Beiträge von Einstein51

    @Einstein Ich glaube dass man bei den Berichten nicht immer jedes Wort auf die Goldwaage legen sollte. Ich war noch nie bei U.P., fand aber die wenigen Dinge die man findet (insbesondere die Videos) schon toll... wobei ich sagen muss, dass ich es bei jedem Hund, der beim Rennen plötzlich ins Sitz oder Platz fällt sehr beeindruckend finde. Dafür gibt es ja aber unterschiedliche Methoden...
    Das aber nur nebeneide. ..

    Ich könnte mir vorstellen, dass mit dem "der Hund entscheidet sich dann freiwilig" damit gemeint ist, dass sich der Hund nach dem Training freiwillig entscheidet die Nähe des HH zu suchen.

    Ich sag mal so: Wenn du ein Markerwort aufbaust, dann weiß der Hund, dass nach dem Wort ein Leckerli kommt. Würdest du jetzt eine zeitlang das Markerwort nennen, aber es folgt kein Leckerli, dann wird das Markerwort irgendwann für den Hund keine Bedeutung mehr haben. Er reagiert dann nicht mehr darauf, da es seine Bedeutung für ihn verloren hat.

    Wenn du jetzt dem Hund durch ein Training "gezeigt" hast, dass es ihm letztlich am besten geht, wenn er in deiner Nähe bleibt und du gehst dann her und sagst: Training beendet, jetzt schauen wir einfach mal was passiert, dann hat der Hund letztlich über einen Zeitraum X schon die Möglichkeit ggf. wieder in sein "altes" Muster zu verfallen. Entscheidet er sich jedoch dennoch in Deiner Nähe zu bleiben, so könnte man das nun so interpretiert, dass der Hund es eben freiwilig tut.

    So jedenfalls verstehe ich diese Äußerungen........

    Ich beziehe mich jetzt auf Sachen die Michael13 geschrieben hat.
    In seinen Ausführungen zu Folge ist Jagdtrieb ein Ausbruch der Kontrolle. Soweit so gut, aber dann ist der erste Schritt den Hund völlig unter Kontrolle zu halten. Das ist einfach ein Wiederspruch der offenbar schöngeredet wird.

    Und nein, der Hund bleibt in dem Sinn nicht freiwillig beim Hundehalter sondern vermeidet von ihm wegzugehen. Das bedeutet aber nicht, dass er es toll findet beim Hundehalter zu sein.
    Nehmen wir ein Experiment zur Bestrafung:
    Ein Käfig mit zwei abgetrennten Bereichen. Einer steht unter Hochstrom und der andere nicht. Der Hund begibt sich also in den anderen Bereich, er bekommt einen Schock. Das macht er ein paar mal. Jetzt bleibt er nur mehr im Bereich wo er keinen Schock bekommt. Bleibt der Hund also freiwillig in dem Bereich? Ja, weil er den Schock vermeiden will. Er bleibt aber nicht dort, weil es für ihn so toll ist. Und das wird eben falsch dargestellt.

    Natürlich ist das eine Art dem Hund das beizubringen, aber dann sollte man schon sagen was es ist, nämlich Vermeidungslernen.

    Ich finde nicht dass es eine Frage des Verstehens ist, sondern eine Frage: Bin ich bereit mich auf Neues einzulassen und finde ich mich in den Grundzügen bei dieser Methode wieder?
    Nur wenn man das für sich mit JA beantwortet, kann man sich auf so etwas einlassen.

    Für mich passt da einfach die Philosophie und die Methoden nicht zueinander. Wenn man eine Methode wählt, dann sollte man wenigstens irgendeine Ahnung haben warum etwas funktioniert.

    Der Hund soll sich ja freiwillig entscheiden bei dem Besitzer zu bleiben (so habe ich es verstanden). Das hört sich toll an und ich denke viele würden das sehr begrüßen. Wie kann es aber sein, dass am Anfang des Trainings dem Hund nur eine Möglichkeit zum Handeln gegeben wird, er muss bei Fuß gehen. Da kann der Hund ja nichts frei entscheiden.

    Für mich ist der wichtige Punkt, dass die Polizei kommt, sobald ich mich bedroht fühle. Ob die Bedrohung nun real ist oder nicht (und ich sage damit nicht, dass sie in dem Beispiel nicht real war), hat nicht die Polizei aufgrund von Schilderungen zu beurteilen. Das beste am ganzen Statement war ja das:


    „Noch besser wäre es aber gewesen, wenn sich auch andere schon in der Bahn eingeschaltet hätten, um ihr zu helfen.“


    Natürlich die Polizei greift nicht ein, aber unausgebildete Personen in der Bahn sollen das machen? Entweder ist man der Ansicht, dass kein Eingreifen nötig ist, dann müssen das auch keine Personen in der Bahn machen oder man ist der Meinung man sollte einschreiten, dann schickt man doch einen Streifenwagen. Es muss ja nicht unbedingt zu einer Anzeige kommen, manchmal wirkt es auch Wunder, wenn die Polizei mit der Person redet und ihr klarmacht, dass so ein Verhalten nicht geht. Oder einfach um die Person zu schützen.

    Es wäre kein Wunder, wenn dadurch mehr Menschen davor abgeschreckt werden die Polizei zu rufen und es selbst regeln. Auf längere Sicht kann das nur in einer Tragödie enden!

    Dann begann das Training bei UP, ihr kennt die Geschichte: spielen ausschließlich im umzäunten Garten, Spaziergang hieß Leinentraining, Strecke bei Fuß, Rückweg an der Schleppleine, fertig. Glaubt irgend jemand, dass das dem Hund gefallen hätte? Da gab es eine Menge Frust und Aggressionen auf seiten des Hundes. Ist aber kein großes Ding, man ignoriert das einfach und bleibt ganz ruhig. Nach einigen Wochen ließ das stark nach und verschwand dann total. Dann begann der Hund, sich komplett zu verändern: ich war plötzlich das Interessanteste für ihn, sie begann, mich zum Spielen aufzufordern. Was für eine Erfahrung: ich war nicht mehr nur schmückendes Beiwerk, das der Fütterung dient und dem zur Not auch mal gehorcht wurde - wow!

    Tut mir leid, dass mit dem zitieren klappt nicht so gut.
    Du wurdest doch für deinen Hund nur interessant weil er keine andere Wahl hat. Du hast ihm ja alles Interessante entzogen, sodass er sich mit dir beschäftigen musste. Und das hat einige Wochen gebraucht? Einige Wochen wo der Hund nur Frust schiebt?
    Und jetzt blöder Vergleich mit Menschen, aber das wäre so als würde ich eine Person in einen leeren Raum sperren (übertrieben ausgedrückt) und dann ihn ein paar Mal am Tag besuchen. Natürlich bin ich dann das Größte, das ist ja nicht schwer zu erreichen. Was denkst du persönlich, warum du aufeinmal mehr warst?

    Und ja die herkömmlichen Methoden sind anstrengend, da muss man auf den Hund eingehen, verstehen was ihn motiviert, was ihn belohnt und was ihn Spaß macht. Das geht über Futter hinaus. Aber dafür bekommt man einen Hund der gerne mit dir zusammen ist, nicht weil er dazu gezwungen wird sondern weil du Spaß bedeutest.

    Vielen Dank für den guten Artikel.

    Die Hundebegegnung war zu schwierig, weil der andere ja auch nicht nett war und scheinangriffe an der Flexi gemacht hat. War eine blöde Situation.
    Hingehen ist etwas schwierig, weil ich sein Verhalten nicht abschätzen kann. Wenn ich nähere und er will Hallo sagen und darf das nicht, wird er frustriert, wenn er Angst hat fängt er womöglich an zu bellen. Leine ist dran.

    Größere Abstände halten wir eh ein, außer es überrascht uns ein Hund.

    Das mit dem Trainer mach ich sicher.

    Ich wünsche dir viel Spaß im Wald.

    Den Marker hab ich neu aufgebaut und setze ihn oft in neutralen Situationen ein, so z.B beim Üben vom Handtarget oder bei anderen gut gekonnten Kommandos. Belohnung ist eigentlich flexibel aber hochwertig. Kannst du sonst TIpps geben zum Marker?

    Fuß habe ich nicht nur bei Hundebegegnungen gemacht sondern auch oft so. Dennoch wurde es immer schlechter, besonders bei Hundebegegnungen.

    @DjaGin: Ja ich verstehe schon was damit gemeint ist (hoffe ich zumindestens), einfach dass die negativen Hundebegegnungen positiv belegt werden. Außerdem unterbricht der Marker ja auch das Verhalten. Bei groß genuger Entfernung reagiert er darauf gut.
    Mit nicht reagieren meine ich, wenn er den Marker überhört und keine Belohnung annimmt.

    Weggehen aus der Situation klappt nicht, da er erstarrt. Daher war das Fuß ja gut, weil wir aus der Situation konnten, aber das hat sich eher abgenutzt.

    Pöbeln tut er selten, meistens nur fixieren und starren. Also ist es ungünstig ins Starren zu markern? Ich dachte immer, wenn er nicht reagiert, dass er nicht so gestresst ist. Manche markern ja auch in höchster Erregung rein. Beim Pöbeln würde ich auch nicht markern.
    Alternativen sind halt schwer. Umorientierungssignal ist gut aber noch nicht so stark.

    @DjaGin: Ja genau fixieren tut er auch, was natürlich für den anderen Hund nicht so toll ist.

    Was hast du gemacht, wenn der Hund doch zu nahe war? Hast du auch gemarkert oder nicht? Zeigen und Benenen wäre toll, da er ja aus der ständigen Fixierung rauskommt. ich hab es ja schon mal gemacht, bekam aber Angst, weil viele meinten man würde eben die Stimmung fördern? Also dass er nicht ruhiger wird sondern immer überdrehter.

    WENN ich dem Hund IN Situationen schon was abverlange, dann sollte das ihm auch HELFEN. Wenn du "im Fuß" auf den anderen Hund zugegangen bist, dein Hund aber eigentlich weg wollte, dann ist klar, dass sich das "Fußlaufen" verschlechtert und schließlich ganz zusammenfällt.

    Genau das war mein Fehler. Es ging ja eine zeitlang sehr gut. Aber ich weiß nicht wie ich ihm helfen soll, wenn er bei unterschiedlichen Hunden unterschiedliche Motive hat.