Je nach Häufigkeit, kann man damit auch antrainierten, dass es a) ok ist, etwas derart fest zu halten (auch wenn der Hund das grundsätzlich eigentlich nicht tut) dass es nicht herausgezogen werden kann und b) wenn einmal zugebissen wurde, nicht mehr loszulassen und C.) wird dabei der Mensch als möglicher Gegner etabliert.
Wenn man ein Zerren mit dem Hund als Kampf 'inszeniert', klar kann es da zu Problemen kommen. Das hat aber dann nix mit der Häufigkeit zu tun, sondern damit, wie ich das aufbaue und wie der Ablauf ist.
Gerade bei einem Spiel ist der Mensch eben nicht (ernsthafter) Gegner und der Hund lernt eben nicht, dass zugebissen und nicht wieder losgelassen wird – ganz im Gegenteil! Spiel findet gemeinsam statt und gerade das 'Aus'-Kommando kann man hervorragend damit üben.
Hunde können nicht abstrahieren. Einer Hose oder einem Hemd oder einer Decke wird er genau den gleichen, bzw. genau so wenig Respekt entgegenbrngen, wie einem Zerrknoten.
Doch, natürlich können Hunde das unterscheiden. Mein jüngerer Rüde (22kg schwer, also nicht riesig aber auch nicht mini) liebt Zerrspiele, aber er spuckt ausnahmslos alles an Beute aus, wenn ich das möchte, und er hängt mir nirgendwo in den Klamotten.
Von irgendjemandem hier im Forum stammt der großartige Satz "Ich kann alles erlauben, was ich auch wieder verbieten kann" – das fasst es hier eigentlich auch prima zusammen: Solange ich ein vernünftig sitzendes Abbruchkommando habe, kann ich mich problemlos mit dem Hund im Spiel mit einem Zergel über den Boden rollen. Dafür braucht's keinen 'Respekt' vor irgendwelchen unbelebten Gegenständen. Und eine (von vielen) Möglichkeiten, dieses Abbruchkommando zu festigen, ist eben eben die spielerische Übung in Zerr- und Ziehspielen.