usostus wir haben die Demenz bei meiner Tante auch mit durchgemacht.
Als der Gutachter für die Pflegestufe kam, erzählte sie dem, sie duscht jeden Tag alleine, geht einkaufen auf dem Markt, kocht und macht ihre Wäsche
Realität war: meine Mutter machte die Wäsche, duschte sie einmal die Woche (öfter ließ sie nicht zu), Mittagessen kam von Essen auf Rädern und Frühstück und Abendbrot machte meine Mutter.
Der Herd war längst abgeklemmt aus Sicherheitsgründen (sie vergaß immer, den auszumachen).
Sie lebte in einer SeniorenResidenz, für die man keine Pflegestufe brauchte. Es gab eigene Wohnungen und man konnte sich entweder selbst versorgen und hatte nur einen Notfallknopf zur Verfügung oder man wurde je nach zugebuchtem Bedarf und Pflegestufe versorgt.
Vielleicht gibt es sowas auch bei euch?
Auf jeden Fall müsst ihr aufschreiben, was auffällig ist, was sie nicht kann.
Je nach Art eurer Vollmacht könnt ihr ihren Arzt mit ins Boot holen.
Informiert unbedingt ihre Bank und lasst euch notfalls übers Gericht neben der Gesundheitsfürsorge auch die Vermögensfürsorge übertragen.
Beraten kann euch da ein Anwalt.
Ich bin Banker und habe oft miterlebt, was passiert wenn ältere Menschen den Überblick verlieren. Das sind dann ja auch leider die Personen, die auf den Enkeltrick hereinfallen.
Schlimm ist, wenn man merkt, da stimmt was nicht, hat aber keine rechtliche Möglichkeit, einzugreifen weil alles noch im kleinen Rahmen ist.
Es ist für die Angehörigen ganz furchtbar, wenn man nicht mehr erkannt wird.
Meine Tante hatte nachher Angst vor meiner damals 6jährigen Tochter, weil sie eine Fremde war.
Sie erzählte für uns unverständliche Dinge, die für sie eine reale Bedrohung darstellten "da hängt eine 8 im Baum, gestern waren es 6en, das war ganz schlimm"
Holt euch auch für euch Hilfe, grad vielleicht jemanden vom Fach, der den Kindern erklärt, was da mit Oma passiert. Dass sie es nicht böse meint, wenn sie die nicht erkennt.