Wenn mich Kinder fragen, ob sie die Hunde streicheln dürfen, sage ich meist freundlich 'Nein' und bedanke mich aber, dass sie gefragt haben. Wenn dann Nachfragen kommen, warum denn nicht, bin ich ehrlich gesagt dazu übergegangen, zu lügen und zu sagen, dass meine Hunde ganz schlimm Angst vor Kindern haben und deswegen nicht angefasst werden mögen.
Zum einen erspart mir das die "Gefährliche Köter!" - Diskussion mit den empörten Eltern, die ich hätte, wenn ich sagen würde "der eine mag keine Kinder und hält sich die sonst selbst vom Leib, der andere ist nett, aber ich kenne sie und ihr Kind ja gar nicht", zum anderen verstehen die Kinder das meist sehr gut, dass man nicht auf ein Tier zurennt, das sich fürchtet. Die Kiddies haben was gelernt (... ist zumindest so meine stille Hoffnung
) und meine Hunde und ich können in Ruhe unseren Weg fortsetzen.
[...] seitdem bin ich dazu übergegangen die Kinder direkt kurz und knackig auszuschimpfen, einfach damit sie sich das merken.
Das ist meine Notlösung, wenn schreiende, wild mit den Armen wedelnde Kinder ohne zu fragen auf meine Hunde losstürzen wollen. Ein kurzes, knackiges, "Stopp, lass das/bleib stehen!" und dann etwas ruhiger der Hinweis, dass man fragt, bevor man zu einem Hund hingeht.
Aber solche Situationen kommen hier zum Glück nur sehr selten vor, in den allermeisten Fällen geht's mit der höflichen Variante sehr gut. Ich treffe eigentlich meistens sehr nette, fast ein wenig schüchterne Kinder – das Problem, wenn denn überhaupt eins auftaucht, sind dann eher die Eltern.