Beiträge von pardalisa

    Und wenn der Hund das im Garten macht, wird er es sehr wahrscheinlich auch draußen machen.

    Nicht unbedingt. Meine Hunde dürfen Katzen aus dem Garten vetreiben, würden aber draußen (= außerhalb des Grundstücks) keine jagen. Die können das sehr gut unterscheiden – genauso, wie sie melden dürfen und sollen, wenn jemand fremdes das Grundstück betritt, aber trotzdem beim Spaziergang nicht einfach Passanten anbellen.

    Was das Verscheuchen der Katzen vom Grundstück angeht: Meine Hunde bellen, setzen den Katzen hinterher, würden sie aber mit größter Wahrscheinlichkeit weder erwischen noch ernsthaft versuchen zu packen/töten. Denen geht es nicht um das Jagen, sondern wirklich darum, die "Eindringlinge" aus ihrem Terretorium zu vertreiben. Mit dem Restrisiko, dass sie doch mal eine Katze erwischen und die sich dabei verletzt, lebe ich. Genauso, wie der Katzenbesitzer mit dem Restrisiko lebt, dass die Katze nicht mehr nach Hause kommt, das immer besteht, wenn man seiner Katze unkontrollierten Freigang gewährt. (Sollte sich allerdings eine Katze auf unserem Grundstück verletzen, würde ich die zum TA bringen und versuchen, den Besitzer ausfindig zu machen. Sowas ist allerdings in all der Zeit, die hier schon Hunde leben, noch nie vorgekommen – Katzen sind ja nicht blöd, die merken sich, dass hier Hunde leben und suchen sich andere Ecken.)

    Wenn immer es geht, sage ich etwas, wenn ich solche Szenen beobachte. Wo ich allerdings wirklich vorsichtig bin, sind Situationen, in denen man sich selbst nur (unnötig) in Gefahr bringt. "Schönstes" Beispiel: Wir hatten hier jahrelang einen Typen, der unregelmäßig mit seinem DSH am Fahrrad im Wald unterwegs war. In der einen Hand die Hundeleine, die andere Hand am Lenker und quer über den Lenker einen großen, dicken Stock gelegt. Wenn der Hund Spaziergänger oder andere Hunde angebellt hat, hat der Typ ihn damit regelrecht zusammengeschlagen.

    Der Hund tat mir unendlich Leid, aber der Kerl war jedes Mal komplett in Rage – das einzige Mal, dass ich meinen Mut zusammengekratzt und ihn gefragt habe, was das soll, kam der mit dem völlig ausgetickten Hund auf mich zu und hat angedroht, dass er seinen Hund auf meinen hetzt und ich gerne auch Prügel mit dem Stock beziehen könnte. Der sah aus, als ob das keine leere Drohung wäre. :fear:

    Bei solchen Dingen geht mir Eigenschutz vor Zivilcourage. Ansonsten, wenn z.B. genügend Leute als "Zeugen" dabei sind und man nicht allein mitten im Wald steht, sondern in einer 'belebteren' Ecke unterwegs ist, sage ich etwas.

    Mal ganz abgesehen davon, was der Katzenbesitzer fordern könnte: Was man auch auf jeden Fall im Hinterkopf haben sollte, ist, dass in einigen Bundesländern das Hundegesetz besagt, dass ein Hund, der ein anderes Tier verletzt oder tötet, Auflagen wie z.B. Wesenstest, Leinenzwang und Maulkorbzwang bekommen kann.

    (Insofern ist es nicht nur moralisch absolut daneben, hier damit anzugeben, dass die eigenen Hunde schon mehrere Katzen auf dem Gewissen haben – das ist schlicht dumm. :hust: )

    Polemik macht ein Argument nicht besser, Deppen können durchgehend quatschen, aber Babies können auch durchgehend schreien.

    Wo ist das denn "Polemik", was ich geschrieben habe? :ka: Falls es so ankam, tut mir das leid, so war es überhaupt nicht gemeint.

    Es ist doch völlig okay, wenn euch andere Dinge nerven als mich, für seine Gefühle kann niemand etwas (klingt in euren Beiträgen ein wenig als würdet ihr mich dafür verurteilen).

    Klar ist das okay. Hier hat ja auch niemand gesagt, dass du das so nicht finden oder meinen darft – aber ich find's wichtig, dass man darauf hinweist, dass eben nicht alle Hunde nervig sind und unbedingt zu Hause bleiben sollten und dass es zahlreiche Beispiele gibt, in denen "Hund in der Uni" ganz hervorragend funktionieren kann.

    Dein Satz: "Dann kommt noch dazu, dass es einfach nervt" klang für mich einfach nur so abschließend und einseitig als würde das für jeden Hund gelten – das wollte ich relativieren. Mehr nicht. :smile: Kein Grund, sich gleich angegriffen und verurteilt zu fühlen. ;)

    Dann kommt noch dazu, dass es einfach nervt.

    Das ist aber ein bisschen verallgemeinert, oder? Klar, ein fiepender Hund nervt und sollte besser zu Hause bleiben.

    Aber ein ruhiger Hund, der einfach unterm Tisch pennt und auf seiner Decke bzw. bei kleinen Hunden ev. in seiner Tasche bleibt? Da sehe ich echt kein Problem.

    Mein älterer Rüde hat mich an meiner alten Uni regelmäßig in die Vorlesungen begleitet – große Räume, viele Leute, beschwert hat sich in den knapp drei Jahren nie jemand, ganz im Gegenteil: häufig habe ich erst beim Rausgehen Kommentare gehört wie "Ach, da war ein Hund? Hab' ich gar nicht mitbekommen."

    (Und davon mal ab – ich finde die Deppen, die meinen, sie müssten in der letzen Reihe sitzen und durchgehend quatschen, während der/die Prof redet, ja deutlich nerviger als jedes Kind, das mal kurz ein paar Töne von sich gibt...)

    Wie kann ich also mit ihr üben das sie an der Leine an den Hunden vorbei geht`?

    Kennst du ein paar Hundehalter in deiner Umgebung, mit denen du dich zu einem regelmäßigen "Trainingsspaziergang" zusammentun könntest? (Also z.B. dass ihr alle mit Abstand übt, dass die Hunde an der Leine gehen oder dass ihr euch verabredet und "zufällige Begegnung" irgendwo in einer ruhigen Ecke übt?)

    Ansonsten gibt es einige Hundeschulen, die Social Walks (= Spaziergänge an der Leine, wo das ruhige Verhalten geübt wird) anbieten. Wenn sowas vernünftig geleitet wird und in überschaubarer Größe stattfindet, könnte das auch helfen.

    Der Denkfehler ist immer, dass viele HH der Meinung sind, ihre Hunde müssen mit Artgenossen spielen, da sie ansonsten nicht wirklich glücklich und zufrieden sind...

    Die Beobachtung kann man hier auch immer wieder machen und eigentlich ist's schade – da werden Hunde zu Freilaufflächen gekarrt und ins Getümmel "geworfen" und die haben sich damit irgendwie abgefunden, aber ob denen das wirklich was bringt oder ob sie bei einem ruhigen Spaziergang mit ein bisschen Unternehmungen mit ihrem Besitzer nicht vielleicht besser aufgehoben wären?

    Mein älterer Rüde ist z.B. so einer: der fand fremde Hund schon relativ früh uninteressant und macht beim Spaziergang lieber sein eigenes Ding. Dabei (oder vielleicht gerade deswegen) ist er wirklich nett und ich kann ihn problemlos auf eine Wiese mit völlig fremden Hunden aller Altersklassen stellen, aber es interessiert ihn einfach nicht. Spielen? Nein, danke. Spaziergänge mit bekannten Hunden, wo man nicht herumsteht, sondern ein bisschen Strecke zurücklegt und jeder so vor sich hinschnüffelt – die findet er klasse.

    Grundsätzlich: ja, ein Hund im Studium ist gut möglich – wenn man ein paar Dinge beachtet und sich vorher genau überlegt, ob man das kann/will bzw. bereit ist, in einigen Bereichen Kompromisse einzugehen...

    Die zwei wichtigsten Punkte wären für mich a) Betreuung und b) Finanzen. Gerade im Studium, wo es mal Praktika, Blockseminare, Lerngruppentreffen etc. geben kann, solltest du jemanden haben, der den Hund sicher und zuverlässig betreuen kann, falls du länger außer Haus bist. (Und einen Plan B und C, wenn derjenige ausfällt.) Das ist ein Punkt, den man schon vor der Hundeanschaffung auf jeden Fall beachten sollte – auch, was z.B. Größe, Gewicht und Rasse des zukünftigen Hundes angeht: einen kleinen, netten, leicht zu händelnden Hund bekommt man eben viel schneller bei Freunden oder Familie untergebracht als einen großen, schweren, der vielleicht noch die eine oder andere Erziehungsbaustelle hat.

    Und was die Finanzen angeht: in den Threads, die oben schon verlinkt wurden, gibt's Erfahrungswerte, was ein Hund so ungefähr im Monat kostet.

    hmm, hab hier grad so mitgelesen - was habt ihr um himmels Willen habt ihr eigentlich für Hundewiesen, dass ihr so komplett dagegen seid?

    Würde mich wirklich mal interessieren - also wie gross, wie stark frequentiert, was für eine Umgebung??

    Wir haben zwei Hundewiesen: eine kleine eingezäunte neben der Straße, wo der Zaun allerdings große Löcher hat und die Nachbarn ihre Kompostabfälle über die Hecke schmeißen, was Ratten und Kaninchen anzieht (beides ganz toll auf einer Hundewiese...); und eine größere uneingezäunte abseits der Straße, wo sich dann aber auch alles an Hunden tummelt, fröhlich Bälle mitten in die Gruppe geworfen und ungefragt Leckerli verteilt werden – da kracht's bei schönem Wetter regelmäßig und die Mitarbeiter der Tierklinik hier können dolle Geschichten erzählen, was alles schon auf direktem Weg von der Hundewiese bei ihnen gelandet ist und wieder zusammengeflickt werden musste.

    Bei schlechtem Wetter kann man da 'ne Runde drehen, dann sit die Hundedichte erträglich, aber so toll ist das Gelände nun auch nicht – ich gehe meine Runden mit den Hunden lieber im Wald oder in der Feldmark.