Wahrscheinlich traut sich jemand nicht, den Junkmüll bei sich zu Hause oder bei seinem Arbeitgeber in der Tonne zu entsorgen. Aber man kann es doch im Auto lassen und beispielsweise an der Tanke wegmüllen, himmelnochmal.
Bin da desillusioniert. Wenn man mal drauf achtet, wie viele Leute aufessen und ihre Bäckertüte, Coladose, Burgerkarton etc. einfach fallen lassen, wo sie gerade stehen - und das ohne rot zu werden oder sich mal umzuschauen, ob es jemand sieht. Ich glaube, da machen sich viele einfach gar keine Gedanken drüber. Vielleicht ist das ein Erziehungsproblem. Keine Ahnung. Meine letzte Hündin sammelte mit großer Motivation Plastikflaschen. Allein wie viele Pfandflaschen die nach Hause geschleppt hat... Ich glaube, da hatte ich den Welpenkaufpreis am Ende ihres recht kurzen Lebens wieder raus. Und so mitten im Wald fragt man sich ja schon: Die Leute tragen die volle Flasche vermutlich im Rucksack oder so, aber die leere dann wieder in den Rucksack zurück zu stecken, ist dann zu anstrengend, oder was? Was mir immer so Sorgen macht, ist der Spruch: Was, wenn das alle so machen würden? Das finde ich schon besorgniserregend, dass das zumindest immer mehr Leute so machen. Früher lag bei uns noch nicht so viel Müll im Wald (bin 33, also keine Oma).
Gleiches gilt für Parkplätze. Es gibt kostenlose Kompost-Sammelstellen strategisch über die Stadt verteilt. Wieso macht man sich die Mühe, seine Gartenabfälle auf irgendwelche Wanderparkplätze zu fahren? Wenn man schon in Sprit investiert, kann man doch gleich zur Sammelstelle fahren? 
Wo ich allerdings zur möchtegern-Ordnungsämtlerin werde, ist bei Haus- und Sperrmüll. Hier gibt's ein paar Parkplätze, da kippen die Leute alles hin - von Autoreifen bis Wohnungseinrichtung, Fernseher, gefüllte gelbe Säcke, Kartons mit Pröll drin. Da gucke ich, ob auf den Kartons noch Adressen drauf sind oder sowas (ist oft so!), fotografier die ab und verpfeif die beim Ordnungsamt. So ein asoziales Verhalten darf man nicht ungestraft hinnehmen, wenn man's irgendwie einrichten kann.