Beiträge von pardalisa

    Ich hab mal ne blöde Frage: Finden es Züchter eigentlich doof, wenn man sie und ihre Tiere schon mal kennenlernen möchte, obwohl es noch gar nicht abzusehen ist, wann man einen Welpen holt?

    Nein, ganz im Gegenteil. Die Züchter, die ich kenne, freuen sich, wenn jemand zum Kennenlernen kommen möchte, obwohl gerade kein Wurf da ist – macht auch das Gespräch ein bisschen einfacher, wenn man nicht ständig von niedlichen Welpen abgelenkt ist. ;)

    Ansonsten als Tipp: Manche Züchter veranstalten auch Nachzuchttreffen, da sieht man dann viele Hunde unterschiedlichen Alters und kann sich nicht nur mit dem Züchter, sondern auch mit den neuen Besitzern austauschen und die Hunde mal längere Zeit "live" sehen. Vielleicht wäre das noch eine Idee für dich? :smile:

    Drinnen machen sich beide oft steif, staksen aneinander vorbei, stellen sich gegenseitig, fixieren sich, usw. Es wird auch mal gegrummelt, meistens aber von Kimi, die eh sehr redselig ist.

    Da würde ich schon ansetzen und a) alles, was als Ressource verfügbar ist, wegräumen und b) konsequent eingreifen und managen, d.h. jedem Hund einen festen Platz zuweisen und da "Klappe halten, nicht provozieren" üben.

    ... allein heute hatten sie sich zweimal in der Wolle und langsam wird es wirklich ernst. Nichts mehr mit nur noch Drohen, Knurren, Stolzieren, usw. Sie gehen regelrecht aufeinander los, hängen aneinander, sind kaum zu trennen und vor allem beißen sie auch. Da ist nichts mehr mit "so tun als ob". Wobei bisher keine Auseinandersetzung blutig geendet hat, aber es läuft echt nicht gut mit den beiden.

    Ganz ehrlich: Willst du dir das wirklich antun? Musst du die Hündin behalten? Man kann da sicher über striktes Management Ruhe reinbringen, aber wenn sich die Hunde so wenig mögen, wird das in absehbarer Zeit kein harmonisches Zusammenleben. Da kommt eine ganze Menge Arbeit auf dich zu, wenn du sie behältst.

    Vielleicht sollte man versuchen, 2/3 der Mahlzeiten vormittags zu füttern und abends noch mal ne kleine Runde zu gehen für ein Häufchen?

    Würde ich machen. In der Junghundezeit herrscht oft so viel Chaos im Hundekopf ;) , da finde ich es bei wirklich vielen Problemen schwer, das an einem konkreten Auslöser festzumachen. Wie du schon schreibst: Weihnachten, kranke Familienmitglieder, verschobener Tagesablauf durch Ferien, dazu ev. 'ne Unsicherheitsphase und pubertätstypisches "Austesten"... Da kommt schon einiges zusammen. Aber wenn man zu einer Routine findet und sich das ganze wieder eingespielt hat, verschwinden solche Sachen auch bald wieder, versprochen. :smile:

    Und übe mich sonst in Geduld und durchhalten.

    Viel Glück und alles Gute! :smile:

    Wann müsste ich denn abends füttern, damit er nachts nicht mehr raus muss?

    Wann gibt's denn für ihn die letzte "richtige" Portion Futter? Danach würde ich noch mal rausgehen zum Lösen und dann, wie @Tüdeldü schon empfiehlt, keinen Kong mehr geben. Ich hab' bei meinen beiden das Gefühl, dass das Schlecken und das "verzögerte Fressen" die Verdauung noch mal so richtig anregt.

    Ich würde den Hund auch mit nach oben ins Schlafzimmer nehmen. Lass ihn in der Box, wenn das deinem Mann wichtig ist, und deklarier es als Übergangslösung, wenn das beim Überzeugen hilft.

    Ansonsten würde ich es genau so machen, wie du das schon angefangen hast: Wenn er sich nachts meldet, rausgehen (angeleint, wenn er sonst zu sehr aufdreht und rennen/spielen will), keine Action, kein Futter, wieder rein - weiterschlafen. So lange, bis es ihm öde wird. Da er mit der Nummer ja bisher Erfolg hatte, wird es vermutlich eine Weile dauern, bis sich das wieder gibt - ist ja schließlich ein cleveres Terriertier. ;)

    (Dass das Alleinbleiben und Alleinschlafen schon mal gut geklappt hat und jetzt plötzlich nicht mehr, könnte auch an einer Unsicherheitsphase liegen – wäre in dem Alter nicht untypisch und für mich ein Grund, den Hund auf jeden Fall nachts in der Nähe haben zu wollen, bevor er sich in die Angst reinsteigert.)

    Spaß machts und draußen explodiert sie vor Energie. Ich würde sie nur gerne auch in der Wohnung beschäftigen, sie wirkt oft so gelangweilt.

    Ich finde es eigentlich ganz gut, wenn ein Hund gelernt hat, dass drinnen Pause angesagt ist. Wenn der Hund von sich aus Ruhephasen anbietet, würde ich nicht versuchen, ihn unbedingt im Hause zu beschäftigen.

    Ansonsten, wenn du wirklich was für drinnen suchst: Was sagt sie denn zu kurzen, knackigen (sehr hochwertig belohnten) Denkspielen? Also z.B. ein Intelligenzspiel wie die Hütchensuche, wofür es dann richtig außergewöhnliche Leckerli gibt. Das hätte den Vorteil, dass du sie nicht zu sehr "hochdrehst", sie aber mitdenken und schnüffeln muss (= macht schön müde und fordert den Hund geistig) und man das in sehr kleinen Einheiten machen kann, sodass die Motivation erhalten bleibt.

    Shawnee habe ich sehr naiv ausgesucht – er war derjenige, der mir mit etwas über drei Wochen beim ersten Besuch auf den Schoß gerobbt ist und da den ganzen Nachmittag verbracht hat, also wollte ich ihn. Keine "vernünftige", aber eine sehr gute Entscheidung – ich finde ihn unbeschreiblich großartig und er passt hierher. :smile: (Eine Warteliste gab's nicht, Optik war egal, da alle Rüden eh blue-merle waren und es sollte lieber ein Rüde sein, das waren die einzigen Kriterien.)

    Bei Myrddin hatte ich genauere Vorstellungen bzgl. des Charakters, die ich mit der Züchterin besprochen habe, bevor die Welpen überhaupt geboren waren. Als ich dann das erste Mal zum Gucken da war, hatte die Züchterin einen Rüden, den sie beobachten wollte, ob sie ihn selbst behält oder in Co-Ownerschaft abgibt, beim Rest hatte ich sozusagen "freie Wahl". Myrddin war von Anfang an mein Favorit und ich hab' ihn mir mit knapp 4 Wochen vormerken lassen. Ich hätte mich später umentscheiden können, da einer seiner Brüder erst spät Interessenten hatte, aber ich bin dabei geblieben und sehr, sehr froh darüber.

    Shawnee, mein mitterweile 11-jähriger Rüde, ist genauso, und das schon immer. Er mag so gut wie nie mit Menschen (mit Spielzeug) spielen und auch andere Hunde sind ihm eher egal. Solange er gesund und glücklich ist – was soll's? Am Anfang habe ich ziemlich lange versucht, ihn zum Spielen zu Motivieren, aber wenn das für ihn keinen Sinn ergibt oder ihm einfach keinen Spaß macht, dann "muss" er das auch nicht.

    Insofern: Ich finde nicht, dass ein Hund unbedingt spielen muss, um glücklich zu sein. Wenn deine Hündin gerne kuschelt und lieber draußen (mit dir zusammen) rennt und tobt, dann ist das doch super! :smile: Solange man irgendwas hat, was allen im Mensch-Hund-Team Spaß macht, ist doch alles gut.

    Meine beiden (Aussierüden, 2 und 11 Jahre) spielen untereinander schon anders als mit anderen Hunden - das liegt aber eher daran, dass sie sich einfach besser kennen und halt quasi immer zusammenleben, denke ich.

    Ansonsten mögen sie bestimmte "Spieltypen" bei Hunden (oder besser gesagt: der jüngere mag, der ältere spielt eigentlich seltenst mit anderen Hunden): seine bevorzugten Hunde sind meist mittelgroß, schnell, nicht sooo empfindlich und wechseln flott vom spielerischen Raufen ins Jagdspiel und umgekehrt. Er findet z.B. die meisten Ridgebacks super, hat eine Dalmatinerhündin, mit der er gerne flitzt, und einen Hütehund-Mix auf dem HuPla, mit dem er wirklich klasse spielt. Die meisten Labbis sind ihm viel zu lahm, aber auch da gibt's ein paar wirklich saucoole Exemplare, die er gerne mag. Manche Rassen treffen wir hier leider viel zu selten, da weiß nicht, ob er den individuellen Hund mag oder auch von anderen Rassevertretern so begeistert wäre.

    Bei anderen Aussies ist's eine 50/50-Chance ob es wirklich ein Spiel ist oder die Sache ins Mobbingverhalten kippt (besonders bei größeren Gruppen, wo sich dann mehrere Hund ein "Opfer" aussuchen – da bin ich echt empfindlich und halte ihn lieber raus). Mit sehr kleinen Hunden (Verletzungsgefahr) oder solchen, denen man auf den ersten Blick ansieht, dass sie körperlich nicht mithalten können, lasse ich Spielversuche gar nicht erst zu.

    Kurzfassung... ;) Meine Hunde mögen eher ein bestimmtes Spielverhalten als immer ihre eigene Rasse als Spielpartner.