In gewisser Weise hast du sicher Recht. Aber ein fast einjähriger Labbi, der vmtl an die 30kg wiegt, sollte doch gelernt haben, dass es für alles seine Zeit gibt... Es gibt Zeiten, da darf man toben und Quatsch machen und andere Zeiten, da hat man sich ordentlich zu verhalten.
Die Hündin der TS hat das offenbar (noch) nicht gelernt und da fände ich es schon gut, wenn man erstmal daran trainiert und ihr solange nur ausgewählte Sozialkontakte ermöglicht. Nicht jeder Hund findet es megageil, wenn ein riesiger aufgedrehter Labbi auf ihn zustürtzt...
Beiträge von RafiLe1985
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Hallo zusammen,
da bald wieder Februar ist... Im Februar und August läuft hier immer eine Frau mit ihrer läufigen Hündin rum, die auf der Suche nach potenziellen Deckrüden ist... Die Hündin läuft grundsätzlich offline und die Frau stromert solange herum, bis es mal geklappt hat... Die Welpen aus diesen "Ups-Würfen" werden dann für gut Geld verkauft...
Da Newton nun im zeugungsfähigen Alter ist und ich nicht möchte, dass er die Hündin deckt, wollte ich mal fragen, ob ihr wisst, ob man gegen so jemanden rechtlich vorgehen kann...Lg und danke,
Rafaela -
Hallo,
ich gehe mit Newton über Pfingsten ins Dogotel. (Seehotel Moldan). Vielleicht wäre das eine Alternative. Allein lassen im Hotelzimmer würde ich ihn nicht. Wenn dann käme er kurz in die Box im Auto.
Zum Hundesitter würde ich ihn jetzt nicht geben, nur weil er nicht in den Speisesaal darf.Lg,
Rafaela -
Hallo,
hast du mit Mia denn schonmal explizit Frustrationstoleranz, Impulskontrolle und Orientierung am Halter geübt? Wenn nein, braucht man sich eigentlich nicht wundern, dass sich Mia so verhält. Woher soll sie es können? Bei Labbis ist das leider nicht im Starter-Paket enthalten.
Zunächst würde ich diese drei Sachen mit ihr trainieren, dass sie gruppentauglich wird. Und sobald dies erreicht ist, ab in den Gruppenkurs. Solange würde ich sie nur mit erwachsenen, wesensfesten Hunden zusammen lassen, die notfalls auch mal eine deutliche Ansage machen.lg,
Rafaela -
Ich finde, es ist auch ganz wichtig, dass du deinen Hund (besonders wenn es noch ein Welpe ist) sehr gut beobachtest und auch erkennst, wenn es ihm zu viel wird. Das ist von Hund zu Hund verschieden, denke ich. Newton war anfangs gleich die ganze Doppelstunde mit im Unterricht. Er hat da sowieso größtenteils gepennt und deswegen war da auch keine Pause nötig. Noch heute ist es so, dass die Unterrichtspausen quasi seine "Arbeitszeit" sind und die Unterrichtszeiten seine Ruhepausen. Mathe-Unterricht kann halt schon echt langweilig sein... Da döst man schonmal weg.

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Hallo Rafaela.
Ich will dir gerne deine Fragen beantworten.
Er bekommt nicht zu 90% das was er möchte.
Er wartet grundsätzlich auf sein Futter, sofern er es mal aus dem Napf fressen darf. Meist ist es jedoch so, dass ich mit dem Futter mit ihm übe und er die meiste Zeit dafür arbeiten muss. Muss ich ja schließlich auch. Bei mir füllen sich die Teller auch nicht, weil ich so lieb lächel. ;-)
Grundsätzlich entscheide ich, was wann und wie lange getan wird. Das betrifft 100% das Spielen, zu 70% das Kuscheln, zu 100% wann wir rausgehen und auch wohin natürlich. Zu Hause würde er mir manchmal gerne hinterher laufen, was ihm jedoch nicht möglich ist, da ich grundsätzlich die Wohnzimmertür hinter mir schließe. Tagsüber darf er in keinen anderen Raum. In diesem Raum ist er auch wenn er alleine ist. Das habe ich so gemacht seit er ein Welpe ist.
Allein bleiben ist in der Regel kein Problem. Manchmal motzt er, aber das geht dann mal 10 Minuten und das in einem von zehn Fällen. Damit kann ich gut leben.
Wir spielen auch Impulskontrolle. Reizangel der er erst auf mein Zeichen hinterher rennen darf und sobald ich "Quit" sage, darf er nicht weiter spielen, auch wenn sich die Angel weiter bewegt. Auch dann nicht wenn sie vor seiner Nase ist.
Leckerli habe ich ihm schon als Welpe bis auf die Pfote gelegt und er durfte es sich nicht nehmen, bzw. erst auf mein Kommando hin. Klappte von Anfang an super. Zeigte direkt auch Meideverhalten, hat weggeschaut oder ist sogar aufgestanden, sodass ihm das Futter von der Pfote runtergefallen ist.
Grundgehorsam drinnen klappt zuverlässig zu 100%. Absolut.
Draußen allerdings nicht immer. Soll heißen, wenn Ablenkung in Form von anderen Hunden da ist, kann ich nicht hunderprozentig sagen, dass er auch wirklich hört. Hier würde ich zu 50:50 tendieren.Wenn ich dann zum Beispiel von ihm ein "Sitz" verlange und er einen anderen Hund sieht, kann hier zum Beispiel das Geschrei schon wieder losgehen und dann ist er völlig raus.
Hab ich noch was vergessen? les les... ach ja... Spielsachen rausgeben ist auch kein Problem.
Er lässt sie direkt fallen wenn ich es möchte und er hat sie auch nicht offen rumliegen, sondern ich gebe sie ihm und spiele mit ihm zusammen.Und stubenrein ist er ebenfalls zuverlässig, ja.
Wollte mich nochmal melden. Habe jetzt die weiteren Beiträge nur überflogen und zitiere daher nur deine Antwort, da ich mich hierauf beziehen möchte.
Danke für die Antworten. Jetzt kann man schonmal einen großen Ursachenkomplex ausschließen. Grundsätzlich ist Bali ja gut erzogen und du gehst meiner Beurteilung nach auch artgerecht mit ihm um, sodass ich nicht glaube, dass dieses Verhalten durch elementare Erziehungsdefizite begründet ist.
In unserer Hundegruppe haben wir auch eine Hündin, bei der es mit der Frustrationstoleranz nicht so weit her ist. Es ist zwar nicht ganz so krass, aber auch sie fiept und bellt, wenn sie nicht zu den anderen Hunden darf.
Die Trainierin hat in diesem Fall empfohlen der Hündin mehr Umgang mit Artgenossen zu ermöglichen. Also im Freilauf und ohne größere Reglementation. Dadurch ist es bei ihr deutlich besser geworden. Hat Bali denn mal die Möglichkeit nach Lust und Laune mit anderen Hunden zu toben?Weiterhin könnte ich mir noch vorstellen, dass er eventuell durch zu viel Programm überlastet sein könnte. Du sagtest er muss sich meist sein gesamtes Futter erarbeiten, habe ich das richtig verstanden? Ich finde das doch relativ viel. Dazu noch Training mit der Reizangel. Und vmtl auch noch der ein oder andere Spaziergang. Da hört sich schon sehr viel für mich an. Vllt könntest du mal probieren, sein Programm extrem zu reduzieren. Also nur einen kürzeren und einen längeren Spaziergang am Tag und sonst vllt nur noch eine Mini-Trainingseinheit und das war's. Wie verhält er sich denn zuhause, wenn es gerade mal kein Programm für ihn gibt? Schläft er dann?
Mein junger Mann hier ist ein knapp 9 Monate alter Labbi. Sein Programm besteht aus einem 20-minütigen Spaziergang, einem 45-minütigen Spaziergang, einem kurzen Ausflug zur Pipi-Wiese vor dem Zubettgehen und einer kleinen Trainingseinheit von max. 10 Minuten. Damit ist er für den Tag gut bedient und pennt die restliche Zeit.
Lg,
Rafaela -
Hallo,
ein Hund, der zu 90% das bekommt, was er möchte, wird sich natürlich bei den verbleibenden 10% wo das nicht möglich ist, massiv beschweren.
Wie sieht es da bei dir aus? Muss er auch mal auf was Warten, z. B. auf sein Futter? Wer entscheidet wann gespielt und gekuschelt wird? Wer entscheidet, wann es raus geht zum Spazieren gehen? Wie verkraftet er es, wenn er alleine zuhause bleiben muss? Läuft er dir zuhause hinterher? Hat er jemals Frustrationstoleranz und Impulskontrolle gelernt/trainiert? Oder konnte er das bereits und es gab einen Rückfall? Wie sieht es mit dem Grundgehorsam aus? Draußen wie drinnen. Ist er zuverlässig stubenrein? Gibt er seine Spielsachen her, wenn du sie wegnehmen willst?
Das wären alles Fragen, die ich wichtig fände, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Alles andere wäre an Symptomen rumdoktoren, was niemanden wirklich weiter bringt.
Lg,
Rafaela -
Hallo nochmal,
habe mir das irgendwie schon gedacht, dass das vmtl nicht so glimpflich ausgehen wird. Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Widerspruch einlegen um Zeit zu gewinnen und sich dann anwaltlich beraten lassen.
Man steckt soviel Zeit und Arbeit in die Ausbildung eines Hundes, damit er ja wohlerzogen ist und man solche Fälle, wie er hier leider passiert ist, vermeidet. Jedoch bleibt ein Hund eben ein Hund. Ja, die beiden Hunde haben sich da einen groben Fehltritt geleistet, indem sie einem natürlichen Trieb gefolgt sind, der in der Meute so stark war, dass die Halterin ihn nicht mehr unterbinden konnte, aber wie ich oben schon sagte: Man sollte doch differenzieren. Die Hunde sind ausgebildet, die Halterin ist einsichtig. Der Vorfall wird sich nicht wiederholen. Da sollte doch ein saftiges Bußgeld ausreichen...
Gott, wenn ich daran denke, wie viele Hundehalter ich schon getroffen habe, die ihre Hunde jagen lassen, oder sich damit abgefunden haben, dass sie es tun. Neulich erst erzählt mir ein Halter, wie er mit seinem Galgo ins Feld geht, damit er da schön Hasen jagen kann... Als ich mich darüber entsetzt zeigte, hieß es, diese Rasse würde doch dafür gezüchtet... :-/Wünsche viel Erfolg bei der Auseinandersetzung mit der Behörde.
Rafaela -
ich hatte damals auch Buben-Namen mit A gesucht. Hier meine damalige Liste:
Arrow
Amadeus
Amaretto
Amor
Aslan
ArchimedesBei uns ist im Endeffekt Amadeus der Zuchtbuchname geworden.
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Hallo,
ich würde ihn auch dem Tierarzt vorstellen. Bis dahin würde ich drauf achten, dass er immer auf was Warmen (Decke, Kissen, Hundebett, etc.) liegt. Bis zu sechs Monaten kann es passieren, dass ein Hoden hochgezogen wird. Kälte und Nässe begünstigen das.
Weiterhin ist es wichtig, falls du eine Zuchtzulassung anstrebst, dass du dem Zuchtverein eine Bescheinigung zukommen lässt, sobald beide Hoden vollständig abgestiegen sind.Lg,
Rafaela