Für mich sind bei der Züchterwahl einige Dinge wichtig- andere wiederrum stelle ich (im gegensatz zu anderen) sehr weit hinten an.
Wichtig sind mir:
- Abstammung und Verpaarung (Linien, Verwandschaft, Zuchtziel)
- Wesen der Mutterhündin (da hab ich schon Dinge erlebt, die gehen auf keine Kuhhaut)
- Wesen der ANDEREN Hunde im Haushalt (auch da erwarte ich im Standard stehende Hunde die klar in der Birne sind! immerhin prägen die die welpen mit)
- Sauberkeit (im Sinne von "kein pures Chaos"- dass man mit Welpen im Haus nicht vom Boden essen kann ist mir klar)
- Erziehung der vorhandenen Hunde (keine "unerzogenen Terroristen")
Ich unterscheide auch zwischen "Zucht für eigenbedarf" und "Zucht zum Rasseerhalt". Gerade bei zweiterem finde ich es absolut nicht verwerflich wenn mal ein älterer Hund auszieht (vorausgesetzt er kommt an einen ebenso guten Platz wie die Welpen). Wenn man eine Rasse erhalten will kann man das meiner Meinung nach nicht mit einem Wurf alle 3 Jahre, da muss schon etwas mehr getan werden. Verwerflicher finde ich es wenn sich die Hunde dann stapeln.
Womit ich beim nächsten Punkt bin: die anzahl der Hunde. Ich habe eine Züchterin kennengelernt, die hatte 14 Hunde. Alle top erzogen, in meinen Augen auch gut ausgelastet und gepflegt. Dagegen habe ich eine kennengelernt, die hatte nur 4- absolut unerzogene, ungepflegte Hunde mit Hang zur Bissigkeit. Ratet mal wo ich eher nen Welpen genommen hätte?
Deshalb mache ich auch keine Maximalanzahl an Hunden fest.
Ich brauche keine Champions in der Ahnentafel, ich will gesunde, wesensfeste Hunde. Ob die nun keinen oder 20 Titel haben ist mir Latte.
Ich erwarte dass der Züchter Interesse an mir zeigt, immerhin will ich einen seiner Hunde. Aber Interesse ist nicht gleichzusetzen mit einem CIA- Verhör. Ich bin nicht bereit Fotos meiner Lebensumstände zu zeigen, ein Bericht muss reichen. Wenn man mir nicht glaubt war es sowieso der falsche Züchter.
Der Züchter soll nicht mein bester Freund werden, aber man sollte sich schon grün sein. Immerhin ist der Züchter im besten Fall die erste Anlaufstelle bei Fragen und Problemen.
Und eines erwarte ich noch: eine EHRLICHE beschreibung der Rasse. Wenn sie mir in rosarot und wattewölkig beschrieben wird, quasi die Eierlegende Wollmilchsau der Hunde, dann bin ich skeptisch. Entweder ist der Züchter komplett verklärt was die Rasse angeht (dann hat man bei Problemen nicht viel Hilfe zu erwarten) oder sie lügen knallhart (auch dann wird man eher wenig Hilfe bekommen)