Beiträge von sara

    Starkzwang hat für mich absolut gar nix in der Erziehung, und ebenso wenig im Hundesport verloren.

    Von den Gefahren, psychisch wie physisch, den möglichen Nebenfolgen von Strafe im Allgemeinen und den negativen Auswirkungen auf das Lernverhalten mal ganz abgesehen:

    Wenn der Hund beim Sport nicht die gewünschten Leistungen erbringt, sollte er dafür nicht bestraft oder gar körperlich gezüchtigt werden. Sondern entweder muss man als Halter genauer mit ihm arbeiten oder man muss letztlich ein wenig vom eigenen Ehrgeiz ablegen.

    Und da macht es keinen Unterschied, ob der Hund mit dem Tele gefügig gemacht wird, mit einem Stachelhalsband, Endloswürger oder mit "falscher" Anwendung eines normalen Halsbandes.

    Gewalt und Schmerzen gehören zu einem Training, das beiden Spaß machen soll, einfach nicht dazu.

    LG, Caro

    Nein, das kann man so pauschal natürlich nicht sagen.

    Wie neueste Studien gezeigt haben, muss nicht jede Verfressenheit unbedingt ein Calmund Signal darstellen.

    Erst, wenn der Hund sich nach dem ausgiebigen Mahl den Bauch reibt und etwa sagt: "Gibt's da noch Nachschlaag?" oder "Darf isch Deine Portion auch noch essen?" - dann könnte man durchaus von einem Calmund Signal sprechen.


    LG, Caro

    Hast Du auch den Teil zu den Risiken von Erkrankungen gelesen?


    Die Sterilisation hat übrigens auch den Vorteil, dass der Hormonhaushalt nicht verändert wird. Für mich eins der wichtigsten Argument überhaupt.

    @ darkshadow: Deine Argumentation widerspricht sich total: einerseits hat es Dein Hund nicht nötig, Dich anzuknurren, weil Du Dich immer richtig verhältst - aber wenn er Dich anknurren würde, würdest Du es ihm verbieten / ihn dafür bestrafen.
    Wieso würdest Du dem Hund etwas verbieten bzw ihn dafür bestrafen, was durch Dein Fehlverhalten verursacht wurde? Das ist total widersprüchlich, für den Hund nicht nachvollziehbar und letztlich auch kontraproduktiv.

    Mir ist schon klar, dass das alles hypothetisch ist - aber macht es nicht Sinn, sich mit einer möglichen Situation (und Du kannst nicht ausschließen, dass Dein Hund Dich vielleicht mal warnt!) schon im Vorfeld auseinanderzusetzen, damit man richtig handelt und nicht wie im hier vorliegenden Fall die Situation zum Eskalieren bringt?

    @ darkshadow:

    Mein Hund hat mich auch noch nie "böse" angeknurrt.
    Trotzdem mache ich mir durchaus Gedanken, wie ich in so einer Situation handeln würde. Man weiß ja nie. ;)
    Ich sehe Knurren auch nicht locker. Aber ich würde den Hund nicht dafür bestrafen, dass er mit mir kommuniziert.

    Du würdest also den Hund tatsächlich für Dein Fehlverhalten schimpfen? Macht das Sinn? :???:

    Ganz ehrlich: wann soll denn ein Knurren eine Infragestellung der Rangordnung darstellen?

    Wenn Du für den Hund die, ich nenn's mal neutraler, "Führungsperson" bist, weil er Dir vertraut, weil Du souverän und verlässlich handelst, dann wird er dies überhaupt nicht infrage stellen. Warum sollte er auch?

    Du bist ein Mensch, kein Hund. Daher seid ihr auch kein Hunderudel.
    Du als Mensch hast die Möglichkeit, eine völlig andere Beziehung zum Hund aufzubauen. Daher sollte es hier überhaupt nicht um irgendwelche Machtkämpfe gehen.

    Wenn ein Hund knurrt oder schnappt oder beißt, dann ist mit Sicherheit irgendetwas falsch gelaufen. Aber den Hund dafür zu bestrafen, halte ich für den falschen Weg.
    Und genau so sollte man sich in so einer Situation verhalten: nicht noch Salz in die Wunde streuen, und den Hund für ein Verhalten bestrafen, dessen Ursache man vielleicht selbst verschuldet hat. Sondern mit professioneller Hilfe herausfinden, wie es zu dieser Situation kommen konnte.
    Leider gibt es dafür nun mal kein Patentrezet.

    Aber zu der von der Threaderstellerin beschriebenen Situation hätte es einfach nicht kommen dürfen.
    Daher ist der Tip an sie (wie ja auch schon ein paar Mal von mehreren Schreibern erwähnt): den Hund nicht mehr am Nacken packen und sein Quietschen nicht mehr ignorieren. Sich mit hündischer Kommunikation auseinandersetzen, um den Hund richtig "lesen" zu können.

    Zitat

    in jeder anderen Situation würde ich das Knurren jedoch als Angriff gegen mich werten und auch entsprechend ahnden, wenn ich denn das Alphatier bleiben möchte, das sich auch in Zukunkt nicht auf Machtkämpfe einläßt, die dann vielleicht auch körperlich ausgetragen werden (schließlich hab ich das Knurren ja auch ignoriert - also könnte der Hund ja die nächste Stufe im "Kampf" um die Rangordnung testen...)

    Würde es nicht mehr Sinn machen, das Knurren in jeder Situation individuell zu beurteilen und die Ursache dafür zu suchen?

    Wie kommst Du darauf, dass Knurren - außer bei Schmerzen - immer einen Angriff auf Deine Führungsposition bedeutet? Wieso bricht man immer alles auf einen Machtkampf herunter, anstatt die jeweilige Situation mal genau zu hinterfragen und zu analysieren?
    Es ist doch nicht das einzige Bestreben des Hundes, die Macht zu übernehmen und gegen uns einen "Kampf um die Ragordnung" zu führen... :???: