Beiträge von Sus.scrofa

    Flusskrebs ohne Scheren. Könnte tatsächlich auch ein Edelkrebs sein. Wie bereits treffend erklärt, können die Scheren im Kampf oder bei der Häutung verloren gehen. Vielleicht mal nachts mit der Taschenlampe gehen, dann wird man mehr finden. Wenn du ein Exemplar mit Scheren findest, kann ich dir auch sagen, was das für welche sind. Die waren an der Uni und eine Weile auch beruflich mein Steckenpferd.

    Ich hab vorhin beim Gassi einen großen schwarzen Hund getroffen, der so Angst hatte, dass er den Parkplatz und das Auto nicht verlassen wollte, weil man aus dem Kessel der Stadt ganz weit entfernt ein paar Böller gehört hat. Nach 100m ist der Besitzer dann auch mit ihm zurück gegangen. Tat mir richtig leid. :verzweifelt:

    Ich hatte noch nie einen Hund mit Schussangst und bin da auch echt dankbar für. Selbst meine Setter, die noch nie mit zur Jagd und wirklich sehr schüchtern waren, haben sich für Silvester null interessiert. Das ist einem dann gar nicht klar, was Hunde und Besitzer durchmachen, bei denen das anders ist.

    Ich drücke mal für alle Angsthasen und ihre Zweibeiner die Daumen, dass es heute nicht so schlimm wird. :dafuer:

    Mir gehen trotzdem noch so viele Dinge durch den Kopf - wie ich es hätte verhindern können, wie ich sie hätte finden können...

    Das Schlimmste ist, dass es nach wie vor keine Gewissheit darüber gibt, was genau passiert ist. Bei einem Uhu kann es wohl sehr gut möglich sein, dass er seine Beute nicht sofort tötet, sondern sich darin fest krallt, sie mitnimmt und erst dann tötet.

    Das ist so ein seltenes Ereignis, dass keiner das hätte verhindern können - auch du nicht. Du hättest das nicht vorhersehen können. Ich lasse meinen Hund auch jeden Abend im Dunkeln in den Garten, ohne zu wissen, was dort ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass dort ein seltener Beutegreifer sitzt, welcher auch immer, der echt an Haushunde geht, ist so gering, dass man einfach nicht ernsthaft damit rechnen kann. Ich locke sogar regelmäßig Uhus im Wald an und habe meinen Hund dabei, der größentechnisch ebenfalls passen würde. Da müssen so viele Faktoren zusammen kommen, dass sowas passiert, das ist einfach Schicksal. Also mach dir keine Vorwürfe, auch wenn ich aus eigener Erfahrung weiß, dass das nicht leicht ist und die trotzdem ganz von selbst kommen.

    Dass ein Uhu seine Beute nicht sofort tötet, gilt aber sicherlich eher für größere Beutetiere. Das würde ich mir nicht noch zusätzlich aufladen.

    Ich wünsche dir viel Kraft, das zu verarbeiten. Versuch vor allem, die Selbstvorwürfe abzustellen, denn die sind 100%ig unbegründet.

    Vielen Dank für die Erklärung @leiderHundelos @Sambo71 ! Mit Katzen kenne ich mich gar nicht aus und hab echt gedacht, die lustigen Schlappöhrchen wären gar kein Problem. Wieder was gelernt. So schlimm so etwas ist, so interessant finde ich es jedes Mal, was Genetik alles kann und was alles kaputt geht, wenn der Mensch darin rumdoktert, weil er meint, er könne es besser.

    Ich drücke auch für Rita und alle, die es brauchen!

    Frieda war gestern noch mal außerplanmäßig mit zur Jagd und hat nun offiziell die Jagdsaison 2017 heil überstanden. Danke noch mal an alle! :bindafür: Ich musste heute noch mal ohne sie ran - bereits zum zweiten Mal dieses Jahr wurde in dem Revier ein Treiber von einem Hirsch angegriffen (Kiefer und Schulter verletzt, aber riesiges Schwein gehabt - der Hirsch war diesmal mit dem Geweih nach unten unterwegs), also bin ich auch dankbar, jetzt heil aus der Nummer raus zu sein. Zumal die Autofahrt heute morgen noch zusätzlich schrecklich war (heftiger Schneefall und ungeräumte Straßen).

    Hallo!

    Bin leider erst jetzt ins Forum gekommen und habe daher auch erst jetzt gesehen, dass ich "gerufen" wurde.

    Das ist eine schreckliche Geschichte, die man seinem schlimmsten Feind nicht wünscht. Tut mir wirklich sehr leid, was du da mitmachen musst. Ich schicke übrigens meinen Hund auch immer in den Garten zurück, wenn die morgens nur "klein" macht und ich möchte, dass sie noch "groß" geht.

    Ich habe jetzt nicht mehr alles gelesen, aber ich habe die Fotos gesehen und deine Beschreibung der Situation gelesen. Du schriebst, dass du sie vor dem Schlafengehen raus gelassen hast, also nehme ich an, dass es schon dunkel war? Das würde so ziemlich jeden Greifvogel bis auf den Uhu ausschließen. Die Verteilung des Fells würde ebenfalls zum Uhu passen. Der Uhu ist ein Grifftöter. Er tötet mit seinen Klauen sofort beim Zupacken, fliegt mit der Beute davon und rupft sie. Das kann auch durchaus an verschiedenen Orten passieren, was erklären würde, warum du an zwei Stellen Fell gefunden hast und noch bestimmte Partien fehlen. Er kann weiter geflogen sein und die Rupfung anderswo beendet haben. Gefressen hat er vermutlich in einem Baum oder in einer Steilwand, wo ihm Füchse und Co die Beute nicht streitig machen. Viele Greife rupfen erst vollständig und öffnen die Beute erst später, daher findet man auch kein Blut, sondern nur Fell. Das Fell ist oft in kleinen Portionen verteilt, weil es schnabelweise ausgerissen wird. Das sieht so ähnlich aus, wie wenn jemand seinen Hund mit einem kleinen Kamm gebürstet und diesen regelmäßig "geleert" hat. Diese Fellbüschel können sich am Ort der Rupfung großflächig verteilen, weil sie noch trocken und leicht vom Wind bewegbar sind. Der Radius ist davon abhängig, wie stark der Wind war und wie hoch der Vogel gesessen hat (Boden, Baumstumpf, Baum). Manchmal werden mehrere von den Büscheln zusammengeweht (z.B. zwischen Wegrand und Wiese). Wenn es dann darauf regnet oder schneit, können auch größere Fellbüschel entstehen. Knochen, Halsband oder ähnliches würde man sicher auch nur an der Stelle finden, wo der Uhu gefressen hat. Uhus fressen unter anderem Jungfüchse und sogar ältere Füchse. Einen kleinen Hund schaffen die problemlos. Die Junguhus von diesem Jahr sind jetzt auf Reviersuche und nutzen mit Sicherheit jede Gelegenheit.

    Dennoch ist so ein Zwischenfall - wenn es denn so war - extrem selten und wie ein negativer Sechser im Lotto. Da brauchst du dir keine Gedanklen zu machen, dass du das Schuld wärst. Wie hättest du das vorhersehen sollen? Genau so gut hätte ein Flugzeug auf euer Haus fallen können.

    Zu Säugetieren passt das Bild meiner Meinung nach nicht. Ein Fuchs oder Wolf hätte den Hund mitgenommen und irgendwo in Ruhe gefressen, aber nicht zwischendurch schon Fell ausgerissen - vor allem nicht in so großen Mengen.Dass der Hund noch mal entkommen wäre, und das Fell durch eine Beißerei verteilt wurde, glaube ich ebenfalls nicht. Das hätte bereits bei dir zu Hause ein mordsmäßiges Geschrei gegeben (wäre aber dennoch meine Theorie Nummer Zwei, aber deutlich unahrscheinlicher). Da wo Füchse gefressen haben, findet man in der Regel Fell, Knochen und Hautreste zusammen verteilt, außerdem Kot (Füchse koten immer auf alles, was sie gerade nicht fressen oder verbuddeln können), aber dieses gezielte Entfernen des Fells, ohne Blut, ohne Hautreste u. ä. spricht für mich total für einen Greifvogel.

    Tut mir leid, wenn ich so ins Detail gehe. Das ist sicherlich schlimm zu lesen, wenn es um den eigenen Hund geht. Aber ich hatte den Eindruck, dass du mit der Absicht gepostet hast, herauszufinden, was passiert ist. Und die Uhu-Theorie würde passen. Immer vorausgesetzt, dass es sich tatsächlich um das Fell deines Hundes handelt. Aber ich würde ebenfalls das Fell meiner Hündin sofort erkennen, daher setze ich einfach mal voraus, dass Irrtum unmöglich ist.

    Meine Setter hat's nicht gejuckt. Frieda ist wie @SaMaLa s Cocker. Die will raus und gucken, was liegt. Nur dass die wohl eher Rehe und Hirsche statt Enten erwartet. Ich nehme sie oft zu den Nachbarn mit rüber. Dann kann sie mit deren Hund im Garten spielen. Leider hat der ziemlich Angst, wenn es zu laut wird und will dann rein. Für Frieda kann's gar nicht laut genug sein. Je lauter und je näher dran, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass man was tolles findet... :roll:

    Gewitter kann sie dagegen unterschieden. Das interessiert sie gar nicht.

    Gibt sicher solche und solche Tierärzte. Bei meinem hab ich mich nie abgezockt gefühlt, werde auch immer automatisch gefragt, ob ich eine Rechnung ausgedruckt haben will (will ich bei Kleinkram meistens nicht).

    Ein Freund von mir war letztens mit seinem Hund beim TA, weil der ins Ohr gebissen wurde. Der TA hat einen Verband gemacht und dafür 120 € verlangt. Mein Bekannter hat daraufhin lediglich geschmunzelt und gemeint: "Machen wir da mal 50 € draus." Das hat der TA problemlos akzeptiert. Wenn das so einfach ist, kann mit dem Ausgangspreis schon irgendwas nicht gestimmt haben, sonst hätte der sich garantiert nicht so sang- und klanglos darauf eingelassen.

    Genau! Diese Schnee-Tauwetter-Regen-Abwechslungsnummer macht den Unterschied. Ich musste gestern mit meinem geländererprobten Opel Meriva über ein grasbewachsenes Plateau fahren. Ich kenne die Strecke, ich kenne die Löcher, ich fahre da bei jedem Wetter und jeder Jahreszeit seit 4 Jahren. Normalerweise alles kein Problem, egal wie viel es vorher geregnet hat. Gestern bin ich da in Schlangenlinien betend durch manövriert und hab zwischendurch den Förster angerufen, ob der mich zur Not raus ziehen kann, weil ich nicht wusste, ob ich überhaupt bis zum Ziel komme... Als ich dann später ausstieg, wusste ich auch, warum. Der Boden war voll wie ein Schwamm - ein eigentlich staubtrockener Magerrasen hat sich in eine Sumpflandschaft verwandelt. Ich hoffe echt, dass sich das bald wieder normalisiert...