Beiträge von pardalisa

    Ich schließe mich dem an, was schon geschrieben wurde.

    Und falls dir ein weiterer Erfahrungsbericht hilft: mein Rüde hatte dasselbe Problem, wurde kastriert, brauchte eine Darm-OP, um die "Kuhlen", die sich durch den Druck gebildet hatten, wieder zu straffen – aber seitdem geht's ihm prima und er erfreut sich bester Gesundheit.

    Mit passender Ernährung kann man da auch eine ganze Menge helfen; frag deinen Tierarzt mal danach oder lass dich von ihm zu einem Spezialisten schicken. Ich hab' damals eine Crashkurs in Futterzusammensetzung bekommen und mir von der TÄ erklären lassen, was wie und in welcher Menge gefüttert werden muss, um den Darm zu unterstützen – vielleicht hilft deinem Hund das nach der Kastration oder dem Chip noch mal zusätzlich. :smile:

    Die überlegung zu Zwingerelementen war mein erster Gedanke und wenn Stromzaun nicht geht dann ist das doch die lösung...

    Dann mach das doch und probier's aus. Für mich klang das im ersten Post so, als wäre das mit den Zwingerelementen nicht möglich, weil die Großeltern das nicht wollen, und du wärst auf der Suche nach Alternativen. Aber wenn das doch geht und du einen richtig stabilen, hohen Zaun ziehen kannst, dann nur zu.

    Zwei Tipps: sprich vorher mit deinem TA ob es möglich ist, den Hund bzgl. der Insektenstiche zu testen. Und such dir jemanden, der beim Draußen-Allein-Bleib-Test zwischendurch unauffällig nach dem Hund gucken kann, falls er damit nicht klarkommt und das Problem doch beim Alleinbleiben und nicht beim Sich-nicht-lösen-Können liegt.

    Heutzutage darf der Hund überall mit hin - prima! Das ist aber keine Selbstverständlichkeit. Damit das so bleibt sind wir alle dafür verantwortlich.

    Nein, dafür fühle ich mich nicht verantwortlich. Wenn jemand - aus welchen Gründen auch immer, "berechtigt"/nachvollziehbar oder nicht – Hunde in seinem Café oder Biergarten verbieten möchte, dann kann er das ja tun. Dann wäge ich eben ab: entweder meine Hunde bleiben mal 'nen Abend zu Hause, das schadet ihnen auch nicht, oder ich geh' eben zur Konkurrenz, wo die Hunde erlaubt sind.

    Dieses "Oh, aber wenn XY passiert, dann stehen ganz schnell ALLE Hundehalter schlecht da" ist immer so ein bisschen das Totschlagargument in solchen Debatten. Natürlich sollte man sich bewusst sein, dass man mit Hund einen bestimmten Eindruck hinterlässt und bemüht sein, niemanden zu stören und möglichst rücksichtsvoll mit seiner Umwelt zu agieren. Aber das ist für mich keine Einbahnstraße – wenn ein Hund bedrängt wird, knurrt und zurückweicht, dann finde ich es völlig okay, wenn man die Situation ruhig auflöst, den streicheln-wollenden Mensch nett darauf hinweist, dass der Hund das nicht mag und gut ist's. Niemandem was passiert und ein bisschen gegenseitiges Verständnis gezeigt.

    Wenn der Café-Betreiber daraus ein generelles Hundeverbot basteln will - meinetwegen, dann geb' ich mein Geld halt wem anders.

    Nein, es ist unsere Aufgabe als HH das unsere Hunde das "ab können". Sonst müssen sie zu Hause bleiben.

    Ich stimme dir zu, dass es Dinge gibt, die ein Hund einfach ertragen muss, wenn man sich im öffentlichen Raum bewegt. Das Beispiel, dass jemand in einem vollen Bus den Hund aus Versehen berührt, fällt für mich z.B. in die Kategorie - wenn ich solche Verkehrsmittel nutze, muss mein Hund das abkönnen.

    Aber bei gezieltem "zum Hund herunterbeugen und streicheln" würde ich die Grenze halt nicht beim Knurren ziehen. Für mich ist das ganz einfach: wenn fremde Menschen einfach so 'ihr Ding machen', den Hund nicht beachten und herumwuseln, dann hat das meine Hunde nicht zu interessieren, völlig egal, ob da gerade ein Skateboarder an ihnen vorbeigesaust ist, ob sie zufällig beim Warten an der Ampel von einem Hosenbein gestreift wurden oder was-auch-immer. Können sie das nicht ertragen, ist das meine Verantwortung, dafür zu sorgen, dass nix passiert, niemand gestresst ist und niemand belästigt wird (indem ich z.B. solche Situationen meide oder mit meinem Hund abstand halte und trainiere).

    Nimmt aber jemand ungefragt Kontakt zu meinem Hund auf (und ich bekomme das ausnahmsweise nicht sofort mit), dann darf mein Hund - im engen Rahmen - kommunizieren. Und dazu gehört für mich auch, dass er sagen darf: "nein, ich mag das nicht, ich will hier weg" = ausweichen und knurren. Ich finde das sogar ziemlich gut, dass meine Hunde rechtzeitig und ganz deutlich sagen, wenn ihnen irgendwas zu viel wird - dann hab' ich nämlich noch genug Zeit einzugreifen und ihnen zu helfen.

    Jetzt mal abgesehen von dem Zaun fällt mir gerade schon auf das es ziemlich schlecht geredet wird so eine Hundeklappe und generell den Hund einen Zugang zum Garten zu gewähren.

    Findest du? Ich fand die Reaktionen eher interessiert bis neutral. Irgendwo gab's doch auch mal diesen Thread, wo über Gartenzugang diskutiert wurde - und wenn ich mich richtig erinnere, war die Grundstimmung da "tolle Sache für den Hund - solange solche Dinge wie abolut ausbruchsicher, von außen nicht einsehbar, Rückzugsorte, usw. gegeben sind".

    Und genau das ist es eben, woran es bei dir doch scheitert. Wenn du hier sagen würdest, "hey, ich hab' einen Hundeauslauf im Garten, aus stabilen Zwingerelementen, der Hund könnte sich aussuchen, ob er rein oder raus will und von außen kommt niemand an ihn ran - ich würde gerne mal testen, ob das bei der Stubenreinheits-/Alleinebleibeproblematik hilft", dann hättest du bestimmt 'ne Menge Tipps bekommen, wie man das geschickt übt und worauf man achten sollte.

    Aber, sorry, in dem Fall, den du hier beschreibst, fängt's schon damit an, dass du so einen sicheren Auslauf eben nicht hast. Und damit erübrigt sich die weitere Diskussion halt.

    Ab wann man kleine Runden und Erkundungsspaziergänge unternehmen kann, hängt vom jeweiligen Hund und der Umgebung ab, denke ich. :smile:

    Ich hatte meinen Zweithund vom ersten Tag an dabei, wenn ich mit dem Ersthund ruhige Runden gelaufen bin: ins Tragetuch gesetzt, zum Wald, Feld oder einer Wiese gelaufen, ihn da abgesetzt und einfach 'ne Runde gucken lassen. Der war allerdings auch schon als Welpe ziemlich unerschrocken und neugierig wie Bolle. :D Bei einem sensibleren oder schüchternen Welpen würde ich verschiedene Sachen anbieten, vielleicht ein Stück irgendwo hinfahren und dann ganz langsam gemeinsam Dinge angucken – immer nur so viel, dass es dem Welpen noch Spaß macht.

    Ihr macht das bestimmt schon richtig, man bekommt da schnell ein Gespür für, was gut und was zu viel ist. :smile:

    Zu 1) Dass Welpen Dinge mit dem Maul erkunden, ist völlig normal. Stell dir das einfach wie ein neugieriges kleines Kind vor, dass alle spannenden Sachen mal anfassen muss. Das lässt mit zunehmendem Alter nach. Aber weil's natürlich sein kann, dass der Welpe auch mal was erwischt, was gefährlich sein kann, würde ich ein (nett aufgebautes) Aus-Kommando schon jetzt anfangen zu üben. Ich hab' das bei meinen Hunden über's Tauschen gemacht und das klappte prima – bis heute schleppt der jüngere Rüde alles, was er richtig spannend findet, an, um es mit mir zu 'teilen'.

    Zu 2) Das klingt doch gut wie ihr das macht! :smile: Ich würde den Welpen auch ganz viel gucken und erkunden lassen. Am Anfang ist Spazierengehen häufig eher Spazieren-Stehen, aber keine Sorge – das Tempo kommt später. ;)

    Edit: Richtige 'Spaziergänge' müssen in dem Alter auch noch gar nicht sein, da reicht's völlig, wenn ihr euch mit dem Welpen irgendwo hinsetzt, wo er ein bisschen gucken und bestenfalls ohne Leine herumtappsen kann. Der hat so viele neue Reize zu verarbeiten, das ist aufregend genug.

    Nur, dass die andere Lösung eben nicht nur das Alleibleiben in der Box ist – wie @Pinky4 schon gesagt hat: dann muss man halt das Alleinbleiben noch mal in ganz kleinen Schritten neu üben und sich eine Betreuungsmöglichkeit einfallen lassen.

    Jetzt so zu tun als ob man dem Hund was Gutes damit tun würde, wenn man ihn in einem mies gesicherten Garten und ev. mit Stromzaun alleine lässt, damit er nicht in die Box muss, ist für den Hund nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, sondern schlicht falsch.

    Grundsätzlich finde ich's für den Hund schön, wenn er beim Alleinebleiben Zugang zu einem Auslauf/Garten hat. Wär's mein Hund, würde ich aber folgende Voraussetzungen erfüllt haben wollen:
    - an den Auslauf/Garten kommt von außen niemand dran (kein Spaziergänger, kein Postbote, auch niemand, der ungebeten auf dem Grundstück herumschleicht – ich kenne eine Züchterin, wo die Hunde im Garten im Innenhof, der auf allen vier Seiten von Scheunen und Wohnhaus umgeben ist, freilaufen dürfen – sowas fände ich genial)
    - alle Zugänge sind vernünftig gesichert, stabil und abschließbar
    - der Hund kennt das Alleinebleiben schon und kann das problemlos

    Bei der Konstellation hier würde ich zunächst mal die Sache mit der eventuellen Allergie klären lassen (einen Hund, der allergisch auf Insektenstiche reagiert und dann Behandlung braucht, würde ich nämlich sicher nicht alleine draußen lassen), dann das Alleinbleiben im Haus weiter üben und sich dann über Baumaßnahmen Gdanken machen. Wenn die Großeltern richtig fest eingebaute Abtrennungen nicht wollen, wird's natürlich schwierig. Auf einen losen Zaun würde ich mich nicht verlassen (und Strom käme mir da schon mal gar nicht drauf!).

    Elvis wird vermutlich in einer Plastikbox chauffiert werden, die ich gerne auf den Rücksitz stellen und möglichst stark fixieren würde. Bei einem 3-Türer müsste die Rückbank dann umklappbar sein. Macht das hier jemand so? Ist das realistisch?

    Ich hab' einen Polo, 10 Jahre alt (bislang keine großen Reperaturen), Dreitürer und die Jungs (Aussies, 22 bzw. 24kg schwer) fahren in einer Box auf der Rückbank - oder besser gesagt: die Box steht da, wo vorher die Rückbank war, die ließ sich flott ausbauen. Also eine ähnlich Konstellation wie du sie planst.

    Ich finde, das hört sich gut an bei dir – aber je nach Gewicht des Hundes, würde ich gucken, ob man die Plastikbox nicht besser durch eine stabilere ersetzt bekommt. Aluboxen gibt's auch Second-Hand in den Kleinanzeigen und gerade beim Befestigen ist eine richtig feste Box Gold wert, die kann man mit Spanngurten prima festzurren. (Und das eventuelle Splittern/Brechen verhindert man bei einem Unfall so auch.)

    Oh, und viel Spaß bei den Fahrstunden! :smile:

    Edit: Und ich würde mich @Sacco anschließen – wenn du die Wahl hast, finde ich einen Fünftürer auch praktischer. Würde ich beim nächsten Auto auch anders machen.