Beiträge von Lendril

    Ich habe auch immer wieder Diskussionen mit meinem Freund- er selber findet Abschuss scheiße, hat aber keine rechte Idee wie man es nun besser machen kann..


    Fakt ist- wir leben nicht mehr im 16. Jahrhundert wo man sich wirklich vorm bösen Wolf fürchten musste (und an jeder Herde ein Schäfer nebst Hunden stand). Wölfe sind schlau, die finden schon eine passende Nische. WENN man ihnen eine schafft. Wenn man sie weiter so gewähren lässt werden sie niemals einen Platz finden und es wird über kurz oder lang wieder zum Totalabschuss führen.

    Ich finde es ja erschreckend dass ein Wolfsriss als "natur" abgetan wird. Nutztiere, eingepfercht und nicht imstande zu fliehen, gegen einen Räuber im Gehege. Jau, totale Natur. Rehe und Kaninchen haben ja wenigstens ne reelle Chance zu entkommen, beim Nutzvieh ist irgendwann der Zaun da (der eigentlich die Wölfe draußen halten sollte :hust: ). Ich finde das fürchterlich und jeder der so was duldet und sich dann "Tierschutz" auf die Kappe schreibt gehört mit nem Zaunpfahl verprügelt.

    Hat beides nicht geklappt und sie rufen trotzdem an :verzweifelt:

    dann sag denen ein mal ruhig und nett Bescheid.

    Externe Callcenter bekommen die Daten vom Anbieter, das heißt aber nicht dass sie alles (oder qualitativ hochwertig) bekommen. Die sperren die Nummer dann zusätzlich in ihrem eigenen system.
    Die machen das nicht mit Absicht...

    Diese Daten werden für viel Geld gekauft und müssen wieder zu Geld gemacht werden- klar geben die Anrufer nicht so schnell auf. Da stehen schon die teamleiter dahinter wie die Teufel. Da wird kein Kontakt "verschwendet".. sonst gibt's eins auf die nuss...

    Es sind Werbeanrufe, die sind verboten und sie halten sich nicht daran.

    stimmt so nicht ganz...

    Bei Vertragsabschluss stimmst du automatisch zu dass du kontaktiert werden darfst. Du kannst diese Erlaubnis jederzeit widerrufen, aber bis dahin dürfen dich die Anbieter jederzeit zu normalen Uhrzeiten anrufen..

    Entweder mündlich oder noch besser schriftlich widersprechen und gut ist.

    Übrigens werden auch Vertragsverlängerungen am Telefon gemacht. Weil es einfacher und schneller geht als jedem Kunden 5x ein Angebot zu schicken an dem er doch wieder was auszusetzen hat. Den Arbeitsaufwand will dann nämlich auch keiner bezahlen.

    Naja, hängt schon davon ab wer es macht und wie.

    Hatte auch einen Bekannten, der hat so was gemacht um Aufmerksamkeit zu bekommen. Anrufe nächtens um 3 mit "ich steh auf der Brücke und springe gleich" waren eher die Regel als die Ausnahme. Dem hab ich auch mal stinkewütend und schlaftrunken ein "joa, viel Spaß noch" gewünscht und aufgelegt. war dann auch der letzte Anruf bei mir weil ich eben nicht panisch aufgesprungen und gerannt bin. Der werte Herr erfreut sich immer noch bester Gesundheit.. und das ist inzwischen sicher an die 10 Jahre her.

    Wobei das abschätzen ist schwer und im zweifelsfall deeskalieren und nicht noch draufhauen.

    ich habe ja einen recht guten Vergleich- Chihuahua, chihuahua-mix, sheltie und dackel-mix.

    Und ganz ehrlich? Der einzige Hund den ich als tatsächlich "in sich ruhend" beschreiben würde wäre der sheltie. Die Chihuahua haben, obwohl nie schlechte Erfahrungen gemacht, beide ne lunte von quasi nicht vorhanden. Beide mit absoluter Tendenz vorwärts.
    Wobei poco nur laut wird, Abbey würde zubeißen.

    Cici war ein Ekel und ist auch mit knapp 17 Jahren eins. Null Geduld mit der Umwelt (wobei sie es kann wenn es IHR wichtig ist... nur gewichtet sie ihre Prioritäten grundlegend anders als wir Menschen). Und Tendenz nach vorn ist bei diesem Hund untertrieben...

    Darcey hat auch einen an-knopf. Den muss man nicht suchen.. aber sie ist beherrscht, konzentriert und (auch wenn's gedauert hat) lässt sich nicht von jedem fliegenden Blatt ablenken. So sollte auch ein sporthund sein..


    Nur seien wir mal ehrlich- auf einen tollen Hund (nun unabhängig der rasse) kommen 3-4 Katastrophen. Überdreht, gestresst, null fokussiert,.. Reizschwämme die nicht damit umgehen können.

    Das gilt bei Gott nicht für alle Hunde! Aber die Tendenz ist da, und das macht mir für die Zukunft sorgen

    @Laviollina : ich finde schon. die meisten Begleithunde bringen meiner Meinung absolut nicht die Eigenschaften mit die so ein "Familien-Mitlaufhund" mitbringen sollte. Kurze Lunte, wenig Geduld, schlechter Umgang mit Reizen und Tendenz nach vorne. Stört bei 2,3,4kg Hund schlicht nicht. Aber man stelle sich so nen Golden vor mit dem Geduldsfaden eines Chihuahuas und der Tendenz nach vorn zu gehen... :flucht:

    Das macht die Begleithunde bei Gott nicht schlechter! Aber sie erfüllen damit meiner Meinung nach nicht das, was man von einem Begleithund zu erwarten hat. Da gibts deutlich besser geeignete Rassen (Leonberger, Mollosser, Retriever aus guter Zucht,..)


    Krass, findest echt?!
    Ich kenne ja jede Menge schreckliche Shelties (bei den "Normalos", und auch den ein oder anderen Sportler) .... aber mir fällt jetzt adhoc keiner von den "guten Sporthunden" ein, der nicht alltagstauglich wäre. Was meinst du denn genau mit alltagstauglich? Sicheres Wesen?

    Zum Rest .... definitiv!
    Auf der 1. Körung meiner Hündin wurde mir ja gesagt "Wesen etc. pp. sei alles egal, das einzige was zähle sei der STANDARD" ... ich hätte gern mein Gesicht gesehen xD

    Genau, sicheres Wesen vor allem. ich würde mal sagen 80% der Shelties die ich kennengelernt habe und die mehr als "spaßeshalber ab und zu über ne Hürde hoppeln" machen sind entweder huschig oder direkt aggressiv. Wobei die Huschigkeit sich durchaus auch in Zwicken äußert.

    So richtig 100% tiefenentspannt habe ich bisher nur wenige Shelties erlebt. Aufmerksam ja- aber eben nicht "oh mein gott da war was! AAAALAAAAARM!!"-aufgespult.
    Ich finde der Sheltie entwickelt sich per se leider in die selbe Richtung wie BCs und Aussies- sehr aufmerksame, reaktive Hunde die nicht wissen wie sie mit ihren Sinnen umzugehen haben und vor lauter "da ist was" irgendwann schlicht hohl drehen.

    Ausnahmen gibt es immer- das betrifft sicherlich nicht alle Shelties (und vor allem weniger im Show-bereich), aber gerade auf Hundeplätzen und Turnieren sind mir mehr Bellties und Zwickies aufgefallen.

    Die Hunde sind für den Sport sicher super genial (gerade dieses aufmerksame reagieren auf winzigste Dinge)- aber mal ehrlich... im Alltag will ich keinen solchen Hund. Zumindest nicht wenn da nicht auch ein "Aus-Knopf" mitinstalliert ist-

    Wobei man auch mal sagen muss- so ein bisschen gezicke gehört auch einfach dazu...

    Abbey und Darcey sind wie Schwestern, mal lieben sie sich, mal wünschen sie sich die Pest an den Hals. Gerade wenn es um Kauzeug geht werden sie auch gern mal zickig, wobei sie sich da auch schön gegenseitig ärgern (so mit Kauzeug vor der Nase herumlaufen, liegenlassen und dann hinstürzen wenn die andere es will,...)

    Solang sie sich da nur anzicken lass ich sie machen. Schon allein weil ich glaube dass so was durchaus auch raus muss. Wenn man das dauerhaft deckelt und nicht erlaubt dass sich die Hunde auch mal ihren Unmut kundtun brodelt es irgendwann über.

    Einzig unfaires Verhalten (vor allem seitens Darcey, die weiß schon dass sie mehr als das Doppelte von Abbey wiegt) ermahne ich sofort. Draufsetzen, rüberlatschen und ähnliches stehen hier unter Strafe.

    @Lendril
    Ich verstehe genau was du meinst.

    Freunde von mir (mit zwei Kindern) überlegen ob mittel- oder langfristig ein Hund einziehen soll.
    Einfach als Familienhund - aber das ist ein Riesenjob. Und die Rassen, die dafür in Frage kommen sind mMn gar nicht so viele. Ich habe immer Tierschutzhunde und immer Glück :) Jeder einzelne würde den "Job" da super machen.

    Aber bei Rassen? Bin ich mir echt unsicher - eben weil viele Begleithunderassen oft eher wenig gechilltes Verhalten zeigen.

    Rassen fallen mir viele ein- aber keine aus der Begleithundegruppe.. zumindest keine die ich uneingeschränkt empfehlen würde.

    Wobei "einfach nur dabei sein" ist für 99% aller Hunde eben doch schlicht zu wenig, das muss man auch einfach mal sagen. Es ist aber ein Unterschied ob man einen Hund da hat der von den Rasseeigenschaften her einfach nicht passt (weil zu reaktiv, zu wenig geduldig, weil Schutztrieb oder sonst was) oder man einen Hund hat der zwar von den Rasseeeigenschaften her durchaus passen würde- er aber nicht klar in der Birne ist. Ersteres führt zu berechenbarem Verhalten, zweiteres ist ne tickende Zeitbombe


    Und dafür gebe ich den meisten hier im Thread recht- fast 2000€ für einen Hund bei dem man nicht sicher sein kann dass der nicht irgendwann "austillt" ist einfach zu viel Geld.

    Ich denke aber auch die Motivation die hinter der Anschaffung steht macht einiges aus. Will ich "einfach nen Hund" und beschäftige mich nicht näher mit der Sache kauf ich um 300€ einen bei den Kleinanzeigen oder vom Bauern nebenan. Will ich "es richtig machen" geh ich zum FCI-Züchter und schlucke erst mal- weil entweder zahle ich oder ein anderer tut es. Und Sportler.. die haben so extrem konkrete Vorstellungen (ebenso wie Diensthundeführer und ähnliche)- die suchen sich ihre Verpaarungen schon von Haus aus nach anderen Gesichtspunken aus. Die sagen dann aber auch eher mal "nö, zu teuer" als Familie Meyer die sich "unsterblich" in einen Welpen verliebt.

    Ich bin ja selber ein Riesenfreund von Begleithunderassen- sie sind so herrlich unkompliziert, packen "triebe" nicht in dem Ausmaß aus wie Arbeitsrassen,..

    Aber mal ehrlich- wenn so ein durchtickender Malteser keine 4 sondern 40kg hätte wärs trotz der Plüschigkeit getan mit dem "niedlich".. Ebenso beim Chihuahua- ein großer Anteil an Chis sind schlicht nicht sauber im Kopf, und das meiner Meinung nach nicht nur aufgrund von schlechten/fehlenden Erfahrungen. (wobei, gebissen wurde ich bisher nur von Yorkies... :hust: )

    Klar sind auch bei prüfungslastigen Rassen wie DSH, Mali und co Hunde dabei sie man nicht mal geschenkt nehmen würde und die nur in Erfahrene Hände gehören. Aber meiner Meinung nach ist der Anteil an wirklich "durchgeknallten" Exemplaren geringer- und die Leute wissen eher einzuschätzen was "fähig" bedeuten MUSS damit es nicht zu einem Supergau kommt.

    So ne kleine "Kampfratte" (ich darf das, hab selber 2! :D ) macht man halt an die 2m leine und der aktionsradius des Hundes beschränkt sich schon aufgrund der Differenz "Halsband-Hand" auf quasi null. Mal abgesehen vom kleineren Gebiss (was aber auch nicht weniger wehtut.. mal so nebenbei). Ein austickender Schäfer, Husky, Deutsch Drahthaar oder ähnliches an 2m-Leine hat schon ne andere Qualität


    was für mich aber essenzieller ist- solche Hunde, die schlicht ne Meise haben, haben eine verringerte Lebensqualität. So ein Dauerstress weil man nicht mal mit dem kleinsten Reiz umgehen kann ohne wie ne Rakete abzugehen... das muss für den Hund die Hölle sein.


    Und solche Prüfungen sind keine schlichte Theorie. Ein Hund der auf dem Platz keine Unterordnung hinbekommt weil er vor lauter Reizen nicht weiß wohin wird in der Stadt genauso wenig zuverlässig hören. Ein Hund der auf der Ausstellung abschnappt sobald sich ein Artgenosse auf 10m nähert tut dies auch im Tierarzt-Warteraum, im Foyer der Bank oder im Fressnapf.
    Die Prüfungs-situationen sind nur einheitlicher und vor allem- kontrolliert. Aber klar, Hund auf den Vorplatz des Hauptbahnhofes Berlin mitnehmen und schauen was passiert ist auch ein weg :hust: Nur ein gefährlicher