Beiträge von Lendril

    Die Intention ist doch gar nicht das Verhalten der Mutter in diesem einen speziellen Fall zu bewerten, das macht absolut keinen Sinn und Verändert nichts.


    Aber für die Zukunft kann die Frau eventuell mit etwas mehr Wissen als "Hund, bellt, hat Zähne und nen Schwanz" viele unerwartet auftretende Situationen deutlich besser meistern. Für das was passiert ist bringt jedes Wissen nichts mehr, Zeit zurückdrehen geht ja nicht.

    Und auch wenn man davon ausgeht dass der anstürmende Hund jetzt keine 30kg pure Liebe und Sonnenschein sind sollte man wissen dass man nicht anfängt zu schreien, mit Dingen nach dem Hund wirft, im Kreis (oder weg) rennt und den Hund nicht versucht in Grund und Boden zu starren.
    Schlicht schon aus dem Grund heraus weil eine Situation durchaus kippen kann (ich kenne nicht wenige Hunde die per se erst mal Liebe und Sonnenschein sind- aber wenn man dann anfängt zu brüllen und mit Dingen nach ihnen wirft komplett überfordert sind und weniger nett reagieren könnten).

    Das sind so Dinge wie "man grabbelt einem Pferd nicht einfach an den Po" und "man latscht nicht auf Kuhweiden herum". Dinge, die einem auch ohne sich nennenswert mit dieser Tierart zu beschäftigen das Leben deutlich angenehmer (und sicherer!) machen.

    Ebenso wie ich jemandem der Respekt vor Pferden hat rate nicht mal eben draufzuklopfen. KÖNNTE (je nach Pferd) in die Hose gehen....

    meine bedienen ja so manches Klischee:

    2 Chihuahuas- dazu sag ich mal nix. wenn ich für jeden "kleiner Hund"-Spruch nur 10 cent bekommen würde wär meine Miete gesichert.

    Dackelmix- hauptinhalt der blöden sprüche ist definitiv die Rückenlänge

    Sheltie- der nächste der mir Tierquälerei vorwirft weil der Hund nicht geschoren ist wird mit der Leine vermöbelt :muede:


    Für mich macht es ebenfalls nen Unterschied ob man nett fragt und die Antworten auch so annimmt, man fragt und es sowieso besser weiß oder direkt nur ne Feststellung kommt. Einzig bei ersterem gibts ne nette Antwort, bei anderem wahlweise Ignoranz oder nen blöden Spruch.

    So Dinge wie dass Abbey und Darcey verwandt sind, ich sag nein und werde gefragt ob ich da sicher bin. Ähm..? Sheltie in dunkelzobel (hellbraun-weiß mit dunkelbraunem Anteil in der Decke und dem Gesicht) und ein red sable Chihuahua? Die einzige Verwandschaft zwischen denen ist die Tatsache dass es Hunde sind. Wobei ich mir da bei Abbey nicht mal ganz sicher bin. :hust:

    Gut war auch "beiger Dackelmix + beiger KH-Chihuahua" sind die Eltern des Shelties. mal abgesehen davon dass das Felltie schon damals die beiden im Stockmaß deutlich überholt hatte- wo soll aus Rauhaar (trimmhaar) und kurzhaar ein Sheltie entstehen? :???: Abbey war dann die kleine Schwester

    Hier die "Familie":

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    Das stimmt, allerdings war die TE bei der Situation gar nicht dabei, d.h. wie will ich jemandem richtiges Verhalten beibringen, wenn ich die Ausgangssituation gar nicht kenne?
    Es ist ein Unterschied, ob ein Hund "nur" stellt oder ganz klar beim nächsten Zucken tackert...Ich finde es sehr mutig, als Laie, der den Hergang nicht kennt und auch das Verhalten des Hundes nicht miterlebt hat, jemanden mit einer Phobie therapieren zu wollen.


    Es geht nicht um Therapie..

    aber grundlegendes "greift der gleich an oder kommt der nur voll hündischer Liebe angebraust" erkennen hilft einem Phobiker sicherlich. Ebenso das wissen dass Hunde, nur weil sie sich schnell nähern, einem nicht gleich ans Leder wollen. Und das ein Hund, der wedelt, nicht unbedingt wohlgesonnen sein muss.

    Ebenso das Wissen dass man nichts nach Hunden wirft, sie nicht anbrüllt und nicht wegläuft. Ersteres und zweiteres empfehle ich NIEMALS Leuten die so was nicht auch wirklich ernst meinen.

    Deeskalation ist, wenn man sich nicht sicher ist was man tut, immer die bessere Lösung. Deeskalation für einen Hund ist aber so absolut wider der menschlichen Natur dass man solch ein Verhalten ohne das Wissen darum eher wenig einfach so zeigt. Abwenden, nicht hinsehen,.. Welcher Mensch hört auf etwas anzustarren was ihm Angst macht?


    Und es ist egal ob ein Hund "nur" stellt oder beißen würde wenn man zuckt. wenn man dem Hund zeigt "habe verstanden, ich tu nix" gibt es wirklich nur SEHR wenige Hunde die noch draufhauen. Da kann man aber niemanden darauf vorbereiten, ich denke da wäre auch so mancher Hundehalter überfordert und würde unpassend reagieren. Einfach weil ein solch massives Beschädigungsverhalten nicht unbedingt ins natürliche/erwartete Verhaltensrepertoire fällt.

    Sagt doch auch keiner.
    Nur dass es hilfreich sein könnte, ihr ein wenig Hundesprache zu vermitteln, damit sie in ähnlicher Situation (sie steht alleine mit einem fremden Hund, der sie stellt irgendwo, wie so oft im RL kein Mensch weit und breit.) für sich selber stressfreier reagieren kann.

    Es wird oft gesagt dass die Angst vor etwas aus der Hilflosigkeit/Machtlosigkeit in dieser Situation herrührt....

    Das bedeutet zumindest für MICH im Umkehrschluss dass ein Hundephobiker eine Situation, die er aufgrund seines neu erworbenen Wissens besser einordnen kann, als deutlich weniger beängstigend empfinden könnte.

    Zumindest habe ich von Menschen mit Hundeangst (wie übrigens auch Angst vor Pferden) oft gehört dass sie keine Angst per se vor dem Lebewesen Hund/Pferd Angst haben. Sondern vor einer für sie nicht nachvollziehbaren, eventuell gefährlichen Reaktion.

    naja, das Problem ist:

    woher soll man wissen wie man sich richtig verhält wenn es einem niemand sagt? Einem Hundeunerfahrenen Menschen (bzw einem mit Hundeangst) deeskalierendes Verhalten näher bringen hat ja nichts mit "du bist schuld weil...!" zu tun.

    Auch ein Mensch mit Hundeangst wird sich wohler fühlen zu wissen wie es richtig geht. Weil die situation eben nicht mehr zur absoluten Machtlosigkeit führt.


    Aber auch mit Angst vor Hunden sollte man wenigstens im Groben wissen was man tunlichst lassen sollte. Das heißt jetzt nicht dass die Reaktion der Mutter falsch war- sie wusste es ja nicht besser. Aber für die Zukunft kann sie besser reagieren. ganz einfach :ka:

    Ich habe Gartenschlauch bzw Wasser im allgemeinen als höchst effektiv erlebt. Ein paar unfreiwillige Duschen und man hat Ruhe (sogar vor verliebten, rolligen Katzendamen im Garten).

    Aber auch dann würdest du dich ja mitdrehen wenn der Hund anfängt zu kreisen, auch wenn du dich körperlich abwendest? Und das Drehen wurde hier ja kritisiert, weil es den Hund angestachelt hat.Meine Vorstellungskraft scheitert immer noch daran, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass ein Hund alles tut um über den Zaun zu gelangen, zu den Leuten läuft und mit Abstand davor stehen bleibt, nur um zu gucken was die da machen.

    Ich sehe nicht das drehen kritisch...

    sondern die Hektik und das Geschrei. das drehen an sich wäre unproblematisch (konkurrenten umkreisen sich auch und lassen den Gegner nicht in den Rücken) wenn es RUHIG passiert und man dabei (überspitzt gesagt) nicht ein kreischendes Kind um sich herum kreiselt.

    In dem Fall: ich hätte der Mutter geraten sich RUHIG (möglichst ohne Hektisches Herumgehampel soweit möglich) zwischen den Hund und das Kind zu bringen. Also Kind im Rücken, Hund vor den Augen. Dazu leicht abwenden wenn der Hund auf Distanz bleibt (deeskalieren) und nicht anstarren. Das Kind soll sich am besten komplett mit der Seite zum Hund drehen (auch wenn das leichter gesagt als getan ist, ich weiß)

    Wenn ein Hund mich erst mal nur STELLT versuche ich zu deeskalieren. Also blick abwenden, oberkörper abwenden, keine hektischen Bewegungen oder gar herumschreien. Viele Hunde wollen ja tatsächlich nur Stellen, wenn sie merken man tut nichts bleiben sie auf Distanz.

    Das aber nur solange der Hund außerhalb der Reichweite meiner Füße bzw der Hundeleine ist. Wenn er auf Angriff geht wehre ich mich mit allem was ich habe. Schlüsselbund (hängt an einem langen Band), Leine, Füße,..


    Hund verscheuchen indem man sich groß macht, aufstampft und laut wird wirkt nur wenn man es ernst meint. Wenn man innerlich eigentlich schlottert und kurz vor dem Heulkrampf steht bringt das wenig bis gar nichts.

    Ich finde die Idee mit einem Gespräch wie man in Zukunft mit Hunden umgehen KANN sehr wohl sinnvoll und gut.

    Auch wenn man absolut panisch ist kann man erlerntes nämlich abrufen. Oder sogar nur mal irgendwann gehörtes. Das menschliche Gehirn kann da wunder vollbringen. Wenn man aber noch nie davon gehört hat was man machen KÖNNTE.. wie soll man da die möglichkeit haben richtig zu ragieren?

    Ansonsten finde ich die Reaktion der TS absolut vorbildlich- ich wünschte andere würden ebenso reagieren.