Beiträge von nikoo

    Normalerweise habe ich Trockenfutter immer aufgeweicht, so bekam sie es meistens, manchmal auch Barf oder NF.

    Nun lasse ich das TF nur etwas anweichen, damit es in der Röhre gut runter gleiten kann und gebe ihr in "Steillage" der Wirbelsäule die Dinger einzeln, nach und nach.

    Das Wasser hatte ich gestern recht hoch gestellt, so dass sie gerade noch so dran kam, anscheinend war das zu hoch. jetzt ist es immernoch erhöht, aber eben nicht mehr ganz so sehr, vielleicht bekommt ihr das besser (bzgl. Wasser in der Lunge).

    Leider komme ich gerade nicht zum detailierten Antworten, nur in Kürze:

    Es entwickelt sich nicht gut. Sie hat wieder ausgeworfen (habe sie wohl nicht lang genug senkrecht gehalten) - dazu bekommt sie scheinbar Wasser in die Lunge beim Trinken.

    Heute Nacht ist sie zu mir ins Bett gekommen und wollte sich ganz nah an mich ran kuscheln, "zu nah" mag sie sonst eigentlich gar nicht so doll, außer mal kurz zur Begrüßung oder so, aber ansonten mag sie zum schlafen eher ein Bisschen Luft.

    Das hatte für mich einerseits was Schönes, andererseits eben, wie soll es anders sein, auch, und vorallem, etwas sehr Trauriges. Es war, als wollte sie sagen, dass sie merkt, dass der Abschied naht und wir deshalb die verbleibende Zeit noch nah beisammen verbringen.

    Nun, ich gebe noch nicht auf. Medikamente kriegt sie übrigens keine mehr.

    Danke für eure Erfahrungen dazu.

    Leider sind die ersten Versuche gestern nicht als erfolgreich zu bewerten:

    Was das Füttern mit Hund im Sitzen angeht, das hab ich sogar ganz gut hinbekommen, habe wegen der passenden Höhe das Sofa zur Hilfe genommen:

    1. Sofa abgedeckt, weil sie ja doch ganz schön sabbert nun, erstrecht wenn sie Nahrung sieht.

    2. ich habe mich aufs Sofa gesetzt, und den Hund dann mir gegenüber aufgerichtet und an mich ran gezogen, Hinterläufe waren ein Stück unterm Sofa. So war der Hund halbwegs stabil, es soll ja keine Zappelpartie werden.

    3. Ich habe den Hund dann mit meinen Beinen fixiert und angefangen, Trockenfutter (mit Hafermilch benetzt) Stück für Stück einzeln zu füttern.

    Soweit so gut, leider habe ich es nicht geschafft, sie noch allzu lange so zu halten, das ist ja auch nicht gerade eine Position, die Hunde als besonders bequem erachten.

    Ergo: Es dauerte nicht besonders lange, eine halbe Stunde ca., bis alles wieder ausgeworfen wurde. Das war gestern, heute morgen hat sie erstmal unmengen getrunken, ich hoffe, dass wenigstens das Wasser einwandfrei runter läuft und starte heute einen weiteren Versuch. So wie es aussieht, wird eine Entscheidung also wirklich nicht mehr lange dauern, ich versuche mal heute das Tier nach dem Fressen nochmal länger zu halten, habe leider aber das Gefühl, dass das nichts wird.

    Es gibt Neuigkeiten, leider nicht wirklich gute, bin neben der Spur und muss das erstmal verarbeiten:

    Nun bei einem anderen Doc gewesen, ich wurde von dem ersten dorthin verwiesen. Es wurde ein weiteres Röntgenbild vom Brustbereich und der Vollständigkeit halber ein Ultraschall gemacht:

    Das Röntgenbild war die Lösung: es handelt sich um das, was Bonadea eingeworfen hat, eine Mega-Ösophagus - Speiseröhrenerweiterung.

    Nach der sehr kurzen Freude den Grund zu wissen, bin ich nun in trauriger Abschiedsstimmung, bzw. ich muss schauen, wie sich das die nächsten Tage entwickelt.

    Kennt das wer näher? Man soll also den Hund mit den Vorderpfoten in eine erhöhte Position bringen, ihm dann seine Mahlzeit verabreichen und am besten noch eine Weile in dieser Position verharren lassen, damit die Nahrung wirklich in den Magen runter gelangt, denn sonst bleibt sie in der Röhre hängen und wird wieder ausgeworfen.

    Falls, dass ganz gut klappen sollte, habe ich nur das Problem, dass es schwer wird, den Hund mal ein paar Tage bei Freunden abzugeben, nicht jeder will sich da auf so ein Sonderprogramm (und auch das Risiko, dass dann was passiert wenn ich nicht da bin) einlassen. Klingt zwar nicht nach Wunschkonzert, aber letztendlich würde ich das für das geliebte Wesen vermutlich machen, das wird durchaus Verzicht bedeuten.

    Der zweite Fall erscheint mir schlimmer: Wenn ich merke, dass ich das nicht oder nur sehr schwer schaffe, muss ich mich entscheiden, ein Tier einschläfern zu lassen, was "eigentlich" noch lebensfroh ist, wenn sie das Futter im Magen hat, ist sie ja soweit gut drauf und hat Freude am Leben, es fühlt sich falsch an dann zu sagen, "komm, einschläfern jetzt..."

    Nun, erstmal verdauen und schauen wie sich das nun entwickelt.

    Das einzig gute daran wird wohl sein, dass ich das jetzt recht schnell sehen werde, ob es einigermaßen geht mit der speziellen Füttertechnik, oder ob es das war und ich den Doc anrufen muss für den letzten Termin.

    Vermutlich kennt jeder von euch diesen Moment mit einem geliebten Tier bereits. Passend dazu ist im Wartezimmer heute eine Frau weinend raus gelaufen, sie hat ihre Katze nicht mehr mit nach Hause nehmen können, mir kamen die Tränen dabei ebenfalls...


    Danke nochmals für euren Beistand. Wenn ihr noch Tipps habt zu diese Diagnose oder so, ich lese weiter mit. Anonsten, alles Gute euch ;-)

    Danke euch, klar muss es nicht das selbe sein Grinsekatze1 aber es macht trotzdem Sinn zu hören, was andere dazu sagen können.

    Thema Tierklinik, hier bin ich direkt und habe es ja auch schon angedeutet, das ist kein fehlender Wille, sondern meine Lebensituation:

    Ich bin nicht in der Lage, mal eben 3000€ auf den Tisch zu legen und zu sagen, macht mal. Daher bleibt mir gar nichts anderes übrig, als nun nochmal mit dem Doc zu sprechen und die beschr. Schritte anzugehen.

    Dass mein Hund nun im Lebensabend ist, ist mir klar, aber eigentlich hoffte und hoffe ich ihn noch zwei, drei Jahre bei mir haben, das mit dem Auge habe ich als Alterserscheinung hingenommen.

    Ich erinnere mich an meine Mutter, die damals, als der Goldie starb sagte, sie möchte nie wieder einen Hund, das Leid, wenn diesess Familienmitglied plötzlich weg ist, kann sie nicht nochmal ertragen.