Beiträge von Avocado

    ich kaufe tiermedizinischen Bedarf nur dort, auch wenn ich ihn online billiger bekäme.

    danke!

    Ich lese hier im Forum so so oft dass Leute einen Stamm TA haben und sowas online bestellen. Finde das immer ein bisschen doof dem TA gegenüber. Klar kann man vielleicht 10-20€ sparen wenn man Wurmkur, Zeckenmittel usw bestellt. Wenn es aber einem finanziell nicht weh tut dann wäre es doch einfach fair dem TA gegenüber dort zu kaufen und dann halt nicht das 120te Halsband zu kaufen.

    Ich gehe mit Mini in den Garten um Erdbeeren zu pflücken.

    Mini zu mir "schau Mama, Potatoes. Schau Mama, da Paprika. Und hier ist Tomate. Da schau, Gurke. Schau Mama, Bohnen. Mama, Salat!".

    Das bemerkenswerte an der Sache - ich erkenne besagte Erdbeeren daran dass unter den Pflanzen Stroh liegt. Blattsalat erkenne ich auch noch. Das war es. Sonst muss an den Pflanzen was hängen oder man muss mir ganz genau erklären wo was ist. Sonst verbringe ich gerne ne 3/4 Stunde die Bohnen suchend die ich nur schnell aus dem Garten bringen muss weil für mich Bohnen immer an Bohnenstangen wachsen. Fun fact : tun die nicht sondern es gibt die auch am Boden.


    Mein 3jähriger ist mir da um einiges voraus. Glaub normalerweise müsste ich dem Kind erklären was welche Pflanze ist :pfeif:


    (Ich bin da absolut untalentiert. Also so untalentiert dass ich das Unkraut liegen lasse und die richtigen Sachen raus rupfe)

    Gewissensfrage:

    Ich sitte den Hund einer Freundin, sie ist in Urlaub. Er lahmt, sehr deutlich, deutliche Schmerzen. Seine Tierärztin (Freundin von mir) sagt, ich soll Metacam geben. Frauchen möchte keine Schmerzmittel nutzen und meint das geht wieder weg. Sie arbeitet selbst im tiermedizinischen Bereich.

    Mir tut er nicht nur leid, ich habe auch wenig Bock auszutesten, wie sich dieses Kaliber Hund in Situationen verhält, die ihm weh tun.

    Soll ich? Soll ich nicht? Er hat ein sehr aktuelles Blutbild und eine Allgemeinuntersuchung, es spricht nichts medizinisch gegen Schmerzmittel.

    Noch eine Stimme für ja.

    Das Tier leidet und ist in deiner Obhut. Wäre was anderes wenn der Hund das Mittel bekannterweise nicht verträgt, aber wenn du die TÄ kennst, go for it.

    Gerade auch weil wie du sagst Hunde mit Schmerzen auch anders reagieren können und du dadurch ein Problem haben kannst.

    Oh und ergänzend was für mich ein absolutes No-Go ist - Bioresonanz, Globuli, irgendwelche Wässerchen.

    Natürliche Heilmittel, ja gerne. Aber bitte Sachen mit nachgewiesener Wirksamkeit.

    Und ein zweites absolutes No-Go, das schon dazu geführt hatte dass ich schon zwei Mal einen fachlich guten TA gewechselt habe - das aufdringliche Verkaufen wollen von Futter. Ich meine jetzt nicht Spezialfutter wegen der Probleme vom Hund sondern so Sachen wie Paneon, Anifit und wie die alle heißen.

    Ich hatte mit dem Staff eine ganze TA Odyssee hinter mir und leider hat der dann durch Erfahrungen die er gemacht hat (und wo ich leider nicht eingegriffen habe) echt keine Geduld mehr gehabt beim TA und ging rein mit dem Motto Angriff ist die beste Verteidigung.

    Nun haben wir seit bisserl über 4 Jahren unseren Stammtierarzt und ich bin so glücklich darüber.

    Obwohl es hier mehr als genug Tierärzte gibt, durch die Schafe und das Pony sowieso ein TA regelmäßig auf unseren Hof kommt, fahre ich gerne die 35km einfachen Weg hin. Wieso?

    - er kann mit meinem Hund. Wir kennen uns vom Hundetraining, er hält (Tierschutz)Jagdterrier und kann mit Terriern. Er kennt meinen Hund nicht nur in der TA Situation und er kann mit ihm umgehen. Der Staff ist wie gesagt eeeetwas kompliziert beim TA. Bei ihm nicht. Er weiß wie er freundlich aber bestimmend auftreten soll ohne den Hund zu bedrängen/unterwerfen zu wollen und ohne 1m zurück zu hüpfen wenn der Hund (trotz Maulkorb, den hat er generell beim TA) kurz zu ihm guckt. Er vertraut mir dass ich ihn fixiere und es klappt einfach. Mit den anderen zwei Hunden sowieso, die sind aber easy beim TA und fallen eher in Schockstarre bis alles vorbei ist.

    - er ist ehrlich. Sowohl auf den Hund bezogen, als auch auf seine Kompetenzen bezogen. Übersteigt etwas seine Kompetenzen dann empfiehlt er mir einen Kollegen den er auf dem Gebiet für empfehlenswert hält

    - ich kann ihn im Notfall zu jeder Zeit erreichen und wir haben bis jetzt immer schnell eine Lösung gefunden wenn's wirklich dringend war

    - kein voller Wartebereich, da im Industriegebiet am A der Welt gelegen, so dass wir im Auto warten können oder bis wir dran sind eine kurze Runde Gassi gehen können

    - Medikamente, Zeckenzeugs und co bestelle ich jährlich und hole es dann bei Gelegenheit ab oder wir treffen uns irgendwo dazwischen

    - er ist offen für neues. So war es zB als ich hier im DF von Librela las und dies aber hier in Slowenien noch nicht wirklich bekannt war. Er hat sich darüber informiert und uns Librela besorgt und jetzt sind wir der erste Patient der das bekommt und geben die Erfahrungen direkt weiter

    - bodenständig. Ich bin sowohl bei uns Menschen als auch beim Tier eher der Typ "wenn du Hufe hörst denke an Pferde und nicht an Zebras". Man KANN total viele Untersuchungen machen heutzutage, klar. Aber die Frage ist was man wirklich braucht. Und da ist er ehrlich und sagt mir was die Optionen sind und welche davon er wählen würde und warum.

    - hört mir zu und vertraut mir wenn ich die Symptome meines Hundes beschreibe.

    Ich bin aber - bei Mensch genauso wie bei Tier - der Typ der eher Mal 2-3 Tage etwas beobachtet und Ruhe verordnet und wenn's sich verschlechtert oder nach 2 Tagen nicht verbessert erst den Arzt kontaktiere. Wegen Durchfall gehen wir da nicht hin, genauso nicht wegen Hund humpelt seit heute ein bisserl oder so. Wenn ich ihn aber kontaktiere - wie es letztens wegen dem Senior war - und sage da ist etwas nicht OK mit dem Hund, dann nimmt er es ernst (Senior hatte ne Bauchspeicheldrüsenentzündung).

    Ich weiß nicht ob er einen 24Std Notdienst hat, aber wenn etwas mitten in der Nacht wäre wie ein Unfall des Hundes oder plötzliche starke Gesundheitsverschlechterung dann würden wir vermutlich eh in die Uniklinik fahren, die ist 15min entfernt und hat andere Diagnostikmöglichkeiten. Denn diese hat unser TA nicht. Aber persönlich brauche ich das nicht in einer Haustierarzt Praxis. Brauche ich die Meinung eines Orthopäden (wie es bei meinem Hund der Fall war vor einem halben Jahr), dann empfiehlt er mir einen Kollegen und ich gehe dort hin und der schickt dann Bilder und Bericht an meinen TA.

    Klar ich sag ja nicht dass der Hofhund unbedingt sehr sozial kompetent ist. Da ich den aber nicht ändern kann und das hier so ziemlich normal ist dass Hofhunde frei sind und viele Wege an Höfen vorbei führen müssen die Hunde damit klarkommen dass sie alle paar Wochen Mal so ne Begegnung haben.

    Plus weiß ich auch nicht wie die Begegnung verlaufen würde ohne den Staff an der Leine. Der zieht nämlich Stunk magisch an.

    Kann sein dass, hätte ich nur Ziva dabei, die Situation genauso ablaufen würde. Kurzes nicken und beide gehen ihres Weges.

    Mal anders. Der Bauer würde wahrscheinlich auch viel aufmerksamer reagieren wenn da ne Gang Harley Fahrer seinen Hof passieren als wenn da eine Familie lang wandert.

    Wenn man es schon mit Menschen vergleicht: natürlich ist soziale Kompetenz auch, dass ich mit mir umbekannten Menschen höflich und angemessen umgehen kann.

    Also, wenn mir wer Fremdes um den Hals fällt, in meinen Hostentaschen kramt, mir an die Muschi fasst, nein, ganz ehrlich - da bin ich nicht höflich. Wenn ich dem jetzt also eine auf die Fresse haue, bin ich dann sozial kompetent oder inkompetent?

    Dann reagierst du doch angemessen. Du wirst ja bedrängt.

    Wenn du aber jemandem eine knallst der dich höflich nach dem Weg fragt dann eher nicht xD

    Oder noch schlimmer, jemandem eine knallst weil er es sich erlaubt an dir vorbei zu gehen und dich dabei nichtmal anschaut.

    Ich denke, dass man viel zu schnell vermenschlicht.

    Für mich zählt zu „sozial Kompetent“ nicht der Umgang mit (aufdringlichen) Fremden.

    Ehrlich, so messe ich doch bei keinem Tier, ob es sozial Kompetent ist! Man vergesellschaftet doch nicht grundlos fremde Tiere.

    Wobei es auch da auf das WIE ankommt

    Kommuniziert der Hund "ey hau ab und geb a Ruh" ohne Zähne einzusetzen oder haut er gleich drauf?

    Für mich persönlich zählt dieses WIE zur sozialen Kompetenz. Eben in der Situation angemessen zu reagieren.

    Für mich gehört die Fähigkeit sich in verschiedenen Situationen auf sein Gegenüber einzustellen und angemessen zu handeln zur Sozialkompetenz. Mal als Beispiel, hier gibt es noch viele klassische Höfe mit freien Hofhunden. Zu 99% sind die Hunde sauber in der Kommunikation, wenn's Deppen sind sind die an der Kette, so will es die Dorfknigge. Wir passieren also einen Hof. Hofhund kommt, Körpersprache auf Imponieren (Rute oben, angespannter Gang, Kopf oben und aufmerksame Ohren) und will abchecken. Während man dem Rüden sagen muss dass er jetzt die Arschbacken zammkneifen soll und sich beschnuppern lassen soll, macht die Hündin einen Bogen, beschwichtigt leicht und die ganze Körpersprache von ihr sagt "ey alles klar, wir verhalten uns hier ganz unauffällig, ich weiß dass das dein Hood ist, wir gehen nur hier lang". Der Rüde wäre - würde man ihn machen lassen wie er denkt - so der Typ "ey wasguckstdualta? Willsuaufsmauloderwas?". Sozial kompetent wäre doch zu erkennen, OK das ist das Territorium von dem Hund hier, ich backe lieber kleine Brötchen und signalisiere ihm dass ich keinen Stress mache.

    Witzigerweise sind in bekannten Gruppen die Rollen dann vertauscht. Während der Rüde sehr geduldig ist, eher deeskalierend, ist die Hündin der Typ der eher überreagiert. Also innerhalb einer Gruppe zeigt in meinen Augen er mehr Sozialkompetenz.

    Kann ich für Hecci auch so unterschreiben.

    Letztes Jahr hatten wir an Kroatien einen Platz direkt am Hundestrand, 1. Reihe. Täglich zig Hunde. Den ersten Tag hatte ich (damit ich mir leichter damit tue) den Maulkorb drauf. Und die restlichen Tage nicht mehr. Kontakt haben wir aber nicht zugelassen. Trotzdem ging es entspannt zu. Genauso wie den ganzen Tag auf nem vollen Platz unterwegs sein, angebunden an einem See zu liegen, usw usw.

    Vor paar Jahren war sowas unvorstellbar, da war schon Gassi ein Spiessrutenlauf.