Ich hatte mit dem Staff eine ganze TA Odyssee hinter mir und leider hat der dann durch Erfahrungen die er gemacht hat (und wo ich leider nicht eingegriffen habe) echt keine Geduld mehr gehabt beim TA und ging rein mit dem Motto Angriff ist die beste Verteidigung.
Nun haben wir seit bisserl über 4 Jahren unseren Stammtierarzt und ich bin so glücklich darüber.
Obwohl es hier mehr als genug Tierärzte gibt, durch die Schafe und das Pony sowieso ein TA regelmäßig auf unseren Hof kommt, fahre ich gerne die 35km einfachen Weg hin. Wieso?
- er kann mit meinem Hund. Wir kennen uns vom Hundetraining, er hält (Tierschutz)Jagdterrier und kann mit Terriern. Er kennt meinen Hund nicht nur in der TA Situation und er kann mit ihm umgehen. Der Staff ist wie gesagt eeeetwas kompliziert beim TA. Bei ihm nicht. Er weiß wie er freundlich aber bestimmend auftreten soll ohne den Hund zu bedrängen/unterwerfen zu wollen und ohne 1m zurück zu hüpfen wenn der Hund (trotz Maulkorb, den hat er generell beim TA) kurz zu ihm guckt. Er vertraut mir dass ich ihn fixiere und es klappt einfach. Mit den anderen zwei Hunden sowieso, die sind aber easy beim TA und fallen eher in Schockstarre bis alles vorbei ist.
- er ist ehrlich. Sowohl auf den Hund bezogen, als auch auf seine Kompetenzen bezogen. Übersteigt etwas seine Kompetenzen dann empfiehlt er mir einen Kollegen den er auf dem Gebiet für empfehlenswert hält
- ich kann ihn im Notfall zu jeder Zeit erreichen und wir haben bis jetzt immer schnell eine Lösung gefunden wenn's wirklich dringend war
- kein voller Wartebereich, da im Industriegebiet am A der Welt gelegen, so dass wir im Auto warten können oder bis wir dran sind eine kurze Runde Gassi gehen können
- Medikamente, Zeckenzeugs und co bestelle ich jährlich und hole es dann bei Gelegenheit ab oder wir treffen uns irgendwo dazwischen
- er ist offen für neues. So war es zB als ich hier im DF von Librela las und dies aber hier in Slowenien noch nicht wirklich bekannt war. Er hat sich darüber informiert und uns Librela besorgt und jetzt sind wir der erste Patient der das bekommt und geben die Erfahrungen direkt weiter
- bodenständig. Ich bin sowohl bei uns Menschen als auch beim Tier eher der Typ "wenn du Hufe hörst denke an Pferde und nicht an Zebras". Man KANN total viele Untersuchungen machen heutzutage, klar. Aber die Frage ist was man wirklich braucht. Und da ist er ehrlich und sagt mir was die Optionen sind und welche davon er wählen würde und warum.
- hört mir zu und vertraut mir wenn ich die Symptome meines Hundes beschreibe.
Ich bin aber - bei Mensch genauso wie bei Tier - der Typ der eher Mal 2-3 Tage etwas beobachtet und Ruhe verordnet und wenn's sich verschlechtert oder nach 2 Tagen nicht verbessert erst den Arzt kontaktiere. Wegen Durchfall gehen wir da nicht hin, genauso nicht wegen Hund humpelt seit heute ein bisserl oder so. Wenn ich ihn aber kontaktiere - wie es letztens wegen dem Senior war - und sage da ist etwas nicht OK mit dem Hund, dann nimmt er es ernst (Senior hatte ne Bauchspeicheldrüsenentzündung).
Ich weiß nicht ob er einen 24Std Notdienst hat, aber wenn etwas mitten in der Nacht wäre wie ein Unfall des Hundes oder plötzliche starke Gesundheitsverschlechterung dann würden wir vermutlich eh in die Uniklinik fahren, die ist 15min entfernt und hat andere Diagnostikmöglichkeiten. Denn diese hat unser TA nicht. Aber persönlich brauche ich das nicht in einer Haustierarzt Praxis. Brauche ich die Meinung eines Orthopäden (wie es bei meinem Hund der Fall war vor einem halben Jahr), dann empfiehlt er mir einen Kollegen und ich gehe dort hin und der schickt dann Bilder und Bericht an meinen TA.