Beiträge von Avocado

    So sehe ich das auch.

    Als es dem Staff schlecht ging war er für Leute die ihn nicht kannten ein normaler, ruhiger Hund, "ist ja auch nimma der jüngste so mit 7". Aber es war nicht mein Hecci. Er war beim Gassi immer hinter uns, ließ sich anpöbeln ohne auch nur mit dem Ohr zu zucken, ging an Katzen vorbei und zog, wenn er es Mal tat, heimwärts.

    Jetzt ist er wieder mein Hecci. Und wenn er keine 12 Jahre wird dann ist das halt so. Dafür lebt er solange es geht so wie es ihm Spaß macht. Und ja, er ist auch ein Kandidat der Spaß dran hat in seinen 5 Minuten wie ein Bekloppter über Stock und Stein zu rennen ohne Rücksicht auf Verluste.

    Hundesport machen wir keinen und sonst zwingen wir ihn auch zu nix. Wenn er aber schon freudig hoch zum Tor rennt wenn wir die Räder rausholen um mit den Kids zum Spielplatz zu fahren sagen wir auch nicht "Nö, bleib daheim" sondern nehmen ihn mit.

    Die Frage für mich ist halt, wer entscheidet, ob Hund einen Maulkorb benötigt?

    Der Hundehalter?

    Oder das Gegenüber mit dem unerzogenen, ungesicherten, eventuell deutlich aggressiveren, aber eben körperlich unterlegenen Hund?

    Oder die Eltern die meinen ihre kleinen Blümchen dürfen alles und ein Hund der sich nicht begrabbeln lässt hat eh keine Daseinsberechtigung.

    Genau das beobachte ich seit ich Kinder habe und dementsprechend wohl die Einladung den Hund zwangszubetatschen ausgesprochen habe. Die eigenen frisst er ja auch nicht also muss er lieb sein. Zum Glück ist der Staff da echt cool, aber ich habe bis jetzt jedes Mal als wir mit dem Hund auf einem Campingplatz waren Kleinkinder an ihm gehabt während die Eltern selig grinsend zuguckten. Zu 90% der Zeit schaffe ich es rechtzeitig dazwischen zu gehen und dem Kind zu erklären dass Hunde es nicht mögen wenn man ihnen ins Gesicht patscht.

    Mein Hund ist da wirklich cool. Der muss aber nur ein Mal im Übermut Pfote geben wollen und schon hat's Kind tiefe Kratzer. Den Skandal brauche ich nicht.

    Wenn das Elternteil fragt oder das Kind selber fragt dann hab ich kein Problem damit den Umgang mit Hunden zu erklären, zu erklären dass man denen nicht frontal aufs Maul patscht sondern sich lieber daneben hockt und den Hund ruhig ansprechen kann usw usw.

    Für mich damals (und auch für meine Kinder jetzt) sind fremde Hunde absolut tabu gewesen. Als ich Mal fast gebissen wurde gab's noch einen Anschiss oben drauf was ich den Hund denn im Körbchen nerven muss.

    Heutzutage wird aber erwartet dass alle Hunde bitte als Kinderspielzeug herzuhalten haben ohne sich auch nur im Ansatz zu wehren.

    Nichts desto trotz, mein Hund trägt an stark belebten Gebieten, sei es durch Menschen oder durch Tutnixe (Hundestrand, im Stadtpark mit inoffizieller Hundewiese, zB), einen Maulkorb. Genauso wie beim Tierarzt. Man weiß nie was ist und ich möchte ungern dass er Auflagen bekommt weil jemand seinen Hund/sein Kind nicht im Griff hatte.

    hier wirkt Librela auch toll und wir sind seit April dabei und super zufrieden.

    Im März war ich mit dem Hund beim Orthopäden und nach Untersuchung und Röntgen waren die Diagnosen alles andere als rosig, es standen 2 OPs im Raum deren lange Heilungsdauer und dementsprechend absolute Ruhigstellung aber die restlichen orthopädischen Probleme verstärkt hätte. Orthopäde meinte auch dass er diesen Hund auch nach allen Behandlungen nicht mehr auf langen Spaziergängen oder gar Wanderungen sieht.

    Zum Glück ist mein Tierarzt da positiver und er meinte nach Durchsicht der Befunde und Bilder "hey ihr könnte eh nix mehr verlieren, lass uns was anderes probieren". So gab's erst Standard Schmerzmittel, dann Librela und langsam wieder Belastung. Und schauen wie viel geht und geb dem ganzen ein halbes Jahr dann kannst noch immer anders entscheiden.

    Und so war es, Librela wirkte voll, Hund ging wieder gerne und schmerzfrei Gassi und mittlerweile sind auch Runden jenseits der 10km, Radfahren und (noch) kleine Berge kein Problem mehr. Er hat wieder Muskeln an der Hinterhand. Der Gang ist wieder so wie er vorher aussah und kein Gewatschel/Gehumpel mehr und der Hund springt wieder problemlos ins Auto und auch so Tricks wie auf Baumstämmen balancieren, hüpfen usw bietet er wieder an.

    Wir sind bei einem 6 Wochen - Zyklus. Ich dachte das sei lang aber letztens meinte der TA er habe mit einem Kollegen über Librela geredet (wir sind ja noch immer die einzigen Patienten von ihm, das ist hier in Slo nicht so verbreitet) und der habe einen Patienten in einer ähnlichen Gewichtsklasse wie meinen Hecci der alle 8-9 Wochen dran ist. Hier im Forum hatte ich nur von kürzeren Wirkzeiten gelesen aber er meinte es ist wohl wie beim Menschen und bei dem einen wirkt ein Medikament länger und bei dem anderen kürzer.

    Wenn, dann nur zu jemandem der Tiermedizin studiert hat.

    Ich hab mit Ernährungsberatung von nicht - Medizinern bei mir schlechte Erfahrungen gemacht und bei den Allergiehunden einer Bekannten mitbekommen.

    Ich sollte "meinen inneren Ofen anfeuern", positiv ans Essen gehen, ich würde nicht abnehmen weil ich vieeeel zu wenig esse und Proteine meinen inneren Ofen blockieren ich muss mehr Kohlenhydrate essen und generell mehr essen. Kalorien sind nur eine Erfindung der Werbung. Und dazu noch Globuli XY und Tee Z. Hatte ich den inneren Ofen erwähnt?

    Beim Allergiker von Bekannten (ein weißer Hund der schweinchenrosa war) ging es in eine ähnliche Richtung. Ne ganze Palette an Globuli, ja niemals nie Industriefutter weil da ist nur Müll drinnen, immer schön viel Pseudogetreide und Getreide und den Hund vegan ernähren. Zum Glück haben die als es nach Monaten nicht besser wurde, nur der Hund immer fetter und rosaner wurde, doch das von der Tierklinik empfohlene Futter gefüttert.

    Hier gibt es nur mehr sehr selten Kekse unterwegs. Ich hab so einen Futterbeutel da ist eine Handvoll Trockenfutter drin und das hält wochenlang, hab aber oft garnix mehr dabei.

    Es gibt aber im Alltag nix mehr zu trainieren und belohnt wird oft mit einem Lob oder kurz mit einem Stock spielen, Schnüffeln lassen, Freilauf, wie es die Situation halt ergibt.

    Als die Hunde noch jung war war es natürlich was anderes. Da habe ich teils ne ganze Hundewurst bei einem Training am Hundeplatz verfüttert oder beim Gassi Mal eben 250gr gekochtes Fleisch. Oder als ich Rückruf neu aufgebaut habe mit Katzenfutter hab ich pro Gassi 2-3 von den Beutelchen für Katzen verbraucht.

    Ich bestelle wenn ich bei Zooplus Futter bestelle immer diese kleinen 200-500gr Beutelchen Trockenfutter dazu und die nehmen wir dann als Leckerli und so ein Beutelchen hält gefühlt ewig.

    Das einzige das ich noch wirklich viel belohne (bzw um ehrlich zu sein eher besteche) ist das gehasste Krallen dremeln.

    Hier auch eine Stimme für "das eigene Kind ist dann was anderes".

    Meine zwei Kids können wortwörtlich um den liegenden Hund herum hüpfen, das ist ihm wurscht. Dennoch ist er aufgeregt wenn fremde Kinder plötzlich vor ihm rumfuchteln oder ihn anfassen (hatten wir am Campingplatz, dass da plötzlich ein Kind bei uns war und genauso plötzlich dem liegenden Staff über dem Kopf tätschelte). Er fiddelt da (zum Glück) und ich schaue dass ich das fremde Kind von ihm fernhalte. Was unsere beiden tun ist ihm hingegen wurscht.

    Wenn ich an den Hund denke als er 1-2 Jahre war. Den hätte ich mir niemals als "Kinderhund" vorstellen können. Dennoch macht er das heute super. Einerseits ist er erwachsen, andererseits soweit erzogen dass er sich zurücknehmen kann. Und es tritt ja auch eine Gewöhnung ein. So ein Baby wird ja nicht geboren und hüpft am nächsten Tag hin und her.

    Ein kleiner Junge aus unserer Siedlung, den ich nur vom Sehen kenne, kommt uns beim Gassi entgegen, grüßt freundlich und ruft mir dann ansatzlos grinsend zu: "Guck mal, ich hab ein RIESIGES T-Shirt an!"

    Mein Mini zeigt gerne was er am T-Shirt oder auf seinen Unterhosen hat und fragt dann was der Gegenpart denn am Shirt/der Uhose hat xD