Beiträge von leiderHundelos

    Aber genau das ist ja das Problem! Die Retter von diesen Tieren sichern dann vielleicht besser und riskieren ihr Leben. Schön. Aber wenn es schief geht sind es andere Menschen die versuchen der Person zu helfen die gerade zerfleischt wird oder die dann den Leichnam sichern müssen und vielleicht auch angegriffen werden. Ganz zu schweigen von dem Shitstorm der bei einer Fehleinschätzung dann auch die Institution einprasseln würde.


    Alle Hunde die ich als "gefährlich" kennengelernt habe waren den Großteil des Tages ganz normale Hunde.
    Einen Hund der niemals zeigt wie "lieb" er denn ist und alles blind angreifen würde, an dem hängt der Mensch doch auch normalerweise nicht und der ist auch ganz schnell weg vom Fenster.
    Der Hund der bei uns hier zwei Kinder schwer verletzt hat, der war auch kein Monster. Ja, es ist nicht normal dass ein Hund so einen extremen Futterneid hat und ein Kind beißt, nur weil dieses ihm ein Brötchen geben wollte, das dann runter fällt, das Kind will es aufheben um es dem Hund zu geben....
    Da wurde dann auch gesagt: "Bestimmt alles dumm gelaufen! Der Hund hat gedacht das Kind will ihm das Brötchen wieder weg nehmen, der arme Kettenhund, man muss ihm doch nur mit tauschen usw zeigen dass er Futter nicht verteidigen braucht. Warum hat der Junge versucht ihn zu füttern..." Es viel Impulskontrolle und Frustationstoleranz ( weil es ja nicht nur einen Abwehrbiss in die Hand gab sondern dann noch in die Beine als das Kind weg von dem Kettenhund wollte.)
    Der Hund ist von dem Bauernhofmitarbeiter auch sofort mehr als grob gepackt und in die Scheune geschmissen worden und als der Besitzer ankam und nach dem Hund gesehen hat, da kam er auch mit einem Häufchen Elend aus der Scheune. Der Hund hat auch nach einer halben Stunde da drin/ nach dem Vorfall am ganzen Körper wie Espenlaub gezittert und beschwichtigt. Der war auch völlig durch und hat die Welt nicht mehr verstanden. Und mein naives 14 jähriges Ich hat den Hund dann auch mit dem Besitzer beruhigt ohne dass der Hund mir auch nur ansatzweise etwas wollte. Weil der Hund das ja noch nie gemacht hat und eigentlich ein ganz Lieber ist durfte er dann ja auch noch fünf Jahre weiterleben. Es durften wohl keine Kinder mehr zu ihm, Trainer kam wohl auch...

    Trotzdem habe ich dann nach langer Zeit aus der Zeitung erfahren dass dieses Mal die Enkelin des Besitzers vom dem Hund in den Kopf gebissen wurde und noch schwerer verletzt war als der Junge beim ersten Vorfall.

    Was ich eigentlich sagen will: Ich denke, naja eigentlich wissen wir es sogar weil halt alles dafür spricht, dass auch die Besitzer von Chico wussten dass der Hund mit fremden Menschen oder auch jeglichem Besuch ein Problem hat. Und mit anderen Hunden usw.
    Deshalb haben sie gemanagt.
    Vielleicht hat er auch das ein oder andere Mal die Zähne gefletscht als ihn der Sohn oder die Mutter ihn vom Sofa komplimentiert haben oder sich gestritten haben oder sonst was. Vielleicht haben sie ihn dann, wenn er "schlecht drauf" war, auch in den Kennel gepackt wenn sie mit ihn alleine waren.
    Aber es muss Momente geben haben die es ihnen Wert war diesen Hund weiter zu behalten. Und ich denke das war nicht nur Angst vor dem Exmann oder Pflichtgefühl. Und es muss zumindest einen Moment gegeben haben, da haben sie ihn nicht kontrollieren und einschätzen können und das hat sie das Leben gekostete.

    Der Hund hat in jeden Menschen mehrmals hineingebissen. Das war kein Abwehrschnappen oder sonst was.

    So, und jetzt kommt das eigentliche Problem:

    - Kein Wissen um den Auslöser
    - Man kann nicht einfach Katzen oder Kinder von ihm vernhalten oder ihn bei Besuch wegsperren.

    Der Hund hat die beiden Menschen getötet die er am allerbesten kannte!

    Der Hundetrainer in dem Video, der mit gefährlichen Hunden arbeitet, hat ja sehr schön beschrieben wie er sich gefühlt hat als er auf einmal diesen bestimmten Blick gesehen hat.

    Fakt ist halt das niemand, nicht einmal ein langjähriger Betreuer sich sicher sein könnten dass der Hund an Tag X wieder "durchdreht. Egal ob es einen Trigger gibt, ob er auf einmal wieder Schmerzen hat. Völlig egal.
    Gerade die Menschen, die jetzt den Hund durch das Gitter füttern, wie die Frau in diesem einen Video, sind dann vielleicht auch genau die Menschen, die nach monatelanger Betreuung eine Bindung zu dem Hund aufbauen würden und dann vielleicht doch mal leichtsinnig werden würden weil er schon 3 Jahre so isoliert lebt und zu ihnen immer "lieb und süß" ist.

    Deshalb hat in solchen Fällen auch das Tierheim nur sehr bedingt ein Mitspracherecht was mit dem Hund geschieh

    Dieser Hund wird niemals bei der Hellhound Foundation unterkommen.
    Die haben gefährliche Hunde, keine Frage, aber die verpassen den Hunden doch auch Maulkorb und dann wird mit dem Tier gearbeitet und darauf trainiert dass der Hund händelbarer wird. Bei diesem Hund wird niemand dafür gerade stehen wollen dass den Frauen nichts passiert. Wobei die sich ja in der einen Folge mit den starken Männern anscheinend auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben was man vom Training gesehen hat.

    Vor allem geht es hier auch nicht nur darum das andere Menschen vor dem Hund beschützt werden müssen. Den Haltern ist kein Fehler unterlaufen und der Hund hat einen Besucher angefallen....

    Kaum ein Tierheim oder Amtvet möchte bei einem Hund, der seine Besitzer umgebracht hat, die Verantwortung übernehmen wenn es zu einem weiteren Vorfall kommt. Egal wie unwahrscheinlich es auch sein mag dass er wieder zubeißt. Aber in dem Moment wo der Pfleger in den Zwinger geht und dem Hund einen Maulkorb ummacht kann etwas passiert. Also wird wohl nie wieder jemand so nahe an den Hund dürften. Höchstens wie bei giftigen Tieren oder so, dass das Tier immer für die Reinigung über Schieber in einem anderen Bereich gesichert ist. Ich mein, sogar bei Löwen etc gibt es Tiere wo Pfleger mit der Hand durch das Gitter fassen und den Löwen berühren dürfen und füttern. Das wird vermutlich untersagt werden weil eben niemand in der Presse als Schuldiger dastehen will sollte es zu einem Zwischenfall kommen. Und ich rede nicht einmal davon wenn der Hund draußen einen Fremden schadet. Also Grundstück abriegeln und Schutz für die Fremdbetreuung wenn man ausfällt reicht nicht.

    Es ging doch aber darum was mit ihm passiert wenn er tatsächlich getötet hat?

    Und wenn man ehrlich ist: Es wurde nichts davon erwähnt dass den Opfern Fleisch fehlt weil der Hund etwas "genascht" hat. Es wurde von Bissverletzungen am ganzen Körper gesprochen. Warum sollte ein Hund mehrfach in eine Leiche beißen?
    Das sind doch wohl dann auch keine Versuche mehr Frauchen und Herrchen aufzuwecken.

    Wie schrecklich. Ne...besser tot als so leben. Zumindest empfinde ich es so. Auch für mich selber. Wenn ich in einer kleinen Einzelzelle sitzen würde und mich nie wieder jemand berührt usw, dann würde ich mir wahrscheinlich auch eher wünschen dass ich einschlafe und nie wieder aufwache.

    Dass zwei Menschen tot sind ist auf jeden Fall tragisch. Rollstuhl und Kleinwuchs macht sie erst Recht zu tragischen Opfern. Selbst wenn die Haltung nicht gut war und es ohne diese Defizite evtl. nicht so weit gekommen wäre.
    Ich denke auch nicht dass der Hund jemals wieder eine halbwegs zumutbare Lebensqualität haben kann wenn er getötet hat. Egal wie er sich ab jetzt verhält, es muss immer davon ausgegangen werden dass ihm evtl. von jetzt auf gleich die Sicherungen durchgehen können. Selbst wenn es nicht so ist und der Vorfall durch das Verhalten der Menschen verursacht worden ist und der Hund rational und nachvollziehbar gehandelt hat. Völlig egal. Es war niemand dabei, es wird nie jemand genau wissen und das genügt leider.
    Selbst wenn der Hund an Mauli usw gewöhnt wird, nie von der Leine darf wäre er eine Gefahr für die Menschen die ihm eben dieses aufsetzen müssen. Kaum ein Tierheim möchte ihre Mitarbeiter so gefährden und erst Recht nicht sieben Jahren später dann in den Schlagzeilen sein von wegen warum wurde er damals nicht....hat wieder zugebissen...sein geliebter Pflege schwer verletzt...unverantwortlich...Fehleinschätzung.....

    Ein Tumor wäre für alle am einfachsten. Der Hund wird auch Aufgrund von gesundheitlichen Umständen erlöst, die Erklärung für die vielen Bisse/ den Beißrausch auch einleuchtend.

    Hannover: Terrier tötet Mutter und Sohn - Muss Chico eingeschläfert werden? -
    Hannover -
    Bild.de
    Hier gibt es auch Bilder von dem Hund. Und er wird als total durch den Wind und ruhig beschrieben.

    Ich mag Listis total gerne und empfinde sie nicht gefährlicher als Schäferhund und co. Trotzdem sollte man halt um rassespezifische Eigenheiten wissen.

    Es ist nun einmal so dass die Hunde wenn sie zupacken eher dazu neigen nicht mehr los zu lassen als andere Rassen. Daher kommt ja der Mythos mit dem Kiefer der einrasten und nicht mehr auf geht.

    Die Unerschrockenheit hat oft viele Vorteile. Ich finde es toll wenn der Hund nicht ein bisschen Angst vor dem großen bösen Gefährt der Müllabfuhr hat, sondern freudig schwanzwedelt darauf hofft dass einer der Mitarbeiter, die hinten drauf stehen, nicht nur an ihm vorbei gehen wenn sie die Tonnen holen.
    Das ganze ändert sich schlagartig wenn es zu einem Missverständnis kommen sollte und der Hund denkt er wird angegriffen oder er muss seine Menschen verteidigen. Da gibt es natürlich auch Exemplare die charakterlich nicht so drauf sind aber im großen und ganzen gehen die Streit nun einmal seltener aus dem Weg wenn ihnen einer dumm kommt.
    Ich selber habe ja auch mal fast einen Herzinfarkt bekommen als ich mit dem Vater eines 3 jährigen Kindes auf der Terrasse sass. Amstaff lag bei uns und war am dösen. Wurde extra aufgefordert sich abseits der Terrassentür zu legen damit keiner stolpert. Naja, am Ende wollte Kind Papa "Gute Nacht" sagen, rennt los und, allem ermahnen zum Trotz, stolpert er über die Türschwelle und fliegt im hohen Bogen direkt auf den Hund. Aber so richtig. Das Hund hat vor Schmerz und Schreck aufgejault. Erste Reaktion war auch ganz klar nicht aufspringen und wegrennen sondern der Kopf ging rum und mit gebleckten Zähnen den Angreifer so richtig zur Sau zu machen. Zum Glück hat der Junge in der Sekunde angefangen zu heulen und der Hund hat ihm dann doch nur durchs Gesicht geleckt als er verstanden hat wer es ist und dass es kein Angriff sein kann. Sie sind echt sehr geduldig mit Kindern und ich empfinde sie dann auch sehr behutsam. Obwohl sie ja sonst sehr körperbetont sind.

    Der Vater meinte nach dem Vorfall auch dass der andere große Hund eher mal den Jungen umrennt oder es halt auch nicht mag wenn der Junge unbeholfen streichelt. Dafür wäre er aber in der Situation aufgesprungen und hätte erst mal versucht Distanz zum Angreifer zu bekommen statt mit einer Drehbewegung gleich in den Kampf zu gehen.

    Und ich persönlich empfinde es auch so dass von den Medien mit zweierlei Maß gemessene wird. Ein großer Mischling, Kettenhaltung usw, hat hier zwei Kinder sehr schwer verletzt. Einmal mit Biss in den Arm als das Kind im ein Brötchen geben wollte, es runter viel und der Junge es wieder aufheben wollte um es dem Hund zu geben. Klar, Hund verteidigt sein Futter, aber er hat dann, als das Kind flüchten will nochmal in beide Beine nachgesetzt.
    Beim zweiten Vorfall ist ein Kind von diesem Hund in den Kopf und ins Gesicht gebissen worden. Danach wurde der Hund eingeschläfert. Beim ersten Vorfall haben die Medien gar nichts gebracht, beim zweiten nur ein paar Zeilen. Da wurde dann auch nur geschrieben dass es bereits einen Beißvorfall gab und der Hund nun auf Wunsch der Besitzer eingeschläfert wird. Kleiner zwei Spalten Artikel. Hätte aber der Amstaff sich in den Jungen verbissen, dann wäre dervTeufel losgewesen. Obwohl es nur ein tragisches Unglück gewesen wäre und der Hund ganz bestimmt keinen schlechten Charakter oder eine schlechte Erziehung oder sonst was hatte und es nicht verdient hätte eingeschläfert zu werden.

    Manchmal finde ich ihr Verhalten auch sehr direkt. Aber ganz ehrlich: Ich finde es auch großen Mist eine Katze nachts ins Bad zu sperren. Ist eben nichts anderes als wenn der nette Hund total unterfordert ist und nachts anfängt die Couch zu zerlegen und dann kommt er halt einfach raus in den Zwinger oder wird auch in einen Raum weggesperrt. Sich mal um die Allergie gekümmert wurde auch nicht. Angeblich oft beim TA gewesen und trotzdem nichts handfestes. Einmal aber für das Fernsehen vernünftig untersucht und schon hat man die Ursache. Blutuntersuchung aber auch eine anständige Ausschlussdiät sind doch kein Hexenwerk.
    Also da kann ich schon verstehen wenn man da ein bisschen blöd wird weil man merkt die tun so als hätten die schon viel getan und man glaubt das nicht.

    Klar, ich verstehe was du meinst. Für mich ist schönfuttern ja auch kein Clickertraining. Ich denke schon das Birga eigentlich weiß wie das richtig geht. Ihr scheint aber in erster Linie daran zu liegen dass sie zeigen möchte wie man Katzen motivieren und beschäftigen kann. Wenn sie dann im TV von clickern spricht kaufen halt viele Leute auch für ihre Katze so ein Ding, lesen sich vielleicht grob ein wie es geht und probieren dann rum was zu ihnen und ihrem Tier passt. Ob man dann am Ende doch dazu über geht die Katze lieber mit einem versteckten Leckerchen in der Hand über ein Hindernis zu locken weil das Clickern halt nicht so lief. Egal. Hauptsache die Leute bekommen in den Schädel dass man mehr mit einer Katze machen kann also nur Jagdspiele. Ich kenne wenige, gerade Wohnungskatzen, die es nicht toll finden wenn sich die Dosenöffner mit ihnen beschäftigen. Hauptsache beide verstehen einander und haben Spaß daran und Katz ist nicht gefrustet weil sie nur Bahnhof versteht und Dosi lässt es dann halt wieder sein.