Da ich gerade in Südwestfrankreich war, wo foie gras eine sehr beliebte Spezialität ist, habe ich mich ein wenig näher mit dem Thema Gänsestopfleber beschäftigt.
Natürlich ist der Prozess des Stopfens für die Tiere mehr als unangenehm, ich möchte das auch gar nicht beschönigen.
Des Weiteren werden die Tiere gestopft, bis sie nicht mehr aufstehen können. Ich persönlich finde das ziemlich abartig, ein Lebewesen solange zu mästen, bis es sich nicht mehr bewegen kann.
Dennoch haben es die Gänse besser als das durchschnittliche deutsche Schlachtschwein, über die Grausamkeiten, die bei der Massentierhaltung Standard sind, und die jedes Schwein erleiden musste, bis es als anonymes Schnitzel auf der Supermarkt-Theke landet, brauche ich wohl nichts zu erzählen.
Die Gänse leben in Freilandhaltung, auf kleinen Höfen, werden vor Ort geschlachtet - somit bleiben ihnen wenigstens ein Leben in winzigen Käfigen oder vollgestopften Gehegen, ein qualvoller Transport und die Grausamkeiten der Schlachtmaschinerie erspart.
Das ist zumindest die Situation in Frankreich.
Ich hätte mir gerne mal einen Betrieb angesehen, um mir ein eigenes Bild gerade vom Prozess des Stopfens zu machen, das ist dort auf vielen Höfen auch möglich, leider sind wir dazu nicht gekommen.
In Osteuropa mag das wiederum ganz anders aussehen.
Das zeigt wieder einmal, wie wichtig es ist, auf die Herkunft des Fleisches zu achten.
Fleisch aus dem Supermarkt sollte sowieso ein NoGo sein, sei es nun Gans, Schwein oder Rind.
LG, Caro