Beiträge von Avocado

    Und außerdem ist die bedürfnisorientierte Erziehung ist ja eher eine "Einstellung", die man nicht nur zum eigenen Kind, sondern allgemein hat - und da lernt man dem Kind ja schon auch, dass man die Bedürfnisse der anderen respektieren soll / muss. Da passt es gar nicht, wenn man dann das eigene Kind total egoistisch den anderen Kindern alles wegnehmen lässt, es sich vordrängeln lässt usw.

    Die "richtige" vermutlich. Was ich persönlich eben mitbekommen habe ist eher eine Einstellung a la "mein Kind muss sich frei entfalten können und die ganze Welt soll darauf Rücksicht nehmen".

    Jetzt zb beim Thema Haustier. Da ging es darum dass das Kleinkind (also kein Baby das grad Mal krabbelt und noch unkoordiniert alles plüschige greift) die Katzen terrorisiert. Also ihnen nach klettert, am Fell zieht, usw. Fast einheitlicher Tenor war dass die Katzen das auszuhalten haben weil das Kind seinen Entdeckungsdrang auslebt. Dem Kind das verbieten geht nicht. Man kann ihm immer wieder erklären dass man "gentle hands" nutzt aber wenn er halt haut, zieht, usw dann ist das normal, er muss halt entdecken. Wenn die Katze aggressiv wird soll man sie doch weggeben, eine Katze in einem Kinderhaushalt muss das aushalten.

    Oder Thema KiGa man will sich beim Träger beschweren weil das Kind weil es ständig andere Kinder anspuckt und schlägt Auszeiten verordnet bekommt und dann nicht mitspielen darf. Das ginge garnicht, das sei ganz normal dass das Kind spuckt und die anderen sollen sich halt nicht so haben, sind eben Kinder. Aber dass das Kind eine Auszeit nehmen muss ist absolut nicht OK, da bekommt er ein Trauma von. Auf jeden Fall beschwert man sich beim Träger und schaltet auch das Jugendamt ein.

    Es gab hier auch immer wieder Phasen. Nach der Geburt der Maus kam bei Mini eine lange Papa-Phase. Da durfte ich quasi nix. Papa soll wickeln, als er krank war wollte er nur mit Papa kuscheln, usw.

    Die Maus hatte sich ganz am Anfang nur von mir beruhigen lassen.

    Mittlerweile ist es so dass beide sich von all ihren Bezugspersonen beruhigen lassen. Und das freut mich sehr. Ich bin echt nicht mit unendlicher Geduld gesegnet und würde vermutlich irre werden wenn die zwei konstant nur auf mir hängen würden.


    Essen tun die Kinder jetzt mit 2 tatsächlich nicht. Abgesehen von mal nem Gemüsestick. Weil BLW so toll funktioniert, dass das Kind halt lieber 20 Mal am Tag gestillt wird als zu essen. Klar, kann auch mit BLW gut funktionieren. Tuts aber in diesen Fällen nicht.

    Ich habe beide Male BLW gemacht und beide Kids haben mit 8 Monaten schon alle Mahlzeiten normal am Tisch mitgegessen und wurden untertags nurmehr zum Schlafen gestillt oder wenn Krank. Ich weiß nicht wie das immer hinkommt dass Kinder da ewig nix essen. Bei uns saßen die quasi ab Geburt mit am Tisch bei allen Mahlzeiten und durften mit essen sobald ihnen danach war. Die Arbeit mit Breie kochen hab ich mir so erspart. Ich habe aber immer erst essen lassen, dann Wasser trinken lassen und dann konnten sie wenn sie wollten noch stillen. Das Stillen danach wurde immer weniger und hörte dann ganz auf.

    Aber OK, ich mach nicht 100% BLW. Ab und an gibt's ein Gläschen oder Suppe die ich mit dem Löffel füttere, weil Baby das natürlich nicht mit den Händen essen kann.

    Gina23 ich hab bei Mini 3 Anläufe gebraucht bzgl Abstillen. Die ersten beiden Male war eher so ein "eigentlich könnte ich so langsam...". Beim dritten Anlauf kamen mehrere Faktoren zusammen und ich hatte plötzlich absolut keine Lust mehr. Ich glaub diese innere Ablehnung hat es dann leicht gemacht. Glaub 2 Tage gab's abends bissi Theater, da hat mein Mann ihn mit Flasche hingelegt (er hatte vorher nie die Flasche gewollt) und dann war das Thema durch.

    Die Frauen aus meiner "Muttigruppe" sind größtenteils sehr bindungsorientiert, bedürfnisorientiert (falsch verstanden bedürfnisorientiert....) und raffen sehr viel an sich und sprechen seit 2 Jahren über die Wichtigkeit der Mutter-Kind-Bindung, ohne jemals den Vater erwähnt zu haben. Von den 10 Kindern aus dieser Gruppe akzeptieren 2 nichtmal den Vater, geschweige denn irgendwelche anderen Bezugspersonen.

    Langzeitstillen, Familienbett, Trage werden EXTREMST glorifiziert, alternative Lebensweisen werden nicht akzeptiert.

    Ich kenne zum Glück im realen Leben niemanden der so drauf ist, aber da ich damals als ich mit Mini schwanger war verschiedenen FB Gruppen beigetreten bin weiß ich was du meinst.

    Und genau die haben komischerweise große Probleme gefühlt bei allem. Von KiTa Eingewöhnung, zu Schnuller Entwöhnung, rotzfrechen Kindern die ihre Eltern beschimpfen und bespucken sobald was nicht passt (und nein ich meine keine Trotzreaktion sondern "XY drückt so seinen Frust aus") oder gar normaler Nahrungsaufnahme mit 2 Jahren.

    Und dann gibt es noch die andere Seite. Frauen die Hilfe annehmen würden vom Papa, der aber null Bock hat und der Meinung ist er würde 8Std arbeiten am Tag, die Frau müsste "nur" das Kind bespaßen also möchte er wenn er daheim ist bitte Ruhe und überhaupt genug Schlaf. Und ich kenne leider nicht nur einen Fall wo das so ist.

    Ich habe mit meinem Mann richtig Glück weil er sich bei beiden Kindern genauso einbringt wie ich auch. Bzw hätte ich mit einem Mann bei dem ich davon ausgehe dass er keinen Bock sicher keine Kinder bekommen.

    Ich hab auch recht früh die Kids "fremd" (von Grosseltern oder Onkel) betreuen lassen. Anfangs nur kurz und dann immer länger. Mir ist wichtig dass das klappt. Ich bekam es aber in FB Gruppen mit dass man das Kind ja niemals nie wem anderen (auch nicht der Verwandtschaft) anvertrauen würde. Was wenn die es anders erziehen? Da denke ich zb null drüber nach. Gibt ja den Spruch mit dem Dorf und ich finde Kinder brauchen das auch in der Entwicklung und mische mich da nicht ein. Genauso macht mein Mann vieles anders als ich und Mini darf bei ihm Sachen die bei mir vielleicht nicht so locker gehen.

    An Flasche und Schnuller hab ich sie auch gewöhnt. Mini nahm keine Flasche, nochtmal mit abgepumpter Milch, bekam halt ein Gläschen oder eine Banane. Die Maus nahm problemlos eine Flasche und ist mittlerweile eh auch so weit dass sie Essen und Wasser bekommt.

    Diese Buggys zum zusammenfalten sind ab Sitzalter OK. In den Sportsitz vom KiWa kamen meine beiden viel früher. Den kann man auch in Liegeposition stellen aber Kind sieht dennoch mehr als in der Babywanne. Da kommt es echt aufs Kind drauf an. Mini war mit 4 und die Maus glaub mit 5 Monaten drin im Sportsitz. Der Sohn einer Freundin fuhr mit 9-10 Monaten noch glücklich in der Babywanne.

    Wir hatten gestern voll die witzige Situation. Ich frage meinen Mann ob er die Hunde gefüttert hat. Er meint Ziva und Muri ja, nur Hecci hat noch nix bekommen. Ich frage ob es irgendwas gekochtes gibt was weg muss oder ich ihm Trockenfutter geben soll. Mein Mann sagt wir haben nix gekochtes und ich soll ihm TroFu geben. Ich geh wickel noch schnell die Maus und will den Hund füttern, da sitzt Mini am Boden, vor ihm die leere TroFu Schachtel und Hecci mampft zufrieden. Zum Glück war nur mehr ganz wenig drinnen in der Schachtel denn Mini hat sie einfach auf den Boden geleert :rolling_on_the_floor_laughing:

    Dann hat er sich eine Banane genommen und zu dem mampfenden Hecci gesellt und seine Banane gegessen.

    Die Maus und Hecci schließen wohl auch Freundschaft. Er muss immer neben ihr sein und bei allen Krabbelversuchen assistieren. Bzw entsetzt weg hüpfen falls sie ihn irgendwie berührt.


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    Er bettelt nicht. Er guckt nur. Salzfreie Cracker fand der Senior nicht so spannend, der hat sich einfach schlafen gelegt.

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    Die Knipsdinger kannst du ja zb so nebenbei beim weggehen auf seine Mütze knipsen. Dann sieht er es ja nicht direkt.

    Wir gehen mit Kind im Dunkeln auch eher nicht an viel befahrenen Straßen. Gerade abends zwischen den Dörfern ist mir das zu heikel. Wir gehen auch nur zum Feld (da müssen wir aber erst 200m an der Landstraße lang). Mini hatte immer eine Stirnlampe und ein Leuchtie und Reflektoren. Gerade auch weil manchmal die Feldwege als Abkürzung genutzt werden von so manchem Fahrer.

    Als er noch im Buggy war haben wir eine Lichterkette mit Batterie genutzt, die fand er sowieso ganz toll und an den Seiten vom Buggy hatte ich so kleine Leuchten fürs Fahrrad, die gab's immer mal bei Lidl oder Hofer/Aldi.