Beiträge von pardalisa

    Zu Ikea?

    Ja, kann man - zumindest hier bei uns - machen. Ob das für den Hund toll ist, sei dahingestellt, aber besser als im heißen Auto auf jeden Fall. Ich würde meine beiden zu Hause lassen, die haben von so einem "Einkaufsbummel" nix, aber kann ja jeder halten wie er möchte.

    Und ich glaube, das mit dem "Hund erlaubt" kann jede Filiale für sich entscheiden, kann also gut sein, dass das regional verschieden ist.

    Nö, lieber unbeaufsichtigt vor der Ikea-Bude, was? :dagegen:Ich hätte unter das Plakat geschrieben: Meidet hunde-unfreundliche Läden lieber so weit wie möglich.

    Nö, Hund zu Hause lassen oder mit ins Geschäft nehmen. Wieso hundeunfreundlich – der darf da doch mit rein, viele Leute lassen ihn bloß aus reiner Bequemlichkeit im Auto. Und eben das sollte mit dem Schild verhindert werden.

    Deswegen würde mich auch allgemein interessieren welche Temperaturen ihr als bedenklich empfinden und was noch ok ist. Einfach um zu sehen wie weit es da auseinander geht.

    Ich könnte da für meine Hunde keine allgemeingültigen Temperaturen nennen.

    Aber zwei Beispiele: beim Hundeplatz, wo das Auto komplett im Schatten steht (auf abgelegenem Privatgelände, also nicht direkt am Wander- oder Radweg), lasse ich alle Türen und die Heckklappe offen, der Hund hat Wasser in der Box und es wuseln genug Vereinsleute in Sichtweite herum, da lasse ich den Hund zwischendurch auch guten Gewissens im Hochsommer in der Box warten. Für ihn macht das temperaturmäßig keinen Unterschied zum Angebundensein im Schatten, nur dass er in seiner Box mehr Ruhe hat (= Rückzugsort).

    Auf einem Supermarktparkplatz o.ä. lasse ich die Fenster und Klappe nur offenstehen, wenn ich das Auto die ganze Zeit sehen kann (weil ich z.B. nur kurz was vom Erdbeerstand oder Bäcker draußen hole). Wenn das nicht geht, bringe ich die Hunde erst nach Hause und fahre dann einkaufen. Theoretisch könnten meine Hunde auch da einfach im offenen Auto im Schatten warten – aber wie hier schon mehrfach geschrieben wurde, ich hätte da mehr Angst, dass sie von jemandem geärgert werden, irgendein Paniker die Polizei ruft, ein Depp die Klappe zumacht und ich's nicht mitbekomme usw. als wegen der Temperaturen. Da warten sie also nur im (geschlossenen) Auto, wenn's wirklich so kalt/bedeckt/regnerisch ist, dass die Polizei den selbsternannten Tierschützer auslachen würde, falls sie gerufen wird.

    Fazit: bei mir ist das eher umgebungs- als temperaturabhängig, ob der Hund im Auto wartet – und im Zweifelsfall bringe ich ihn lieber erst nach Hause und erledige meine Einkäufe/Besorgungen danach.

    Ich habe kein Problem mit Menschen (das ließe mein Beruf schon gar nicht zu), aber MEIN Augenmerk liegt in erster Linie auf den Tieren. Wenn ich unterwegs bin, muss ich nicht den Psychoanalytiker spielen und mir Gedanken darüber machen, welche Befindlichkeit oder welche Ängste mein Gegenüber hat. Da richte ich mich schlicht nach den Hunden.

    Aber woran machst du das bei einem fremden Hund fest, ob der jetzt Kontakt möchte? Du hast doch max. eine kurze Momentaufnahme – glaubst du, dass die ausreicht, um einen Hund diesbezüglich einschätzen zu können?

    Wie geht es euch da? Findet ihr das gut, dass es so thematisiert wird oder bereits übertrieben?
    Lasst ihr eure Hunde im Auto, und ab welchen Temperaturen nicht mehr? Habt ihr evtl selbst mal ein flaues Gefühl wie ich heute, weil ihr denkt jemand könnte es als Notsituation einschätzen?

    Ich finde, es kommt immer darauf an, an welche Zielgruppe sich solche Warnungen richten und wo sie publiziert werden. Wenn bei Großveranstaltungen o.ä. darauf hingewiesen wird, finde ich's okay – der IKEA hier in der Nähe hat(te?) z.B. mal solche Plakate, dass man seinen Hund während des Einkaufs im Sommer nicht im Auto warten lassen soll und welche Gefahren dabei entstehen können, und bei Hundeausstellungen, Messen, etc. find' ich das auch vernünftig, darauf noch mal hinzuweisen.

    Die "Panikmache" bei Facebook u.ä. ist m.M.n. übertrieben. Zum einen drehen da diese Bildchen und Warnungen ihre Runden in den immer selben Gruppen, wo eh schon alle Bescheid wissen und sich nur noch damit übertrumpfen, wer denn der allerbeste Tierschützer überhaupt ist und – überspitzt gesagt – schon die meisten Scheiben eingeschlagen hat, um arme Hunde kurz vorm tragischen Ende zu retten; zum anderen ist das so eine Form von blindem, fast-anonymen Aktionismus, der für die Beteiligten natürlich sehr bequem ist – wirklich was tun muss man ja nicht, nur auf "Daumen hoch" klicken und ein paar Kommentare absetzen... Mir geht dabei der Blick für die Realität verloren, weil das Problem nur noch auf "Hund im Auto = böse" runtergebrochen wird – dass es durchaus Situationen und passendes Equipment gibt, mit dem der Hund auch im Sommer mal kurz im Auto sitzen kann, wird dabei gerne komplett ausgeblendet.

    Insofern: ja, meine Hunde warten ab und zu im (entsprechend ausgerüsteten) Auto, und nein, ich hab' da kein schlechtes Gewissen. Ich wäge allerdings vorher sehr genau ab, in welcher Umgebung ich das machen kann und wo eher nicht. Und natürlich geht das nur, wenn ich mir sicher bin, dass es für die Hunde keine Gefahr gibt.

    Aber Kommunikation sollte für mich schon höflich sein. Und soll ich sagen: "Könnten Sie bitte anleinen". Nee, das finde ich zu knapp.

    Da sind wir dann anscheinend etwas unterschiedlicher Meinung. :ka: Für mich ist Gruß + nett formulierte Bitte (= "Hallo! Könnten Sie bitte Ihren Hund nicht zu meinen hinlassen? Dankeschön.") höfliche Kommunikation, eine Begründung braucht's da nicht. Mag daran liegen, dass ich aus dem wortkargen Norddeutschland komme, da ist alles über 'nem Kopfnicken schon geschwätzig... ;)

    Was mir aber bei all den "Ich möchte Das nicht" Statements fehlt ist weiterhin die Erklärung, auf welcher Grundlage das "Ich erwarte, dass sich Alle nach mir richten" beruht? Denn wie gesagt: Wenn ICH diesem rein individuellen Wunsch nachkomme, werde ich selbst (und natürlich meine Hunde) ja eingeschränkt.

    Ich finde überhaupt nicht, dass es eine Einschränkung ist, wenn man seinen Hund nicht zu anderen Menschen oder Hunden hinlaufen lässt; das hat doch auch nix mit "alle sollen sich nach mir richten" zu tun. :ka: Aber ich find's völlig normal, dass Lebewesen (Menschen und Hunde) ein gewisses Bedürfnis nach Individualabstand haben, den sie nicht gerne unterschritten sehen. Bei manchen ist der größer (und wer so einen Hund hat, der muss halt entsprechende Maßnahmen ergreifen und ev. Bögen laufen), bei manchen ist der kleiner (mein älterer Hund hat z.B. auch kein Problem mit Kontakten an der Leine, den jüngeren stresst das schon eher) – aber so oder so ist es schlicht unhöflich, trotz gegenteiliger Bitte zuzulassen, dass der eigene Hund zu jemandem hinläuft, der deutlich kommuniziert hat, dass das gerade nicht erwünscht ist. Jemandem, der das nicht möchte, seine Gesellschaft aufzudrängen ist für mich eine Verletzung von sozialen Konventionen, die einfach nicht sein muss.

    Und mal umgekehrt gefragt: Warum sollte das okay sein? Wenn ich mir ein (zwei, drei, viele) Hunde halte, dann ist das mein Privatvergnügen. Andere Leute sollten dadurch möglichst nicht gestört werden, die haben sich das ja schließlich nicht ausgesucht in Kontakt mit meinem Hund zu treten. Für mich ist es selbstverständlich, dass meine Hunde nur dann zu einem anderen Lebewesen Kontakt aufnehmen, wenn ich weiß, dass das gewünscht ist. Völlig egal, ob uns da Hund, Kind oder erwachsener Spaziergänger entgegenkommt.

    Ich stimme dir zu, dass es schwierig ist, von einer "Erwartung" zu sprechen, vor allem dann, wenn man nicht klar und deutlich sagt, was man gerne hätte. Ich stimme da auch @byllemitblacky zu: Nur wer den Mund aufmacht, dem kann geholfen werden. 'Ne kurze, nette Absprache wirkt ja schon Wunder. (Und ich persönlich find's auch völlig okay, wenn jemand seinen Hund nicht unbedingt anleint, sondern sonstwie dafür sorgt, dass er nicht direkt zu mir und meinen Hunden kommt, wenn ich darum gebeten habe.) Es erwartet ja auch niemand, dass sich der freilaufende Hund unsichtbar macht oder großflächig ausweicht. Aber ich find's nicht zuviel verlangt, wenn man dafür sorgt, dass der eigene Hund im Einflussbereich bleibt und an einem fremden Hund einfach mal vorbeiläuft, ohne Schnuppern, ohne Körperkontakt, ohne Spielen.

    Ich finde aber eine kurze Erklärung schon nett: À la meiner ist gerade krank, könnten Sie Ihren bitte kurz anleinen, oder was auch immer der Grund ist. Hat für mich nichts mit Rechtfertigen zu tun, ist einfach nur höflicher.

    Wenn die Situation das zulässt und wirklich Interesse des Gegenübers vorhanden ist – gerne. Aber so rein aus praktischen Gründen: oft ist das Warum doch völlig egal. Wenn ich jemanden bitte, seinen Hund freilaufenden nicht zu meinen angeleinten zu lassen, dann macht's für den exakt keinen Unterschied, ob die müde sind, ob der Senior einen "Kippeltag" hat, ob der Jungspund Durchfall hat, ob ich eilig irgendwohin muss und gerade keine Zeit zum Stehenbleiben habe, ob einer der Hunde Angst hat, ob mir der andere Hund komisch vorkommt, ... So oder so wär's höflich vom anderen HH, seinen Hund nicht zu uns hinlaufen zu lassen.

    Wieso (aus welchen Gründen usw.) habt Ihr Euch für einen Zweithund entschieden?

    Ganz egoistisch – weil ich einen zweiten Hund wollte. ;) Mein Ersthund ist großartig, aber er hält von Sport jeglicher Art nicht besonders viel und geht generell eher mit einer "Probier's mal mit Gemütlichkeit"-Einstellung durch's Leben. Ich schätze das an ihm, aber ich habe manchmal schon einen Hund vermisst, der gemeinsames Radfahren, Schwimmen, Hundesport usw. gut findet – solche Sachen mache ich jetzt mit dem Zweithund, der liebt das. :smile:

    Wann zog der Zweithund bei Euch ein (also wie alt war der Ersthund beim Einzug des Zweithundes)?

    Shawnee war 9 Jahre alt, als Myrddin hier einzog. Der große Altersabstand ist dadurch zustande gekommen, dass ich vorher mit Uni, Umzügen, etc. keine Möglichkeit hatte, einen Welpen aufzunehmen. Wären diese Umstände nicht gewesen, hätte ich auch schon einen Zweithund dazugenommen, als Shawnee so 4-5 Jahre alt war – ab da war er so fertig in der Erziehung und so zuverlässig, dass ich die Hände für einen zweiten frei gehabt hätte.

    Habt Ihr einen Welpen als Zweithund ausgesucht?

    Ja, und das war mir auch wichtig. Ich würde nicht komplett ausschließen, dass hier irgendwann mal ein erwachsener Hund aus dem Tierschutz einzieht, aber ich mag die Welpen-/Junghundezeit und wollte das gerne noch mal miterleben. Außerdem hatte ich ziemlich genaue Vorstellungen, was ich mir charakterlich beim Zweithund wünsche, die Suche danach wäre im TS vermutlich schwierig geworden.

    Welche zwei Hunde (Rassen/Mixe usw.) habt Ihr nun?

    Zwei Aussies, beides Rüden.

    Habt Ihr Eure Entscheidung jemals "bereut" bzw. würdet Ihr diese Entscheidung immer wieder so treffen?

    Nein, habe ich nie bereut und ja, solange meine Lebensumstände das zulassen, möchte ich gerne immer zwei Hunde haben. Für mich ist das die perfekte Zahl – ich habe genug Zeit, um mit jedem Hund auch einzeln Dinge zu unternehmen und mich mit jedem so zu beschäftigen, wie er das individuell braucht, aber gleichzeitig decken die beiden zusammen schon ein so breites Spektrum an Charaktereigenschaften und Lieblingsbeschäftigungen ab, dass es hier nie langweilig wird.

    (Und ich war positiv überrascht wie gut Shawnee auf den Einzug von Myrddin reagiert hat – ich würde mir keinen Zweithund nur als "Kumpel" für den Ersthund anschaffen, aber ich find's toll, dass sie sich mögen und voneinander profitieren.)

    Wenn ich in einer bestimmten Situation nicht möchte, dass meine Hunde Kontakt zu anderen Hunden haben, dann bitte ich den anderen HH rechtzeitig und freundlich darum, seinen Hund bei sich zu behalten. Meist reicht das und alles läuft problemlos.

    Dass ein angeleinter Hund grundsätzlich das Signal für "kein Kontakt erwünscht" ist, wäre schön, klappt aber nicht immer – vielleicht wissen viele Leute das auch einfach nicht. Mit kurzer, gegenseitiger Absprache kann ich aber gut leben.

    Was ich nicht mache, ist, mich für den Wunsch irgendwie zu "rechtfertigen" oder das langatmig zu erklären oder auszudiskutieren. 'Ne freundliche Nachfrage, so im Sinne von "Oh, mögen die andere Hunde nicht so gerne? Oder sind die krank?" beantworte ich natürlich gerne (und wer wirklich Interesse hat, kann gerne auch die gesamte Krankengeschichte meines Seniors und meine Einschätzung der aktuellen Tagesverfassung und das daraus resultierende Kontaktverbot hören ;) ), aber so ein motziges "Waruuuuum?", gerne gekoppelt mit einem "Nö, mache ich nicht, ist doch nicht mein Problem, meiner ist lieb" finde ich ausgesprochen unhöflich und handele entsprechend.