und die Zustiegsschuhe passen dann ohne Schaft besser in den Rucksack. Zeichnen sich allesamt dadurch aus, dass sie leicht, ziemlich hart und außenrum sehr robust sind (wegen Geröll und Co). Unter den Halbschuhen ist es das alpinste, was man kriegen kann. Außerdem geben sie unheimlich guten Halt im Bereich der Ferse, wo ich häufig bei anderen Schuhen viel Spiel habe und sie lassen sich bis über die Zehen schnüren.

    Hier ist das Prinzip erklärt: Zustiegsschuhe – eine Kaufberatung

    Ich bin früher sehr viel umgeklinkt, hatte ständig Bänderdehnungen, Achillessehnenentzündung und Verstauchungen. Seit ich grundsätzlich zum Wandern und bei der Arbeit nur noch Halbschuhe trage, ist das weg. Die Sehnen und Muskeln sind viel besser trainiert. Ich klinke selbst auf Geröll und Wurzeln inzwischen gar nicht mehr um. :gut:

    @frolleinvomamt

    Aha, danke. Steife Sohle finde ich gut. Für eine Vibram brauche ich maximal ein Jahr, alles was weicher ist, ist in spätestens 6 Monaten durch. Hab daher jetzt auch welche, die man neu besohlen kann (falls das Leder in einem Jahr noch halbwegs dicht ist).

    Auf der aktuellen Webseite gibt's Halbschuh-Modelle allerdings nur in Kategorie A (Dakota scheint's gar nicht mehr zu geben). Ich fürchte, dass die mir schon zu weich sind. Ich mag gerne Zustiegsschuhe, die flach, aber trotzdem für alpines Terrain geeignet sind.

    Gibt's die auch in normalen Schuhläden zum Anprobieren oder kann man die nur bestellen?

    Ich lebe ja scheinbar hinterm Mond. Ich hab von Haix noch nie was gehört, aber so wie ich das hier mitkriege sind die schmal? Das wäre super, weil ich extrem schmale Füße hab (inzwischen leider Plattfüße, weil ich mir einfach alle Schuhe viel zu breit sind). Hab jetzt die neuen Lowa Sassa und bin sehr zufrieden damit. Auch bei Lowa ist mir aber vieles zu breit. Ich guck mal bei Haix... Ich hoffe, die haben auch Halbschuhe. Mit Schaft geht bei mir gar nix.


    Sollte wirklich seehr(!) warm halten (bei der RH-Staffel steh ich ewig viel noch abends in der Kälte rum und ich bin eine echte Frostbeule), die Schuhe sollten ein gutes Profil haben und Schnee und Wasser zu 100% abhalten, auch die Hose sollte Dauerregen abhalten.
    Bevorzugt ihr Hosen zum Drüberziehen oder einfach dick gefütterte?

    Ich bevorzuge dick gefütterte, wasserdichte Hosen. Ich hab von Fjäll Räven eine wasserdichte, gefütterte "Hydratic" Hose. Weiß leider nicht, welches Modell das genau ist, aber das ist meine Lieblingshose. Beim Im-Regen-Stehen kein Problem, beim Durchgehen durch nasse Gebüsche ist sie dann doch irgendwann durch, trocknet aber enorm schnell wieder.

    Länger dicht, auch beim Durchgehen (wenn das Wasser also richtig in die Hose "eingearbeitet" wird) ist die Shooterking Country Blaze. Die ist außen aus Cordura und quasi unzerstörbar. Bei Regen sollte die ewig dicht sein. Einziger Nachteil ist, dass wenn sie einmal durchgenässt ist, man sie auch so schnell nicht mehr trocken bekommt (also außen wird sie wieder trocken, wenn man sich ans Feuer stellt, aber das Innenfutter bleibt länger nass).

    Dazu fehlt mir irgendwie eine Hand. Scheint, als muss da doch mal ein Friseur ran. Nur jetzt einen finden... der dann auch noch Erfahrung mit Spaniels hat.

    Mir auch! Ich halte immer eine Haarsträhne direkt unter dem Ohrrand fest und schneide dann unterhalb von meinen Fingern. So arbeite ich mich portionsweise einmal ums Ohr rum. Mit dem Kamm ist sicherlich eleganter, aber dafür bin ich auch zu sehr Grobmotorikerin. :pfeif:

    Ich glaub auch ehrlich gesagt, dass die da mit "cockererfahren" konsequente Leute mit Durchsetzungskraft meinen. Wenn du da erklären würdest, dass du mal einen Mali hattest, der genau so drauf war, werden die bestimmt nicht behaupten, dass du dann mit einem Cocker nicht zurecht kommst.

    Was ich halt beim Cocker schon sehr typisch finde ist allgemein die Fähigkeit, Menschen zu erziehen. Die großen Kulleraugen, die knautschige Schmollschnute, der im Notfall todtraurige Gesichtsausdruck - und wenn das alles nicht hilft, kommt der große hysterische Anfall. Ich hab schon Jäger erlebt, die ihre eigenen Hunde erschossen haben, weil die einmal ihre Frau angeknurrt hatten. Lass die ne halbe Stunde mit Frieda alleine und der Hund hat über die Hälfte der Gulaschsuppe abgestaubt und sitzt neben denen auf der Bank am Tisch, "weil er so traurig geguckt hat". Die Leute können heutzutage ihre eigenen Kinder kaum noch erziehen. Für die ist der Cocker definitiv der Endgegner. Vor allem, wenn man mit dem kleinen Welpen anfängt, der im Engelsgewand schleichend und unbemerkt die Weltherrschaft an sich reißt. :pfeif:

    Alles jetzt was überspitzt ausgedrückt, aber ihr versteht, was ich meine.

    Bin auch der Meinung, dass allgemein hundeerfahren reichen würde, um die Cocker-Masche zu durchschauen.

    Ein Kumpel von mir sagt immer: "Wirklich kompliziert wird es eigentlich erst, wenn der Hund intelligenter ist als der Besitzer." So verhält es sich auch mit der Sturheit Durchsetzungskraft. :D

    Also ich finde die Ressourcenverteidigung bei meinem Cocker zumindest deutlich stärker ausgeprägt als bei meinen Settern. Auch bei der Züchterin fiel das schon auf, dass die Welpen nicht gern gemeinsam mit Sachen spielten, sondern immer nur einer sich was nahm und die anderen, die dann dran wollten, was auf die Mütze kriegten. Der Cocker meiner Mutter ist wohl auch so gewesen.

    Zu Hause ist das kein Problem - mir gegenüber würde sie das niemals tun. Ich kann ihr alles problemlos weg nehmen. Aber ich musste mich stark an die zwei Gesichter meines Hundes gewöhnen. Die ist eigentlich ein netter Kuschelhase, bis jemand an ihr oder mein Zeug geht. Dabei bin ich Ressource Nummer Eins, danach kommen meine Sachen, die irgendwo liegen oder stehen (Rucksack, Kamera, Auto etc.) und dann Futter, Spielsachen, selbst gegrabene Löcher usw. Anfangs hatte ich echt Mühe, da schnell genug hinterher zu kommen. Z.B. setz ich mich bei einer Jagd auf eine Bank und urplötzlich flippt mein Hund aus und stürzt sich wie eine Furie auf den Hund vom Förster, weil der es wagte, an der Bank vorbei zu gehen, die Frauchen gerade Kraft ihres Gesäßes als die unsere auserwählt hat. Da muss man als Halter auch erstmal drauf kommen, sowas vorherzusehen, wenn man vorher nur Hunde hatte, die da völlig locker drauf waren.

    Dabei unterscheidet sie zwischen kleineren und eher devoten Hunden (die werden richtig übel von jetzt auf gleich angegangen, wenn ich nicht aufpassen würde) und größeren und/oder selbstbewussteren Hunden. Bei denen geht sie weg. Das sieht dann so aus, dass wenn sie mit dem Nachbarshund sehr intensiv spielt und die Nachbarin ein Spielzeug wirft, das beide Hunde haben wollen, das Spiel sofort beendet ist, weil Frieda sich zurück zieht, weil sie mit dem Konzept "Wir spielen beide damit." überhaupt nichts anfangen kann.

    Die Züchterin und meine Mutter sagten beide, das wäre cockertypisch. Meine Stichprobe ist klein, aber wie gesagt, deutlicher als beim Setter ist es auf jeden Fall. Von denen kannte ich das gar nicht.