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Nehmen wir eine Alltagssituation, einen Hund bei Hundebegegnungen. Geht ein Trainer mit, dann benimmt sich der Hund garantiert anders, Frauchen eh. Man müßte Figuranten haben oder auf den Erzfeind hoffen, das Wetter muß mitspielen (sonst kommt keiner), der Tag muß passen, ...
Die meisten Menschen benehmen sich völlig anders, wenn sie wissen, dass sie
Gefilmt werde. Da spielt es meiner Meinung nach keine Rolle, wer da filmt auch wenn es ein Freund ist.
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So geht man ganz normal wie immer, ein Freund geht mit und filmt die Situation. Evtl. braucht man 3 Anläufe, um genau das auf Video zu haben, was das Problem ist. Man hat aber Zeit dafür, kann auch 2, 3 Begegnungen aufnehmen.
Das sehe ich sehr kritisch, woher soll der Freund wissen, was eigentlich in der Situation wichtig ist? Ich glaube auch nicht, dass ein Freund der nicht das geschulte
Auge eines guten Trainers hat, (auch nicht nach 3 Anläufen) dass aufzeichnen kann,
was eigentlich wichtig ist. Ich finde Videoanalysen für eine Verhaltensanalyse sehr
wichtig und gut, aber nur wenn sie wirklich von Fachleuten gemacht werden.
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Sieht man sich eine solche Situation per Video an, dann erkennt man bedeutend mehr, kann vor- und zurückspulen, den Halter sehen, die Reaktion der anderen Hunde. Jeder weiß, daß man live nur einen Bruchteil sieht, nicht alles im Blick hat und alleine sich selber auf Video sehen, da findet man zig kleine Sachen.
Genau das ist der Grund, warum für mich solche Videoaufnahmen nur von Fachleuten gemacht werden sollten. Und bei der Auswertung, der HH persönlich anwesend sein sollte, damit der Trainer dem HH genau in der Sekunde, dass Verhalten des Hundes, des HH, des anderen Hundes oder was oder wer noch
involviert ist, erklären kann. Ich glaube nicht, dass man ohne persönlichen Nachfrage
beim Hundehalter, wie oder was er in diese oder jener Situation empfunden, gedacht
oder warum er so gehandelt hat, eine „saubere“, aussagefähige Analyse abgeben kann.
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So ein Video ist auch nicht in 5 Minuten ausgewertet. Da wird schon genau hingeschaut, die Vorgeschichte gelesen, Thesen überprüft, verglichen ...
Das mit dem Vorgeschichte LESEN, ist auch ein Grund, warum ich die Art der Verhaltensanalyse mehr als kritische sehe. Wie man das mit dem „schriftlich“
festhalten eines Problems bewerten kann, liest man doch täglich im DF.
Da wird um Rat gefragt und fast keine Angaben gemacht. Erst auf Nachfrage der User, kommt dann Häppchenweise das eigentliche Problem zum Vorschein.
Welche Thesen sollen denn da überprüft und womit verglichen werden?
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Sicherlich bedeutend teurer als eine Einzelstunde. Hier kann man aber gezielt eine Situation, ein Verhalten beurteilen, wofür man sich sonst evtl. 3 mal treffen müßte, um etwas zu sehen.
Aber genau die Treffen mit einem Trainer meines Vertrauens macht es doch aus
und gibt mir die Sicherheit, dass NUR ich und mein Hund „begutachtet, „bewertet“
oder wie immer man das nennen will, werden. Der Trainer kann Fragen stellen, ich kann Fragen stellen und wir können direkt, dass eine oder andere Missverständnis
aufklären.
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Jeder, auch aus der einsamsten Ecke Europas, kann das Angebot annehmen, ohne Zeit- oder Reiseaufwand.
Wenn ich ein „richtiges“ Problem mit meinem Hund habe und daran ernsthaft was ändern will, dann darf „Zeit- oder Reiseaufwand“ kein Kriterium sein, mal eben eine Videoaufnahme und einen Fragebogen irgendwo hinzuschicken und darauf hoffen,
so nach der Methode von Verona P. „hier durch werden sie geholfen“.
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Wer mit seinem jetzigen Trainer verzweifelt (und wir wissen alle, daß Trainer nicht gleich Trainer ist), kann sich eine zweite Meinung holen.
...
Was man draus macht, ob man sich einen Trainer empfehlen läßt, alleine weiterarbeitet, das "Problem" hinnimmt ... das bleibt ja jedem selber überlassen.
Silja, mal ehrlich was bringt es mir wenn ich mit meinem Trainer nicht klar komme,
seine „Meinung“ durch ein Video von einem anderen Trainer überprüfen zulassen?
Ich glaube außer Kosten, nüscht.
Deinen letzten Satz kann ich aber nun überhaupt nicht verstehen.