Beiträge von Sus.scrofa

    Weiß nicht, ob das konkret ein Hundehasser war, aber mir ist mal ein älterer Herr Im Wald begegnet, der schon aus weiter Ferne anfing, zu schimpfen, ich solle gefälligst meinen Hund anleinen (der 20cm neben meinem Knie neben mir her trottete). Ich hab sie dann auch am Halsband genommen, weil ich dachte, der Opa hätte Angst. Nix da! Opa wollte sein Revier markieren. Opa erklärte mir toternst, ich habe den "Köter" im Wald anzuleinen. Es gäbe ein spezielles Abkommen der Aachener Jägerschaft, dass jeder frei laufende Hund sofort erschossen werden dürfe. Es war Spätsommer, ich in Jeans, Trägertop und Turnschuhen unterwegs und er mit Sicherheit in Sachen Emanzipation irgendwo in den 30ern zurück geblieben. Jedenfalls hatte der arme Kerl keine Chance, zu erkennen, dass ich selbst Mitglied der Kreisjägerschaft bin.

    Ich habe mich dann freundlich für die Warnung bedankt, das wäre mir bekannt, aber mein Hund hätte eine Ausnahmegenehmigung, weil sie vorzüglich Jagdhorn spielen könne. Und im übrigen solle er bei seinem weiteren Spaziergang vorsichtig sein, denn hier lägen überall Dippdappen-Fallen. Meistens fallen einem ja in solchen Situationen nie die richtigen Worte ein, aber an dem Tag war ich gut drauf. Das Gesicht werde ich mein Leben lang nicht vergessen! :lol:

    Am dreistesten fand ich, dass er mich offenbar für blöd genug hielt, dass ich ihm glauben würde, dass eine Jägerschaft über Recht und Gesetz hinweg mal eben entscheidet, dass sie jetzt einfach so alle frei laufenden Hunde abknallt... :???:

    Ich füttere Frieda das Junior-Nassfutter von Real Nature Wilderness. Werde jetzt auch auf das Adultfutter umstellen. Generell gibt's bei uns RN Wilderness sowohl trocken und nass, seitdem ich sie habe. Bin sehr zufrieden. Von seiten der Züchterin wurde mir Pedigree Junior empfohlen, wovon ich ihr auch anfangs noch die mitgegeben Tüte verfütterte. Im Vergleich zum RN hatte sie aber viel zu viel Output (klaro, über die Inhaltsstoffe müssen wir auch gar nicht diskutieren).

    Ich versuche übrigens die hohen Proteinwerte vom RNW Trockenfutter durch Mischfütterung auszugleichen. Bei uns gibt's 50% RN Wilderness Trofu, 25 % RNW Nafu und 25 % Trofu mit geringem Proteingehalt (das gibt's morgens pur zum Frühstück). Da ich zu dem Schluss gekommen bin, dass es DAS Futter vermutlich nicht gibt, versuche ich möglichst viele verschiedene Sorten zu geben mit einem hochwertigen und energiereichen Futter als Grundlage. Das Trofu mit geringem Proteinwert wird regelmäßig mal gegen eine andere Marke eingetauscht, bei den Dosen wechsle ich zwischen dem Wilderness, das ich persönlich auch schon teuer finde, und etwas preiswerteren Sachen wie Rinti oder Gran Carno.

    Meine letzten beiden Hunde haben von Welpenzeit bis - jetzt hätte ich fast Omazeit gesagt, aber die wurden nie Omas - zu ihrem Tod jeweils eine Marke bekommen. Ich dachte immer, das wäre nötig, weil der Hund sich an ein Futter gewöhnt und man dann nicht mehr wechseln sollte. Da sie aber schon mit 5/6 Jahren krank wurden, mach ich's jetzt genau andersrum. Denke mir, wenn von irgendwas zu viel oder zu wenig drin ist, kann man das durch ein möglichst komplett anderes Futter nebenher wieder ausgleichen. Keine Ahnung, ob der Plan aufgeht...

    @RedPaula: Hast du schon mal eine ganz einfache Bürste mit weichen Borsten für den Rücken versucht (so wie eine Kleiderbürste)? Davon glänzt das Fell auch sehr schön, ohne dass die Haare raus gezogen werden. Ich hatte mal so ein billiges Set von einem Diskounter mit verschiedenen Bürsten und Kämmen. War ziemlich schnell hinüber, aber man konnte mal alles ausprobieren, ohne für jedes Teil gleich 20 € zu lappen. Seitdem hab ich für die Rückenpartie bei den Settern immer einfach so eine Bürste verwendet. Die kratzt nicht so auf der Haut.

    Den Cocker kämme ich fast nur noch. Ich dachte, Setterfell wäre pflegeintensiv, aber das ist ja eine Katastrophe. Das ist der perfekte Survivaldog. Am Ende des Tages braucht man kein Feuerholz mehr zu suchen, weil der Hund voller Reisig hängt. Seitdem ich alles komplett durch kämme, dauern die Sessions zwar länger, aber es dauert auch danach länger, bis wieder irgendwas verfilzt. Bei trockenem Wetter reicht einmal die Woche. Trotzdem. Nach ihrer ersten (halben) Drückjagd hab ich eine Stunde gebraucht, um das ganze Zeug raus zu holen. Ich war kurz davor, den Hund komplett zu rasieren. Wieso gibt's eigentlich keine Kurzhaarcocker?

    Also ich darf auch mit zu Frieda ins Bett. :D

    Es gefällt ihr aber schon besser, wenn ich nicht drin liege, daher geht sie abends meistens nach ein paar Minuten und kommt morgens noch mal zum Kuscheln wieder. Ich kann das nachvollziehen, weil meine Setter im Bett auch unangenehm sperrig waren. Und ich bin ja noch größer als ein Setter. Tagsüber liegt sie meistens dauerhaft drin.

    Und wer jetzt meint, ich könne nicht durchgreifen und mein Hund manipuliert mich, von wegen! Ich habe extra eine Mikrofaser-Decke angeschafft, die tagsüber drüber kommt, damit das Bett nicht so dreckig wird, wenn der Hund mal wieder direkt rein springt, wenn er gerade von draußen kommt. :gut: Finde das ungemein konsequent von mir. :p

    OK OK, wann und wie findet denn nun der Schussfestigkeitstest beim Labrador statt? Kommt da jemand zum Züchter und lässt neben den Welpen einen Kracher explodieren? Wie laut muss das sein? Der handelsübliche Chinaböller kommt an den handelsüblichen Büchsenschuss ja nicht ran. Kann ich mir dann als Jägerin einen Hund aussuchen, der beim Knall möglichst wenig gezuckt hat, also sind die Ergebnisse bereits beim Kauf des Welpen ersichtlich?

    Bei den anderen Jagdhunderassen wird die Schussfestigkeit ja meist bei der Brauchbarkeitsprüfung getestet. Dann sind die Hunde aber schon älter und die Schussfestigkeit eben antrainiert (auf Grundlage einer voran gegangenen genetischen Selektion auf Wesensfestigkeit). Wenn das beim Labrador wirklich von Geburt an vorliegt, kann ich mir natürlich viel Arbeit sparen. Ich stehe allerdings mehr auf Sensibelchen, daher wäre die Rasse vermutlich nix für mich.

    Ich würde behaupten, dass die Schussfestigkeit der Elterntiere auch beim Labrador nicht im Welpenalter geprüft wird und dort genau so "auftrainiert" wurde, wie bei jedem anderen Jagdhundewelpen. Einen Hundewelpen - Jagdhund oder nicht - der von Anfang an schussfest ist, also ruhig neben mir sitzen bleibt, während ich zum allerersten Mal eine Schrotflinte abfeuere, würde ich persönlich sofort zum Tierarzt bringen und auf Taubheit oder sonstwelche neurologischen Ausfälle untersuchen lassen.

    Klaro, eine gewisse Veranlagung gehört sicher dazu. Einen total unsicheren Hund bekommt man womöglich niemals schussfest. Aber dass man die nicht mehr trainieren muss und der Welpe das einfach so von Anfang an hat, hab ich persönlich noch bei keinem Jagdhund erlebt, wobei ich jetzt zugeben muss, dass da keine Labradore dabei waren.

    Ich sag mal so: Das Prinzip kann ich noch nachvollziehen, aber die Umsetzung nicht.

    Möchte meinen Spaniel gern sicherheitshalber schussfest haben, auch wenn der nicht zwingend mit zur Jagd muss. Also Silvester alle Fenster auf, Lampen aus und dem Hund ein Schweineohr gegeben. Der Plan: Peng-Bumm = Lecker Essen. Dabei aber natürlich den Hund beobachtet, ob die Angst bekommt. Nach 20 Minuten war das Ohr auf und wir sind zum Nachbarn rüber und haben die Hunde unter Raketengeknalle im Garten spielen lassen (Peng-Bumm = jede Menge Spaß!). Hat alles prima funktioniert.

    Mit der Methode deines Nachbarn - den Hund einfach so mit der beängstigenden Situation allein zu lassen ohne sicheren Rückhalt, hätte wir jetzt hundertprozentig ein großes Vertrauensproblem und sie einen Schock für's Leben. Abhärtung an sich ist ja keine schlechte Idee, aber doch nicht so. :verzweifelt:

    Irgendwie denke ich immer wieder, dass Leute erstmal auf grundlegende Charaktereigenschaften wie Einfühlungsvermögen, Mitgefühl etc. getestet werden sollten, bevor sie soziale Lebewesen "besitzen" dürfen. Vom Kinderkriegen will ich mal gar nicht erst anfangen. :mute:

    @Aoleon: Die Sache mit dem hässlichen Klappergestell ist mir letztens auch passiert. Hab eine Frau getroffen, die mich noch mit Settern kannte und sie meinte zu Frieda toternst: "Ist das ein grässlicher Hund! Und so langes Fell!" :???:

    Man muss dazu sagen, dass sie einen Beagle führt, dem der Bauch bis an den Boden hängt. So lange sie sowas schön findet, kann ich mit ihrem Urteil prima leben. :D

    Hallo!

    Ich habe bei meiner Setterhündin im April die Diagnose Analdrüsenkrebs mit bereits riesiger Metastase im Bauch bekommen. Sie wurde ebenfalls mit Cortison behandelt und hatte noch drei wirklich tolle Wochen, in denen es ihr richtig gut ging. Dann hat sie einen Tag nicht gefressen, am nächsen hat sie sich übergeben und sie war recht müde. Da haben wir sofort die TÄ ins Haus geholt. Klar, hätte das noch mal besser werden können, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es ihr am Tag drauf noch schlechter geht, war größer. Bei einer solchen Diagnose würde ich auf keinen Fall warten, bis es dem Hund richtig dreckig geht.

    Nun ist es bei euch natürlich nochmals komplizierter, weil der Hund zwischendurch wieder gute Phasen hat. Das stelle ich mir sehr bedrückend vor, immer diesen Konflikt zu haben. Letztlich kennst du deinen Hund am besten und du wirst entscheiden müssen, ab wann es für ihn quälend wird. Mehr als dich in den Hund hinein zu versetzen und in seinem Sinne zu entscheiden, kannst du nicht tun - und das ist auch das einzige, was einen tröstet, wenn es soweit ist. Aber Fakt ist, dass ich bei einer solchen Diagnose das Zünglein an der Entscheidungswaage eher etwas zu früh als zu spät umschlagen lassen würde. :( :

    Wünsche euch alles gute für die kommende Zeit!

    Susanne