Huhu ihr!
Interessante Gedankengänge. 
So wie ich es verstanden habe, ist der Clicker ein Marker für die Verstärkung (Leckerlie) beim operanten Konditionieren, das sich ja auf die Beeinflussung von Verhalten bezieht.
Beim klassischen Konditionieren geht es um einen Reiz, der einen Reflex auslöst (Futter -> Speichelfluss). Und genau darauf wird Einfluss genommen, so dass auf einen anderen bestimmten Reiz dieser Reflex erfolgt (Glocke -> Speichelfluss).
Also:
Operantes Konditionieren: Verstärker -> Verhalten.
Klassisches Konditionieren: Reiz -> Reflex.
Der Hund wird schon auf den Clicker konditioniert, allerdings "nur" operant, weil man den Click einsetzt, um ein Verhalten zu formen.
Und das operante Konditionieren funktioniert nun mal ein wenig anders als das klassische.
Man kann Hunde natürlich auch klassisch konditionieren, nur nicht in dem Sinne, dass spezifisches Verhalten antrainiert wird - das geht nur mit Hilfe der operanten Konditionierung.
Ich behaupte jetzt einfach mal, man könnte den Click auch bei der klassischen Konditionierung einsetzen, dann aber nur, um einen Reflex hervorzurufen, kein Verhalten zu formen.
Man kann allerdings auch die Belohnung erst nach mehreren Clicks folgen lassen. Es folgt dann nach einer "Click-Reihe" erst am Ende der gesamten Übung die Belohnung. Aber auch das muss der Hund erstmal lernen.
LG, Caro
EDIT:
Was mir grad noch eingefallen ist: Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Click (Versprechen eines Leckerlies) allein bestimmt schon reicht, um den Reflex Speichelfluss beim Hund auszulösen.
Aber das ist es ja nicht, was man beim Clickern will (einen sabbernden Hund :D), sondern wir möchten den Click als Marker beim operanten Konditionieren verwenden, um dem Hund ein bestimmtes Verhalten anzutrainieren.
Oder? :?
Wo sind die Clicker-Spezialisten?