Ich sehe Souveränität in der Hundeerziehung weniger bzw nicht nur als eine "Herrschaft" - das empfinde ich ein wenig zu einseitig, bzw kommt das fast eine "Dominanztheorie durchs Hintertürchen" heran. 
Souveränität ist für mich vielmehr eine Sicherheit und Überlegenheit (nicht unbedingt Überlegenheit gegenüber dem Hund!) auch in unerwarteten oder schwierigen Situationen.
Eine innere Gelassenheit und Ruhe. Verlässlichkeit und Vertrauenswürdigkeit.
Auch wenn ich letztlich der führende Teil in unserer Beziehung bin, so gebe ich meinem Hund doch das Gefühl, dass unsere Beziehung auf Zusammenarbeit basiert, und nicht aufgrund meiner "Befehlsherrschaft".
Er arbeitet mit mir zusammen, weil er mir vertraut; und er vertraut mir, weil ich sicher und verlässlich (also souverän) handle.
Diese Komponenten stehen in einer Wechselwirkung - ohne Souveränität kein Vertrauen, aber ohne Vertrauen bringt einem auch das souveränste Handeln nichts.
Somit scheiden für mich schon mal alle Methoden aus, die das Vertrauen zwischen Mensch und Hund beeinträchtigen können (Starkzwang, Meidemotivation etc).
LG, Caro