Mag sein, dass der imaginäre gefragte Hund sagt, dass er am liebsten den ganzen Tag mit seinem Menschen zusammen draußen ist – aber was ist, wenn er sagen würde, dass es ihm in einer Innenstadt zu laut und zu voll ist? Dass er sich einen stillen Rückzugsort wünscht, an dem er auch mal für ein Stündchen ganz für sich sein kann? Dass "immer dabei sein" gar nicht sein höchstes Ziel im Leben ist, sondern dass er seine 18-20 Stunden Schlaf am Tag lieber nicht zwischen Autoabgasen, Fußgängern und auf Asphalt verbringen würde?
Beiträge von pardalisa
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@Jezzmen Bei solchen Tipps wäre ich echt vorsichtig. 'Problematisch' ist ja nicht nur der Einzug des Welpen bzw. das erste Kennenlernen, da kommen ja noch so schöne Dinge wie Pubertät usw., wo es zu Streit unter den Hunden kommen kann.
Bei einem Ersthund, der anderen Hunden nicht gleich freudestrahlend um den Hals fallen möchte, würde ich viel mehr auf passendes Geschlecht/Größe/Charakter/Rasse achten als auf den Zeitpunkt des Einzugs.
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Ich hab da das Problem, dass sie sofort zu mir kommt, sobald Spannung auf die Leine kommt.
Eindeutig viel zu gut erzogen dein Hund.

Nein, Scherz beiseite, dann wüsste ich im Moment auch keinen guten Tipp. Vielleicht höchstens noch, am Anfang mit so einer Anti-Fliegen-Haube aus dünnem Gitter/Netz über dem 'Fundstück' zu trainieren, sodass der Hund da gar nicht erst mit der Nase dran kommt. Ist natürlich arg gestellt dann, die Situation, aber vielleicht durchbricht man damit erst mal die Verhaltenskette und kann die Haube dann schnell wieder abbauen.

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Also dann: Habt ihr eine Idee, wie ich Gio beibringen kann, dass er mir gefundenes Essen zeigt, anstatt es zu mir zu bringen? Wie ich vor ein paar Seiten schrieb, wollte ich ihm beibringen, mir essbares draußen anzuzeigen, aber er bringt mir die Sachen immer her.
Was macht er denn, wenn du noch mal ein paar Schritte im Training zurück gehst, ihn an die Leine nimmst, sodass er das 'Fundstück' sehen und anzeigen, aber nicht erwischen/ins Maul nehmen kann? Und dann da ein stationäres Anzeigeverhalten (Sitz/Platz/etc.) einbaust und das solange belohnst (und mit Leine absicherst), bis er von ganz alleine schon vor dem Fund stoppt?
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Gibt es irgendwo zwischen Scharbeutz und Boltenhagen (oder naher Umgebung) einen empfehlenswerten Hundestrand?
Wenn ich mich richtig erinnere, war mein Vater mal mit unserem Familienhund am Hundestrand in Redewisch (und in dem daran anschließenden Steilküstenabschnitt wandern). Er war ganz angetan davon und auch mit unserem eher... verhaltensorginellen Hund, der andere Rüden nicht so klasse fand, konnte man sich da ganz gut bewegen. Ist allerdings schon zwei, drei Jahre her. Vielleicht hat ja jemand noch aktuelle Infos.

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Die Jungs sind auch noch zufrieden mit ihrem alten VetBed.

Aber apropos Sonntag: Hatten wir eigentlich schon eine Uhrzeit vereinnbart? Ansonsten würde ich einfach mal 11 Uhr als Treffpunkt vorschlagen, wäre das okay?

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Ein wichtiger Punkt ist dabei das "Belohnung bei mir", kann das sein? Also der Hund lernt, sich nach dem Anzeigeverhalten immer erst mal vom Köder zu entfernen. Dadurch hat man den, äh, Fuß in der Tür? Falscher Ausdruck. Egal. Also man hat dann (wie z.B. beim Vorstehen) Zeit, um notfalls anzuleinen/abzulenken und den Köder ausnahmsweise mal nicht freizugeben?
Ja, ich denke schon. Bei Myrddin sieht das so aus: er sieht ein Käsebrot im Gebüsch -> setzt sich hin (trainiertes Anzeigeverhalten) -> Blick zu mir -> ich gehe zu ihm, belohne ihn und untersuche seinen Fund -> wenn's harmlos ist, gebe ich ihn frei und er darf fressen. Wenn's nicht harmlos und/oder eklig ist, gehe ich mit ihm weiter.
Da zwischen "Hund findet was" und "Hund frisst vom Boden" für ihn relativ viel Zeit vergeht, fällt ihm die Unterscheidung leichter, denke ich. Er ist in solchen Situationen überhaupt nicht hektisch oder drängelig, vermutlich auch, weil er ja weiß, dass er sicher eine Belohnung von mir bekommt. (Und Belohnung bei mir ist für ihn eh ziemlich hochwertig, unabhängig davon, was er da bekommt. Das muss man ehrlicherweise dazusagen, weil es die Sache natürlich enorm vereinfacht, ohne dass ich groß was dafür tun müsste.)
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Ich glaube, hier gehöre ich auch hin. So ganz 100%ig "Wattebauschlerin" bin ich vielleicht nicht, aber die Ecke passt am ehesten zu mir, wenn ich mich einsortieren müsste.

Es steht ja auch immer noch die Frage von @dragonwog im Raum, wer damit erfolgreich arbeitet und trotzdem im Training draußen Futterbelohnungen vom Boden gibt, oder so ähnlich, oder?
Ich mache mit beiden Hunden regelmäßig Suchspiele, bei denen sie Futterbelohnungen vom Boden nehmen dürfen und ich habe mit dem jüngeren Rüden von Welpe an nach dem Anti-Giftköder-Konzept trainiert, das hier beschrieben wurde (Futter anzeigen, Belohnung bei mir, ab und zu darf er das Gefundene fressen, aber nicht immer). Bei ihm klappt das sehr gut und er kann die Situationen zuverlässig unterscheiden, d.h. Leckerlis, die ich freigegeben habe, werden ohne Anzeigeverhalten gesucht und gefressen (andere erlaubte Dinge auch, Fallobst z.B.), aber weggeworfene Pausenbrote, Kot, etc. werden angezeigt.
Ich kann natürlich nicht sagen, ob das daran liegt, dass er schlicht nicht sooo verfressen und dabei überdurchschnittlich kooperationsbereit ist und jeder andere Ansatz bei ihm genauso gut geklappt hätte.
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Ich habe zwei Rüden – der erste "musste" ein Rüde sein, weil ich bei seinem Einzug noch bei meinen Eltern gewohnt habe und unser Familienhund, eine kastrierte Hündin, 'ne kleine Prinzessin war.
Da wollten wir Mädelsgezicke vermeiden.Der zweite ist ein Rüde geworden, weil ich in der aktuellen Wohnsituation kein gemischtgeschlechtliches Pärchen halten will; das Trennen während der Läufigkeit wäre nur mit großem Aufwand möglich.
Insofern, ja: das Geschlecht war bei der Auswahl wichtig. Für die Zukunft könnte ich mir allerdings schon vorstellen auch mal eine Hündin zu haben, solange die Lebensumstände passen.
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Wie reagiert ihr, wenn blöde Sprüche kommen? Besonders, wenn ihr die Leute kennt?
Bei Leuten, die ich nicht kenne und die man nur so "im Vorbeigehen" auf der Straße trifft, während sie einen blöden Spruch machen, reagiere ich gar nicht. Wer so dümmlich ist, sich mit solchen Sprüchen oder dem "Anbellen" von Hunden das Ego aufzupolieren, ist jede Reaktion meinerseits überhaupt nicht wert.
Bei Leuten im Bekanntenkreis finde ich's dagegen unhöflich und das sage ich auch laut und deutlich, wenn's die Situation irgendwie zulässt. Besonders blöd ist das bei Leuten, mit denen man eigentlich nicht direkt befreundet ist, denen man aber auch nicht "entkommt", finde ich. Der Mann einer guten Freundin ist z.B. so einer: Er selbst verträgt absolut keine Kritik, nicht an sich, nicht an seinen Kindern oder an sonst an irgendeinem Aspekt seines Lebens – aber sobald seine Frau mich nach meinen Hunden fragt, wird er absolut nicht müde zu betonen, wie furchtbar er die findet. Freundliche Hinweise, dass seine Meinung nicht gefragt war, wirken nicht; mittlerweile haue ich da einfach verbal zurück. Das wiederum führt dazu, dass er einschnappt und ich hab' meine Ruhe.
