Beiträge von pardalisa

    Klar er muss nicht selbst aktiv interesse an fremden menschen haben und auf sie zu gehen, aber wenn fremde menschen auf ihn zu gehen dann sollte die verknüpfung positiv sein.

    Im alltag kommt man immer mit fremden leute, kindern, behinderten, ... in kontakt und somit der hund auch.

    Kannst du noch mal kurz zusammenfassen, warum die Grundeinstellung des Hundes anderen Menschen gegenüber deiner Meinung nach positiv sein sollte? Also, welche logischen Argumente es dafür gibt?

    Mag sein, dass ich dusselig bin, aber ich hab' den Punkt immer noch nicht verstanden. Meine Hunde dürfen andere Leute überflüssig finden. Ich verstehe auch nicht ganz, warum ich an solchen Dingen herumerziehen sollte – für mich sind das ganz wesentliche Bausteine im Charakter des Hundes und den Hund habe ich mir gerade deshalb, weil ich seinen Charakter (und seine rassetypischen Eigenschaften, in diesem Fall die Reserviertheit gegenüber Fremden) mag, ausgesucht.

    Was ich beeinflussen kann, ist die Erziehung und das Verhalten, das der Hund letztendlich zeigt. Aber mein Hund muss andere Leute nicht toll finden oder positiv sehen, um im Umgang mit ihnen völlig unproblematisch zu sein.

    Schöne Idee für einen Sammel-Thread! :smile:

    Shawnee (11,5 Jahre) ist körperlich für sein Alter noch ziemlich gut unterwegs, aber natürlich nicht zu vergleichen mit dem Jungspund. Ab und zu hat er Probleme mit den Bändern und ich hab' Bedenken, dass er da echte Schwierigkeiten bekommt, deswegen bremse ich manche körperlich anstrengenden Dinge aus bzw. animiere ihn gar nicht erst dazu.

    Da er aber mental noch total fit ist und schon immer Spaß an Denksport und Nasenarbeit hatte, mache ich mit ihm ZOS. Ab und zu hat er auch Lust auf ein paar Rally-O-Übungen, die ich ja eh mit dem jüngeren Rüden übe, da darf er dann auch mitmachen.

    Aber ist nicht genau das das Spannende?
    Also die unterschiedlichen Ausprägungen und was für den einen ok ist und was für den anderen nicht?

    Ja, finde ich auch. :smile:

    Fahrt ihr eigentlich immer mit euren Hunden zusammen weg?
    Wenn eine Fremdbetreuung schwierig ist?
    Oder würde eine Hundepension z.B. gehen?

    Ja, in den allermeisten Fällen kommen die Hunde eh mit in den Urlaub - allerdings nicht aus der Not heraus, sondern einfach deshalb, weil ich als Urlaub sowieso am liebsten Wanderurlaube oder Rundreisen mit dem WoMo mag, das ist prima hundekompatibel.

    Für Städtereisen über's verlängerte Wochenende oder Notfälle habe ich ein paar mögliche Hundesitter (meine Eltern, meine Schwester, Freunde mit charakterlich ähnlichen Hunden), das kommt aber nur selten mal vor. Eine Hundepension kann ich mir bei meinen beiden schwer vorstellen – wenn es keine wechselnde Hundegruppe, keine Kindern vor Ort und vorher ein paar Treffen zum Kennenlernen mit der Betreuungsperson gäbe, könnte das klappen. Aber ich glaube, ich hätte dann in der Zeit keine Ruhe, würde mich ständig fragen, ob die Person mit den Hunden wirklich klar kommt und sie gut behandelt und könnte den Urlaub nicht genießen.

    Der Hundehalter (die Minderheit) hingegen ist voll und allein verantwortlich dafür, dass es keine Zwischenfälle mit seinem Hund gibt. Wenn er das bei Kontakt mit fremden Menschen nicht garantieren kann, muss er diesen Kontakt verhindern.

    Hier ging's doch um Knurren und Zurückweichen - wie kommst du denn jetzt plötzlich auf "Zwischenfälle"? Wenn ein Hund kurz knurrt, sich zurückzieht und der Besitzer dann den fremden Menschen freundlich abwimmelt, damit der den Hund nicht anfässt - dann ist das doch kein "Zwischenfall", sondern ganz normales Miteinander.

    Unser Hund gehört zu unserer Familie und soll uns begleiten. Wir schützen ihn durch Wahl eines ruhigen Platzes und Beobachtung der Umgebung im Cafe, und versuchen durch Erziehung zu erreichen, dass er dort keinen Lärm macht und nichts tut, was jemand als Bedrohung empfinden könnte. Vielleicht sieht er das manchmal als Einschränkung und ungerecht - aber nicht mitkommen zu dürfen wäre viel schlimmer.

    Mhm, ich glaube, da gehen die Meinungen hier einfach unvereinbar auseinander. Ich finde nicht, dass meine Hunde ihre Kommunikation so weit einschränken müssen, dass das niemand jemals als Bedrohung empfinden könnte. Sie dürfen nicht aktiv loslaufen und jemanden bedrohen, das ist klar, aber sie dürfen reagieren, wenn jemand ungefragt Kontakt zu ihnen aufnimmt (ohne den Menschen dabei zu verletzen, selbstverständlich).

    Ich versteh' nicht ganz, was an einem Hund, der auf die ihm höflichst mögliche Art "nein, ich möchte das nicht" sagt, so falsch sein soll. Natürlich muss man da als Besitzer dann sofort eingreifen und dem Hund signalisieren, dass man jetzt übernimmt (und dem fremden Menschen, dass der Hund unter Kontrolle steht) und natürlich sollte man im Idealfall so eine Situation gar nicht erst entstehen lassen - aber wenn es dann doch dazu kommt, dass der Hund ein Knurren hören lässt, was ist daran das große Drama?

    Und zu dem letzten Teil: Zumindest für meine Hunde wäre es nicht schlimmer, wenn sie zu Hause bleiben würden. Klar, die sind gerne dabei. Aber es ist auch kein Weltuntergang für sie, wenn sie mal einen 'sturmfreien Abend' ;) haben und irgendwohin nicht mitgenommen werden. Dann gibt's danach halt als Ausgleich extra Zeit nur für sie.

    Dazwischendrängeln, wenn sich z.B. zwei Leute umarmen, hat für mich nichts mit Schutztrieb zu tun, sondern mit Kontrollverhalten.

    Mhm, ich würde da unterscheiden - je nachdem, wer sich umarmt und wie die betreffenden Leute das so finden - und wie es auf den Hund wirkt.

    Ich hatte mal einen Chef, der alle Mitarbeiterinnen mit Umarmung und Küsschen-rechts-Küsschen-links begrüßt hat. Der Typ war furchtbar, meine Körperhaltung muss mein Unwohlsein ziemlich deutlich gezeigt haben und mein Rüde hat den Kerl gehasst - wenn ich ihn gelassen hätte, hätte der sich bei jeder dieser 'Umarmungen' dazwischen geschmissen und für einen Mindestabstand von 10 Metern gesorgt.

    Sowas geht für mich schon eher in Richtung Schutztrieb: Hund glaubt, dass 'sein' Mensch in einer Notlage/Bedrohungssituation ist und will entsprechend handeln.

    Jede Rasse kann das leisten wenn es von klein auf so sozialisiert wurde.
    kenne reichlich herdenschutzhunde die freudig fremde leute begrüßen.

    Jede Rasse kann durch Erziehung lernen, dass fremde Menschen nicht belästigt und gestört werden und das ist Aufgabe des Hundehalters. Aber ich würde wirklich gerne sehen, wie du einem Hund, der sich stark an eine Person oder max. 'seine' Familie bindet und als Wachhund gezüchtet wurde, durch ein bisschen Spielen in der Welpengruppe jahrzehntelange Selektion auf genau dieses Misstrauen bzw. diese Reserviertheit gegenüber fremden Menschen "wegerziehst." :D

    In der Hundeschule trainiert man auch oft in zweiergruppen und der hund muss so mit einer fremden person arbeiten / spielen ....

    Solche Übungen hätte ich mit meinen Hunden nie und nimmer mitgemacht. Und die Hunde erst recht nicht. Warum sollte mein Hund mit einer völlig fremden Person zusammenarbeiten oder spielen?

    Wenn der Hund knurrt oder bellt bei fremden, kindern,... zeigt es ja das ängste bestehen und man daran arbeiten sollte.

    Und noch mal: Warum bedeutet das Knurren automatisch, dass der Hund Angst hat? Und warum sollte ich an dem Knurren arbeiten wollen?

    Wenn meine Hunde knurren, dann zeigen sie mir, dass irgendwas ihrer Meinung nach falsch läuft. Für mich ist das ein deutliches Signal, dass ich da irgendwas klären sollte (idealerweise hätte ich schon vorher bemerkt, dass was ist, aber kann ja mal passieren, dass man unaufmerksam ist) - warum also sollte ich jetzt an dem Knurren arbeiten und dafür sorgen, dass es unterbleibt? Damit nehme ich mir doch das "Frühwarnsystem" und dem Hund die Möglichkeit, sich mitzuteilen?

    Ich habe schon mehrmals gefragt ob denn ein normaler Allergietest da so sicher ist... wurde leider noch nicht beantwortet...

    Wie schon gesagt: das wär' jetzt auch eine Frage, die ich dem Tierarzt meines Vertrauens und nciht einem Forum stellen würde. ;)

    Ruf doch da einfach mal an, sag', dass du den Verdacht hast, dass dein Hund auf Insektenstiche allergisch reagiert und was man da machen/testen kann.

    Meine Hunde haben rassetypisch Wach- und Schutztrieb; der Große mehr, der Kleine weniger. Ich schätze das grundsätzlich schon an ihnen und sie dürfen das - in Maßen - auch ausleben. Auf's Haus aufpassen und melden, wenn jemand Unbekanntes auf's Grundstück kommt ist ausdrücklich erwünscht, auf mich achten und mir Bescheid geben, wenn jemand beispielsweise im Dunklen an mich herantritt, auch.

    Mit Besuch haben sie beide kein Problem - wer von mir hereingelassen wird, ist in in ihren Augen okay. :D Der ältere Rüde hatte allerdings in seiner Jugend eine Phase, in der er meinte, er müsste mich draußen vor so ziemlich allem beschützen, was ihm auch nur im Entferntesten komisch vorkam – das hat eine Weile Training gekostet...

    Was die "Ernsthaftigkeit" angeht, mit der sie das tun: der Lütte ist grundsätzlich eher freundlich, glaubt an das Gute in fremden Menschen ;) und wenn der irgendwen seltsam findet, dann macht er höchstens Radau, Ansätze zum echten Nach-vorne-Gehen/Zupacken habe ich bei ihm noch nie gesehen. Ausschließen würde ich das nicht, er ist ja erst 2, aber so im Vergleich ist er deutlich derjenige, der eher Alarm macht und nicht gleich draufhaut.

    Der ältere Rüde ist da deutlich vehementer. Da er normalerweise gutmütig und in Balu-der-Bär-Haltung durch's Leben läuft, ist das für Außenstehende immer ein bisschen schwer vorstellbar, aber ich hab' mit ihm zweimal die Erfahrung gemacht, dass er, wenn ich ernsthaft bedroht werde, sich ohne Rücksicht auf Verluste oder die eigene Unversehrtheit dazwischen schmeißt. Mir wär's lieber, er würde das nicht tun und dementsprechend habe ich auf ihn da ein besonders wachsames Auge.

    Ansonsten: Schutz- und Wachtrieb ist für mich kein 'Muss' bei der Hundewahl, wäre aber auch kein Contra-Punkt.

    Ich sitze ja aufm Rad und kann dann schlecht einwirken ohne abzusteigen.

    Da versuch's doch erst mal, wenn du das Rad schiebst. :smile: Hund an die kurze Leine, Fahrrad dabei, gehüpft wird nicht, lockeres Laufen bestätigen.

    Wenn das gut klappt, kann man den Hund auf die andere Seite nehmen (also quasi Mensch -> Fahrrad -> Hund) und dann aufsteigen.

    Edit: Das ganze in kurzen Etappen auf geeignetem Untergrund (also z.B. Waldweg oder so) und dann müsste das eigentlich verständlich für den Hund sein.

    Ich wundere mich dennoch, warum unsere Tierärztin nicht auf diese Idee gekommen ist :/. Ich meine, sie kennt unseren Hund schion ewig und ist auch wirklich eine super tierärztin, sie kämpft mit Herz für jedes Tier. Aber eine Kastration hat sie bisher noch nie erwähnt :/

    Frag sie danach. Und wenn du willst, kannst du dir ja auch eine zweite Meinung in einer Tierklinik oder bei einem anderen Tierarzt einholen. :smile: Finde ich bei einer eventuellen OP, gerade bei einem älteren Hund, gar keine schlechte Idee, dass da ein zusätzlicher Mensch mit fachlicher Ahnung draufguckt.