Sagt mal, wenn man als erwachsener Mensch die Vermutung hat, man sei vielleicht irgendwo am Rande im Autismus-Spektrum:
1.) wie würde das diagnostiziert?
2.) würde eine Diagnose überhaupt Sinn machen? Wenn eigentlich eh alles läuft und man ja gar nichts daran ändern kann? Kann man sich die Diagnose dann nicht einfach sparen?
Kenne mich da nicht aus, aber hier ja glaube ich einige! :)
1.) beim Psychiater mit Erfahrung zu dem Thema oder einem Autismus-Diagnose-Zentrum/Institut. Ich habe den Privatweg gewählt und die Diagnose selbst bezahlt. Die Diagnosestellung erfolgt durch Fragebogen (Eigen- und Fremdeinschätzung), Anamnese und verschiedenen Tests.
2.) Ja, meiner Meinung nach macht es Sinn weil wenn irgendwann Hilfebedarf bestehen sollte, ist es einfacherer Hilfe zu bekommen. Gerade bei der Diagnose ist medical gaslighting ein großes Thema. Da ist es angenehmer einen „Beweis“ vorlegen zu können.
Außerdem kann sowas wie Grad der Behinderung beantragt werden falls irgendwann doch Einschränkungen bestehen sollten.
Ich habe meine Diagnose letztes Jahr mit 33 bekommen.
[Ich habe aber auch Leidensdruck bzw Einschränkungen]