Beiträge von sara

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    Zumindest in den zwei Bundesländern, in denen ich mich bevorzugt aufhalte, gilt generell Leinenzwang und wird bei Verstoß immer mit Bußgeld belegt...
    Gibt es eines, in dem Hunde etwa immer unangeleint laufen dürfen? Klär mich bitte auf!

    Ob und wo Leinenpflicht ist, das ist Sache der jeweiligen Gemeinde. ;)

    Und auch dann kann nicht der Richter in dem Rechtsstreit zwischen den Hundehaltern eine Geldstrafe beschließen, sondern nur die Gemeinde den Vertoß ahnden, also zB ein Bußgeld festsetzen.

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    Und wenn Du "großes Glück" hast, wird Dir der Richter für soviel Fahrlässigkeit, einen ungehorsamen Hund unangeleint vor einem Kindergarten herumtoben zu lassen, auch noch eine saftige Geldstrafe aufbrummen.

    Ähm, und die Geldstrafe für was? :???:


    Der andere Hundehalter muss zwar grundsätzlich haften, aber bei Deinem Schadensersatzanspruch ist auch immer Deine Mitschuld zu berücksichtigen. Und die wird in dem Fall so groß sein, dass sie den Anspruch vermutlich völlig verdrängt. Dein Hund war ungesichert, der andere hinter einem Zaun!

    Ansonsten kann ich nur Sarah zustimmen. ;)

    Pass auf Deinen Hund besser auf! Nicht, dass das nächste Mal was noch schlimmeres passiert.

    LG, Caro

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    Aber ebenso kann er gelernt haben, das das "festhalten" nicht ausreichend war, und er beim nächstenmal dann halt von seinen zähnen gebrauch macht!

    Hm, schwierig zu sagen.
    Aber wieso hat er dann nicht gleich nochmal fester zugebissen, wenn er tatsächlich das daraus gelernt hat?


    Ich würde eher sagen, dass sie genau richtig gehandelt hat - in dieser Situation! Was hätte sie denn auch sonst tun sollen?

    Das ändert natürlich nichts daran, dass dringend Trainingsbedarf besteht. Aber das muss individuell abgestimmt werden, je nachdem, aus welchem Grund der Hund gebissen hat.

    Ich sehe Souveränität in der Hundeerziehung weniger bzw nicht nur als eine "Herrschaft" - das empfinde ich ein wenig zu einseitig, bzw kommt das fast eine "Dominanztheorie durchs Hintertürchen" heran. ;)


    Souveränität ist für mich vielmehr eine Sicherheit und Überlegenheit (nicht unbedingt Überlegenheit gegenüber dem Hund!) auch in unerwarteten oder schwierigen Situationen.
    Eine innere Gelassenheit und Ruhe. Verlässlichkeit und Vertrauenswürdigkeit.

    Auch wenn ich letztlich der führende Teil in unserer Beziehung bin, so gebe ich meinem Hund doch das Gefühl, dass unsere Beziehung auf Zusammenarbeit basiert, und nicht aufgrund meiner "Befehlsherrschaft".
    Er arbeitet mit mir zusammen, weil er mir vertraut; und er vertraut mir, weil ich sicher und verlässlich (also souverän) handle.

    Diese Komponenten stehen in einer Wechselwirkung - ohne Souveränität kein Vertrauen, aber ohne Vertrauen bringt einem auch das souveränste Handeln nichts.

    Somit scheiden für mich schon mal alle Methoden aus, die das Vertrauen zwischen Mensch und Hund beeinträchtigen können (Starkzwang, Meidemotivation etc).

    LG, Caro

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    sag mir doch bitte mal, was er gelernt hat, dadurch das sie einfach weiter gebürstet hat?

    Na, ich denke mal, er hat gelernt, dass er mit beißen in so einer Situation nicht weiter kommt. ;)

    Es behauptet doch auch niemand, dass nichts getan werden muss.
    Aber bei einem Hund mit einer schwierigen Vorgeschichte gibt es nun mal kein Patentrezept.

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    Geht es mir auf den Geist, dass einige Begriffe hier im Forum wie z.B. "auf den R..... drehen" in jedem Beitrag eine - ziemlich unsachliche, mehr ideologische - mehrseitige Sonderdiskussion lostreten. Kann man da nicht mal einen eigenen Thread für aufmachen? Oder gibt es den schon? Damit möchte ich niemanden persönlich angreifen, denn eine wirklich sachliche Diskussion dazu fänden sicherlich viele interessant. Im Rahmen eines eigentlich anderen Themas wird es aber immer wieder mit den selben Flosskeln abgehandelt und das ist nicht sehr lesenswert!

    Sorry, wo war es doch gleich unsachlich? =)

    Da der Schuss gerade bei so einem Hund ziemlich nach hinten los gehen kann, und insbesondere, da immernoch viele den Alphawurf als "artgerechtes Allheimittel" sehen, ohne sich mit dem Sinn und vor allem den Gefahren auseinandergesetzt haben, finde ich es durchaus wichtig und für den Threadersteller und andere Leser mit einem ähnlichen Problem nicht uninteressant, solche Tips zu hinterfragen.

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    Ein auf den Rücken werfen hat eine ganz andere Bedeutung für den Hund. Hier werden (sollten zumindest) keine körperlichen Schmerzen verursacht werden sondern der Mensch kann ihm dadurch die Psychische Überlegenheit demonstrieren - und die sollte der Mensch IMMER haben. Im Hunderudel ist auch nicht unbedingt der Körperlich stärkste das Leittier sondern oftmals der oder die geistig stärkste.

    Psychische Überlegenheit durch physische Unterwerfung? :???:
    Verstehe ich nicht, wieso wird das dem Hund dadurch vermittelt?

    Und vor allem: was mache ich, wenn mein Hund stärker ist? =) Pech gehabt?


    Und @ darkshadow: Natürlich sollen solche Situationen vermieden werden. Das geht aber nur, wenn man herausfindet, wie es dazu kommen konnte.
    Wie willst Du denn einem Hund beibringen, dass es verboten ist zu knurren, zu schnappen und zu beißen? Denkst Du, er lernt das, wenn Du ihn danach auf den Platz schickst? Sofort, nach dieser einen "Strafe"? Dann wird er nie wieder, in keiner anderen Situation beißen? Sorry, das ist doch ziemlich blauäugig.

    Silvi macht es genau richtig. Ruhig bleiben (dafür echt Respekt!!), die Situation analysieren - und dann an der Ursache des Problems arbeiten.

    LG, Caro