Beiträge von pardalisa

    Das ist aber ein verdammt stereotypisches, klischeebehaftetes Bild von Geschlechterrollen, das du da hast. :hust:

    Der Vertrauensbruch wäre, wenn der zweite Hund schwuppdiwupp da wäre.

    Nein, ist es eben nicht. Vertrauen kannst du in Dinge haben, die dir entweder rechtmäßig zustehen (z.B. deine körperliche Unversehrtheit) oder in Dinge, die innerhalb der Beziehung gegenseitig versprochen wurden (z.B. dass man eine monogame und keine offene Beziehung führen möchte).

    Aber es gibt kein universelles Recht, dass sich der Partner keine weiteren Haustiere (ohne Nachfrage) anschaffen kann. Und solange man das in der Beziehung nicht festgelegt hat, dass man nur einen Hund will, ist es eben auch kein "Vertrauensbruch", wenn einer der Partner einen zweiten Hund möchte, den ankündigt, der ablehnende Partner keine schlüssigen Argumente präsentiert und dann eben der gewünschte Hund einzieht.

    Man kann das doof finden und die Beziehung dann beenden, aber welches Vertrauen wurde da gebrochen?

    Meine Hunde können genau unterscheiden, wann das Futter, das auf dem Boden liegt für sie "freigegeben" ist und wann nicht.

    Wenn ich ihnen was im Garten verstecke, dann müssen sie sitzen/abliegen und werden mit Kommando losgeschickt = Futter darf genommen werden.

    Wenn sie draußen beim Spaziergang zufällig was finden, gab's kein Freigabekommando vorher = Futter darf nicht genommen werden.

    So schwierig finde ich das nicht. :???: Und für die Unterscheidung ist es auch völlig egal, ob man den Hund zu Hause aus dem Napf, vom Boden oder aus der Hand füttert. Wenn der Hund einmal verinnerlicht hat, dass Futter nur nach Erlaubnis genommen wird, spielt das keine Rolle mehr.

    Ah okay, dann verstehe ich das wie du das meinst, @Kleenes87. Als Interessent wäre ich da auch deutlich vorsichtiger und würde mich nie (nur) auf die Aussagen eines Verkäufers verlassen. :smile:


    "Quält ihr euch dann eigentlich noch?"

    "Quälen" würde ich das nicht direkt nennen – aber ja, wenn ich beim Aufräume über Fotos stolpere oder so, dann vermisse ich den Hund ziemlich.

    Aber letztendlich mache ich mir immer klar, dass es sowohl für den Hund als auch für meine Eltern die beste Lösung war und alle anderen Alternativen für einen der Beteiligten deutlich mehr Leid und Kummer bedeutet hätten.

    @Kleenes87 Wie meinst du das, dass man nicht gut zwischen seriös und unseriös unterscheiden kann – als Interessent oder als Verkäufer?

    Wenn ich ein Tier vermitteln wollen würde und das nicht über eine Organisation/TH/Züchter könnte, würde ich es auch über die Kleinanzeigen versuchen. Klar, vermutlich muss man da eine Menge unpassende Interessenten aussortieren, aber das habe ich doch selbst in der Hand.

    Je nachdem, mit welchen Kriterien ich an so eine Auswahl rangehe, ist das doch nicht besser oder schlechter als über andere Wege?

    Ich könnte mir bei so unkonkreten Aussagen eben auch vorstellen, einen Hund zu holen, wenn es vom Partner nicht erwünscht ist. Besonders einen, der "nur" ein Begleithund ist und genauso viel wiegt wie Nr 1.

    Kann ich gut verstehen – je nachdem, wie der persönliche "Diskussionsstil" so ist, könnte man sich ja mal zusammensetzen und eine Pro/Contra-Liste machen? Also alle Bedenken sammeln, alle Vorteile auch, und dann den Partner mit "harten Fakten" ;) davon überzeugen, dass ein zweiter, pflegeleichter, kleiner Hund in deinem konkreten Fall im Alltag eigentlich keinen großen Unterschied macht.

    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist deine Hündin doch nett, erwachsen und "baustellenfrei", oder? :smile:

    Frage: wenn ihr einen weiteren Hund möchtet (und einer in Aussicht steht), aber euer Partner auf keinen Fall einen Hund haben möchte - wie würdet ihr reagieren?

    Bei uns ist das Thema leider sehr präsent.

    Käme für ich drauf an, warum der Partner keinen Zweithund will.

    Wenn er an dem Aufwand (Spaziergänge, Füttern, Training, etc.) und den Kosten beteiligt ist und sich keinen zweiten Hund zutraut, würde ich den Zweithundewunsch knicken.

    Wenn es "nur" darum geht, dass er nicht ganz versteht, warum man überhaupt einen zweiten Hund haben will, aber schon mit dem Ersthund eigentlich keine Arbeit hat und daran wenig beteiligt ist, würde ich noch mal ganz gezielt darüber sprechen, was denn die Bedenken sind, wenn ihn das sowieso nur peripher tangiert. ;)

    Edit: Hat sich überschnitten – tja, dann kommt's drauf an, wie wichtig einem die Ruhe in der Beziehung ist... Ich würde wahrscheinlich meinen Zweithund einziehen lassen, aber ich bin da auch ein schlechter Ratgeber in zwischenmenschlichen Dingen. ;)

    Wirklich eine lustige Idee für einen Thread! :gut:

    Bei uns sind "Aussies" (eingedeutscht ausgesprochen) die Hunde und "Oussies" (englisch ausgesprochen) die Kommilitonen aus Australien. Macht die Unterscheidung einfacher im Freundeskreis. :D

    Schön fand ich auch, als unsere kanadische Verwandtschaft nach der richtigen Aussprache des "Großspitz" fragte – auf Englisch heißt die Rasse "German Giant Spitz" (was übrhaupt eine ziemlich coole Beschreibung ist, ich hätte da immer einen deutlich größeren Hund vor Augen... ;) ), aber einen Englisch-Muttersprachler bringt die Kombination "ßsp" ganz schön ins Stolpern.