Beiträge von pardalisa

    @Siobhan: "Das Soft-Touch schnürt die Schultern nicht ein, da gibt es andere, die das tun. Es sitzt quasi wie ein Norweger. Der einzige "Trick" dabei ist, daß die Leine vor der Brust eingehakt wird, damit der Hund wenn er zieht quasi zum Halter umgedreht wird."

    Das Geschirr hat einen Ring, der ungepolstert auf dem Brustbein sitzt und verläuft quer über die Schulterblätter (= Bewegung wird eingeschränkt). Natürlich ist das dem Hund unangenehm, sonst würde das Anti-Zieh-Prinzip ja nicht funktionieren. :ka:

    Wenn es nur darum ginge, dass die Leine vorne angebracht wird, würde es auch ein normales Führgeschirr mit Extra-Ring vorne tun, dafür braucht's nicht diese gruselige Passform...

    Meine Hunde haben noch nie einen Menschen gebissen.

    [...]

    Das war dann eine Riesenzirkus. Aber da der das Tier ja attakiert hatte, musste meine Pferde Haftplicht nicht zahlen.

    Deine Hunde müssen auch niemanden beißen, da reicht es in einigen Bundesländern/Gemeinden schon, wenn ein Hund einen Menschen "in gefährdender Weise anspringt", um eine Überprüfung der Gefährlichkeit des Hundes anzuordnen.

    Und zu der Versicherung: Wenn dein Hund z.B. ein Kind anspringt und dabei eine kleine Platzwunde und einen Riss in der Hose verursacht, dann kümmert sich deine Versicherung um solche Sachen wie Schadenersatz, Schmerzensgeld, etc. Grundsätzlich gilt aber, dass eine Mitschuld desjenigen, der geschädigt wurde, erst mal irrelevant ist, weil der Tierhalter nach § 833 BGB für alles haftet, was sein Hund tut, völlig egal, ob das Tier "provoziert"/"attackiert" wurde. Insofern hattest du wirklich Glück bei der Geschichte mit deinem Pony.

    Mal eine Frage was haltet ihr von den Geschirr?
    Herzlich Willkommen - Soft-Touch-Geschirr.de - Mehr als nur ein Anti-Zieh-Geschirr!
    Hat das jemand von euch?

    Nix halte ich davon. Ein gutes Brustgeschirr lässt die Schultern des Hundes frei und schränkt ihn nicht in der Bewegung ein, das kann nämlich u.U. fiese gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.

    Leinenführigkeit übt man über Erziehung und Training, nicht über "Erziehungsgeschirre".

    Aber gerade in Wäldern, die staatlich oder städtisch sind, gilt doch absoluter Leinenzwang. :???: Ist auf jeden Fall in NRW so und hier haben die Jäger auch das Recht eine Leinenpflicht auszusprechen.

    Nein, in Niedersachsen nicht. Da kann man seinen Hund im Wald freilaufen lassen, solange nicht a) Brut- und Setzzeit oder b) das Gebiet als Naturschutzgebiet/Wildschongebiet ausgewiesen ist. Der Hund muss sich immer im "Einwirkungsbereich des Halters" befinden, aber nicht mal das Verlassen der Wege ist verboten.

    Auch wenn die Hündin dann keine Welpen bekommen kann, wird sie wohl woanders hin kommen. Da fehlt dann wieder die Information darüber ob sie vielleicht noch Krankheiten bekommen hat oder wann sie gestorben ist usw.

    Oh ja, guter Punkt!

    Was würde in diesem hypothetischen Szenario mit Hunden passieren, deren Haltung sich als "unwirtschaftlich" herausstellt, die aber bereits beim Züchter leben? Also z.B. alte Hunde im Zuchtruhestand; Hunde, bei denen sich nach dem Erreichen des Erwachsenenalters herausstellt, dass sie einen zuchtausschließenden Fehler haben; Hunde, die plötzlich gesundheitliche Probleme haben und damit besonders teuer/pflegeaufwändig sind; Hunde, die das Leben "wie in einer riesigen Familie" nicht mögen/unverträglich sind/Zeit für sich brauchen/etc.

    Ich schließe mich @PocoLocos Kriterien an und würde noch hinzufügen, dass für viele Rassen eine artgerechte Beschäftigung/Sport/"Arbeit" ein wichtiges Auswahlkriterien für mögliche Zuchthunde ist. Da ist's dann nicht mit Gassigehen und Spielen getan, da muss man zusätzlich viel Zeit für Training haben und u.U. weit fahren für Turniere, Wettkämpfe, etc.

    Auch das kostet nicht nur Geld – wenn ich einen Welpen kaufe, dann will ich auch eine zuverlässige Einschätzung des Arbeitspotenzials der Elterntiere. Wie soll der Züchter das bei so vielen Hunden leisten können? So viel sachkundiges Personal, das zusäzlich zur "normalen" Pflege der Hunde auch über Fachwissen zu den jeweiligen Sportarten verfügt, wäre kaum verfügbar bzw. in der Menge unbezahlbar.

    Wenn der Jäger gleichzeitig Jagdpächter des betreffenden Waldes ist, kann er das festlegen.Er ist somit Mieter des Waldes und hat Hausrecht. Genauso wie du bestimmen darfst, wer was in deiner gemieteten Wohnung macht.

    Das gilt aber nur, wenn der Wald Privatgrund ist (und als solcher gekennzeichnet). In Wäldern, die in staatlicher Hand sind, hat der Jäger solche Befugnisse nicht - zumindest nicht in Niedersachsen. Da greifen nur die gültigen Gesetze und ein Jäger kann niemandem darüber hinaus rechtlich gültigen Leinenzwang verordnen, schon gar nicht einem einzelnen HH.

    (Der Vergleich mit der Wohnung hinkt, weil meine Wohnung kein öffentlicher Raum ist und sich darin keine fremden Leute aufhalten, die ich nicht eingeladen habe.)

    Da es Nachtsichtgeräte noch nicht so lange gibt, und gute sicher auch nicht günstig sind, denke ich nicht, dass jeder Jäger eins hat; außerdem hab ich keine Ahnung, wie gut diese tatsächlich zur Jagd (was ja mehr ist als Tier sehen und schießen, der Jäger sollte ja auch Alter/Ernährungszustand/Krankheit/etc. abschätzen können) geeignet sind.

    Ich bin zwar nicht Jägerin, aber soweit ich das aus der Familie weiß, sind Nachtsichtgeräte zur Jagd gar nicht erlaubt. In einigen Bundesländern (u.a. Bayern) laufen Verhandlungen, dass sie erlaubt werden sollen, aber soweit ist's noch nicht.

    Naja, als potenzieller Welpenkäufer finde ich habe ich ein Recht darauf, sowas zu erfahren.
    Eine Schande, dass viele Züchter sowas verheimlichen.
    Das finde ich nun gar kein Argument.


    Schadensersatz wird der Züchter ja von dir kaum verlangen können.

    Natürlich würde man, als vernünftiger Welpeninteressent, solchem Krams nicht zu viel Bedeutung beimessen und den Züchter bei echtem Interesse trotzdem kennenlernen wollen. Aber weiß ich, ob der der Forenuser nicht z.B. kompletten Blödsinn erzählt? Dann geht er quasi mit einem fremden Namen hausieren und der Züchter hat keine Möglichkeit, dazu Stellung zu nehmen.

    Das sind genau die Infos, die einem Ersthundehalter sehr helfen würden, die richtige Entscheidung zu treffen!

    Wenn sie denn wahr sind. Und wenn nicht? Dann steht das da, man findet mit ein paar Klicks die Verbindung zwischen Züchter X und Krankheit Y und der Züchter kann dazu nichts sagen.