Puh, gute Frage. Ich liebe meinen Hund, aber ich hatte immer Pech. Nach 5 oder 6 Jahren bester Gesundheit, haben meine Hunde immer gleich den medizinischen Jackpot gezogen und sind dann auch noch an ziemlich fiesen Krankheiten gestorben, wo ich mich schon manchmal gefragt habe, warum ausgerechnet meine Hunde immer den abgefahrensten Sch*iß kriegen müssen. 
Schon seit dem ersten Hund habe ich daher immer dieses Misstrauen, mich nicht zu sehr auf die Liebe zum Hund einzulassen. Denn immer, wenn ich gerade nicht dran denke, kommt das Schicksal und macht mir wieder alles kaputt. Das ist jetzt beim Dritten sicher noch mal schlimmer. Ich hab letztens total ernsthaft zu einem Bekannten gesagt: "Wenn sie dann noch lebt, wird sie am 29.1. ein Jahr alt." Der konnte natürlich gar nicht verstehen, weshalb sie in ihrem jungen Alter dann nicht mehr leben sollte, aber für mich ist das dauerhaft im Hinterkopf, weil ich dem Schicksal nicht mehr traue. Ich versuche, ein klein wenig seelischen Abstand zu halten. Ich will in der Lage sein, sagen zu können: Wenn sie morgen stirbt, kann ich trotzdem mein Leben weiter führen, normal zur Arbeit gehen und auch wieder einen neuen Hund haben.
Und ich denke, das funktioniert auch halbwegs. Für den letzten Hund hab ich wirklich alles menschenmögliche getan und ich habe oft Rotz und Wasser geheult, als sie noch lebte, ich aber das Endergebnis ihrer Krankengeschichte schon abschätzen konnte. Tja, und als sie dann tot war und ich nur kurze Zeit später mehr oder minder unfreiwillig doch wieder in einen neuen Welpen rein gestolpert bin, war das Thema für mich erledigt. Ich denke in Liebe an sie zurück, aber ich habe nicht mehr um sie geweint. Und auch wenn ich das selber irgendwie nicht ganz normal finde, hoffe ich, dass es bei Friedas Tod auch irgendwie so laufen wird. 