Beiträge von pardalisa

    Muss man denn immer alles begründen müssen?
    Wie würdest du dich fühlen wenn du für jeden Kleinscheiß diskutieren müsstest, weil ein einfachen "Ich will nicht." nicht akzeotiert wird?

    Und ja, das hat was mit Vertrauen zu tun. Damit, das ich meinem Partner vertraue das er meine Wünsche respektiert.

    Weil ich "Will nicht" für ein kindisches Abblocken halte. Wie gesagt, ich find's völlig okay, wenn jemand für seine Ablehung von irgendwas einen klaren Grund artikulieren kann und würde das dann vermutlich auch akzeptieren, wenn mir an der Beziehung etwas liegt (z.B. "Ich hab' Angst, dass dann weniger Zeit für uns übrig bleibt, weil mehr Zeit für die Hunde nötig ist" oder "Ich würde lieber öfter spontan Dinge mit dir unternehmen, die mit zwei Hunden nicht gehen" wären zwei völlig verständliche Gründe) - aber einfach nur zu sagen "Weil ich das nicht will", finde ich sehr, sehr egoistisch.

    Und eine Hundeanschaffung, die sich einer der Partner in einer Beziehung sehnlich wünscht, wäre für mich auch kein "Kleinscheiß". ;)

    Und das mit dem Wünsche respektieren: ja, sicher. Aber das ist ja keine Einbahnstraße... Wenn ich die Wünsche meines Partners respektiere, sollte ich mir wenigstens soviel Mühe machen und mein Nein zu seinen Wünschen und Bedürfnissen begründen können.

    Mich würde da im Vergleich mal interessieren, wie das bei Pferden ist.

    Bei uns gibt's z.B. eine Gaststätte im Wald, die ein beliebtes Ausflugsziel ist und bei der regelmäßig auch Reiter anhalten, ihre Pferde draußen anbinden und dann 'ne Portion Pommes oder so essen.

    Wenn da in der Zwischenzeit ein Kind hingeht, hinter dem Pferd herumläuft oder das Pferd an den Hinterbeinen "streicheln" will und dafür einen Tritt abbekommt - haftet dann auch der Pferdehalter? Wahrscheinlich ja, oder? "Muss" ein Pferd sowas tolerieren? Oder kommen solche Situationen gar nicht vor, weil Kindern und Eltern vor Pferden eh mehr "Respekt" haben und da gar nicht erst drangehen?

    Da stelle ich mir das im Vergleich zum Hund mit der Sicherung und Erziehung irgendwie noch schwieriger vor...

    Mit deiner angestrebten Rasse kenne ich mich gar nicht aus und in der Frage, ob ein Welpe oder ein erwachsener Hund besser wäre, bin ich auch keine Hilfe, weil hier bisher immer nur Welpen eingezogen sind und mir der Vergleich fehlt, aber falls dir zu diesen drei Punkten Erfahrungswerte helfen... :smile:

    Ist ein Welpe zu einem dann 6,5jährigen Hund noch vertretbar oder ist der Altersunterschied zu groß? Wie gestaltet sich die Situation, wenn Hund 1 irgendwann vielleicht einmal nicht mehr so richtig kann und Hund 2 noch in den besten Jahren ist?

    Myrddin zog bei mir als Welpe ein, als Shawnee neun Jahre alt war, und das lief und läuft prima. Körperlich anstrengende Dinge wie Radfahren oder mehrere richtig lange Wanderungen nacheinander mute ich dem Senior nicht mehr zu, aber die Hunde haben mit dem großen Altersunterschied überhaupt kein Problem und die alltäglichen Spaziergänge laufen sie zusammen.

    Wie sieht es ganz praktisch aus, mit zwei Hunden z.B. im Verein zu trainieren? Geht das parallel und abwechselnd wird am Zaun angebunden oder im Auto gewartet, oder wie sieht das aus? Mir gehts jetzt in erster Linie um Beschäftigungskurse, wenn beim Welpen irgendwann in ferner Zukunft mal die Erziehungsgrundlagen gelegt sind.

    Kommt auf den Verein an. Wenn ich beide dabei habe (der ältere Rüde arbeitet nur noch, wenn er Lust hat, und 'muss' deshalb nicht immer mit) liegt der eine am Rand ab, während ich mit dem anderen arbeite, und dann wird getauscht. Wenn der wartende Hund dabei ruhig ist, ist das bei uns im Verein okay, wenn nicht, warten die "Auswechselspieler" im Auto.

    Wie mitnahmetauglich sind zwei mittelgroße (erzogene) Hunde im Alltag? Mit Leni bin ich noch nie irgendwo angeeckt, aber wie sieht das mit Zweien aus? Biergarten, Restaurant, Bahnfahren...? Wie sieht da die Akzeptanz der Mitmenschen aus?

    Ich wohne in einer Studentenstadt, da kann man Hunde ganz gut mitnehmen - Biergarten, Café, etc. ist alles kein Problem, auch nicht mit zwei mittelgroßen Hunden (55 bzw. 62cm Schulterhöhe). Was ich mit zwei Hunden wirklich grauenvoll fand, war das Bahnfahren - nicht nur, dass es unverschämt teuer ist, die Platzsuche mit zwei Hunden in der Größe macht auf den "volleren" Strecken auch überhaupt keinen Spaß.

    Ich war froh, dass ich ein paar Monate nach Einzug des Zweithundes endlich mein lange geplantes Auto hatte.

    Ich könnte hier im Moment auch eher mit meinem 11-jährigen Hund als mit meinem 2-jährigen mitschreiben. :roll:

    Der Senior hat nämlich beschlossen, dass er ja beim Spaziergang anfangen könnte Pferdeäpfel zu fressen (hat er das komplette letzte Jahrzehnt nicht gemacht) und den Rückruf nur noch im Schneckentempo ("Du hast gerufen? Jaaa, ich komme ja. Aber diese Ameise hier wird definitiv vor mir bei dir ankommen, darauf mach dich schon mal gefasst!") auszuführen.

    Dagegen der eigentliche Jungspund? Hört auf's leiseste Wort, ist kuschelig und anschmiegsam bis zum Umfallen und apportiert mir sogar weggeworfene MacDoof-Tüten aus dem Gebüsch, anstatt den Müll zu fressen.

    Naja, wär' ja auch zu langweilig, wenn sie beide immer nur brav wären. :lol:

    Gut, aber ein "is eben so" würde ich so deuten, dass der Partner eben dagegen ist, und selbst wenn es nur ist, dass er das einfach nicht will, auch wenn Geld etc. vorhanden ist.

    Joah, und für mich wäre eine Beziehung, in der jemand ohne triftigen Grund irgendwas kategorisch ablehnt, was dem anderen wichtig ist, keine Beziehung, die ich anstreben würde. Aber jeder wie er mag. :smile:

    So ist es richtig; das Wort kommt nicht vom "stillen Leben", sondern bezieht sich auf den Lebensstil.

    Nein, nicht ganz. "Richtig" im Sinne der dt. Rechtschreibung ist beides – Stilleben und Stillleben.

    Ursprünglich hieß es tatsächlich Stilleben – aber nicht, weil sich das auf irgendeinen Lebensstil bezieht ;) , sondern weil das Wort als Fachbegriff aus der Malerei aus dem Niederländischen übernommen wurde (stil = unbewegt und leven = Dasein). Es bezeichnet(e) also die künstlerische Darstellung von unbelebten Gegenständen, die nach ästhetischen/symbolischen Gesichtspunkten angeordnet wurden.

    Aber hier ging's doch gar nicht darum, dass nicht gefragt wurde, oder dass ein ein gut begründetes Nein abgelehnt wurde – sondern darum, dass ein Nein nur mit "Is' eben so!" begründet wurde.

    Und das finde ich genauso respektlos dem Partner gegenüber. Natürlich gibt es gute Gründe gegen einen Zweithund – besonders, wenn man Wohnung/Haus und Finanzen teilt –, aber dann kann man solche Gründe auch anführen und in Ruhe gemeinsam drüber sprechen. Und wenn diese Gründe nicht vorhanden sind – dann wäre für mich die Anschaffung eines Hundes gegen ein Nein des Partners auch nicht respektlos.