anfangs musste er die komplette Stunde 50m entfernt von uns laufen, jetzt nach ca. 15 Runden geht schon auf gleicher Höhe und Ivo schafft es trotz seiner Anwesenheit, auch mal zu pinkeln und mal entspannt zu schnüffeln. Beim kleinsten Stolperer meines Freundes ist er aber sofort im Fluchtmodus, Anfassen geht absolut nicht (max. 1m Entfernung wird toleriert) und Leckerchen klappen auch nicht.
Das lässt hoffen.
Die TH-Mitarbeiter meinen, das wird sich auf Lebenszeit auch nicht ändern, dass er Panik bei Männern hat.
Ganz schön hochgegriffen zeitlich, bei meinem Hund dauerte es anderthalb Jahre, bis sich eine deutliche Verbesserung zeigte.
Vorher wurde es immer besser, es muss also nicht so bleiben. Auch Dein erstes Zitat zeigt dies ja.
Meiner hatte am Anfang auch Angst, wenn ich aus Versehen mal über den Asphalt schlurfte.
Gibt es die Möglichkeit, dass er irgendwann meinen Freund/Kumpels/meinen Bruder vielleicht nicht nur toleriert, sondern auch mag?
Die Möglichkeit gibt es, Du musst aber sehr geduldig sein (vor allem sie, weil sie sich an nicht angucken, nicht offensiv nähern, Hund kommenlassen...…halten müssen).
Mein Hund mochte später auch Männer, weil er gelernt hatte, dass ihm bei mir nichts passiert und hier nur nette Männer waren.
Auch nach Jahren bis zum Schluss fielen einige noch spaßeshalber ins Falsett und bemerkten immer wieder, wie sich mein Hund verändert hatte - auch die, die zu Beginn echte Zweifel hatten wie z.B. mein Bruder.
Bei Kindern war er auch ängstlich, Jahre später war er ein gern gesehener Gast auf dem Wandertag oder manchmal in der Schule.
Es kann also werden, wenn Du Dich darauf einlassen möchtest und absolut dazu bereit bist.
Draufgänger werden diese Hunde aber wohl nie.
Mein Hund war ein Jagdhundmix, der vorher bei einem Jäger in Italien war und hatte auch Panik vor Knallgeräuschen u.a. Weiß nicht, ob bei dem Hund, um den es geht, auch Schutztrieb o.ä. vorhanden ist oder inwieweit er auch schnappen würde. Dazu neigte meiner gar nicht.
Wichtig ist, auf kleine Körpersprachensignale zu achten.
Ich habe in den sieben Jahren mit meinem Hund keine Sekunde bereut, ihn zu uns geholt zu haben, allerdings ist noch sehr wichtig zu erwähnen, dass ein souveräner Ersthund bereits vorhanden war.
Auch das Buch "Der ängstliche Hund" von N. Wilde hat mir sehr geholfen.
L. G.