Da ich das schon einige Male hinter mir habe, hier einige Kommentare, auch wenn Dir das vielleicht jetzt gerade nicht weiterhilft und es sich teilweise möglicherweise etwas hart anhört:
Und dann denke ich, dass sie vielleicht böse auf mich ist, weil sie so lange umsonst leiden musste
Vergiss es!
diese schrecklichen Schuldgefühle.
Die sind normal.
Mein Verlobter macht sich Sorgen um mich, weil ich nicht aufhören kann damit. Er verdrängt das Ganze scheinbar irgendwie, was ja auch nicht richtig ist. Ich bekomme die Bilder nicht aus meinem Kopf und kann mich kaum an den Hund erinnern, der sie war.
Jede(r) trauert anders.
Nun brauchen wir das nicht mehr
Das weißt Du nicht. Vielleicht seid Ihr früher bereit für einen Hund, als Du Dir jetzt vorstellen kannst. Vielleicht auch nicht, aber die Option würde ich mit einplanen.
Wir wollten nächstes Jahr heiraten und sie sollte Ringträger werden. Sie sollte unser erstes Kind kennenlernen. Ich weiß nicht, wie ich das alles ohne sie schaffen soll.
Du schaffst das. Was nächstes Jahr ist, weißt Du jetzt noch nicht.
Wie soll ich jetzt alleine klarkommen?
Du hast es auch vorher ohne Hund geschafft, außerdem hast Du Deinen Verlobten.
Man sollte Hunde (und auch andere Menschen) nicht für die eigene Lebensfähigkeit verantwortlich machen, das ist nicht fair.
Ich habe Angst, zu vergessen.
Irgendwann verblasst die Erinnerung vielleicht etwas, aber das kann sehr heilsam sein, das gehört dazu und das hat seinen Sinn.
Alles, was bleibt , ist das Warum...
Das werden wir vielleicht nie erfahren, meist stellt sich aber heraus, dass alles einen Sinn hat, auch wenn sich das in der Härte der Situation für uns erstmal unfassbar anhört. Für irgendwas ist immer alles irgendwofür gut, habe ich gelernt. Auch aus den härtesten Situationen (Tod/Verlust e. Geliebten o.ä.) gewinnt man Erkenntnis.
Das, was du gerade durchmachst, ist ein wichtiger Teil der Trauerarbeit.
Das sehe ich auch so.
Auch mein Mann und ich haben unterschiedlich getrauert. Das ist aber ok. Denn Trauer ist so individuell und jeder muss da seinen Weg finden...
Wohl wahr!
Auch sich in die Trauer eingraben ist normal (und wichtig).
Es wird besser, aber das dauert seine Zeit.
Edit: Die Erfahrung der Besuche habe ich auch mehrfach gemacht, war immer eine Überraschung. Soll heißen: Erzwinge es nicht, das kommt von selber.
L. G.