Beiträge von pardalisa

    Hey @pardalisa, weißt du schon, wie es bei dir die nächsten Wochenende aussieht bezüglich Verweilzeit in Hannover? Dann könnte man ja evtl. wieder einen Spaziergang am Jagdschloß anpeilen.

    Übernächstes Wochenende bin ich auf jeden Fall in Hannover (18./19.) und beim Jagdschloss wäre ich auch dabei. :smile: Aber auch gerne bei 'ner Runde woanders, natürlich!

    Richtige Antwort auf was? Wieso ein Zweithund und wieso jetzt? [...]

    Sorry, aber das ist für mich "Blödsinn". So ein Züchter wäre dann einfach nicht "mein" Züchter.
    Ich mag solche Dinge nicht, alles bis ins kleinste Detail abgefragt und was wäre wenn und überhaupt...

    Aber das ist doch eine völlig legitime Frage? :???:

    Wenn ich einen Welpen vermitteln/verkaufen würde und im Haushalt der Interessenten würde schon ein junger Hund leben, natürlich würde ich dann wissen wollen, ob die sich das wirklich gut überlegt haben und was der Grund für den Zweithundwunsch ist.

    Das heißt ja nicht, dass sie als Interessenten automatisch ausgeschlossen oder irgendwie "schlechter" sind, aber es gibt so viele Leute, die beim Thema Zweithund 'ne rosarote Brille aufhaben und nicht bedenken, dass sich - gerade bei geringem Altersabstand der Hunde - der Aufwand manchmal nicht verdoppelt, sondern gleich verdreifacht. Finde ich völlig okay, da mal vorsichtig abzuklopfen, ob das beadacht wurde.

    Ich habe vor dem Einzug meines jüngsten Hundes verschiedene Züchter besucht, alle zu einem Zeitpunkt, als sie keine Welpen hatten. Mir war bei diesem ersten Kennenlernen wichtig, dass ich sehe, wie die Hunde leben und wie der Züchter mit ihnen umgeht.

    Ich muss mit dem Züchter nicht in Detailfragen der Hundehaltung und Erziehung übereinstimmen und ich muss da auch nicht meine neuen besten Freunde finden ;) , aber es gibt ein paar Punkte, die für mich echte Ausschlusskriterien sind und die ich nicht unterstützen wollen würde.

    Was war besonders positiv, was eher negativ?

    Positiv fand ich bei allen Züchtern, dass keiner von ihnen ein grundsätzliches Problem damit hatte, mir als Studentin einen Welpen anzuvertrauen. Natürlich kamen da (berechtigte!) Fragen, wie ich das organisiere, was im Notfall passiert, usw. – aber gerade, weil ich mich vorher auch im Tierheim/Tierschutz umgeschaut hatte und da komplett andere Erfahrungen diesbezüglich gemacht hatte, war ich davon positiv überrascht. Generell fand ich es wirklich nett, wie schnell bei den Züchtern, mit denen ich Kontakt hatte, freundliche, offene Gespräche zustande kamen und wie viel Zeit sich genommen wurde, um Fragen zu beantworten. :smile:

    Negativ ist mir eigentlich nur ein Züchter aufgefallen, da kam dann allerdings auch gleich alles an Punkten zusammen, was ich auf meiner Ausschlusskriteriumsliste hatte: es wurde über andere Züchter und deren Hunde gelästert, die eigene Erziehung wurde als das Non-Plus-Ultra dargestellt, alles andere als Schwachsinn, es wurde eine Anzahlung verlangt, bevor die Welpen überhaupt geboren waren, die Haltung und Beschäftigung der Hunde war – salopp gesagt – unter aller Sau, und kritische Nachfragen wurden brüsk abgebügelt und waren deutlich unerwünscht.

    Wieso habt Ihr Euch letztlich dann für "DEN" Züchter (also für den ausgewählten) entschieden?

    Letztendlich hat bei der Züchterin, bei der ich meinen Welpen gekauft habe, das "Gesamtpaket" gestimmt: sie war offen und ehrlich, was die Stärken und Schwächen ihrer Zuchthunde angeht, veranstaltet kein unnötiges Bimborium mit den Welpen, aber gewöhnt sie vorsichtig an ein paar grundlegende Dinge (wie z.B. Autofahren, was mir wichtig war) und ist als Ansprechpartnerin da, schreibt einem als Welpenkäufer aber nicht vor, wie man seinen Hund beispielsweise zu impfen, zu füttern oder zu erziehen hat. Der konkrete Wurf und ihr Zuchtziel dabei war das, was ich gesucht habe, und mein Hund ist mittlerweile 2,5 Jahre alt und hat sich genau so entwickelt, wie ich mir das erhofft habe. Zur Züchterin habe ich auch noch Kontakt, wir tauschen ab und zu ein paar Bilder aus und ich war auch mit meinem Hund beim Nachzuchttreffen.

    Falls dir ein weiterer Erfahrungsbericht hilft, @Florinchen: Ich hab' vor einigen Jahren meinen Aussierüden scheren lassen und würde es nicht wieder tun, wenn's nicht absolut unumgänglich und dringend notwendig wäre. Geholfen hat es ihm bei der Hitze nicht wirklich, dafür war das Fell im Herbst und bis weit in den Winter hinein viel zu seidig, dünn und hat gefilzt wie doof, weil die Unterwolle sehr viel schneller nachgewachsen ist als das wetterfeste Deckhaar. Bei Interesse könnte ich ein paar Vorher-Nachher-Fotos raussuchen. :smile:

    Was bei meinem Hund wirklich gut geholfen hat, war, mit ein paar unterschiedlichen Bürsten zu experimentieren. Ich dachte immer, dass ich mit der alten Bürste schon viel Unterwolle erwischt hätte, aber da war noch deutlich Luft nach oben. Seitdem bürste ich ihn nur noch aus und er kommt damit – trotz Tendenz zur Plüschkugel ;) – gut über den Sommer.

    Also, ich möchte mir nicht täglich einen hohen Adrenalinspiegel verschaffen, damit ich meinen Hund länger tragen kann ...

    Oh Gott, nein, ich auch nicht. So war das auch nicht gemeint. ;)

    Ich fand's nur spannend, dass man im Notfall deutlich mehr Gewicht heben kann, als man gedacht hätte. Für so alltägliche, länger anhaltende Sachen, die ja jederzeit nötig sein können (Treppen heben, ins Auto und wieder raus, usw.) plane ich auch lieber mit einem Hund, den ich sicher gehoben bekomme und wo ich nicht auf panische Angst-Momente setzen muss. (Einer der Gründe, warum mein 26kg-Rüde hier das absolute Maximum ist – größere/schwerere Hunde möchte ich nicht mehr, das eine Erlebnis hat mich da ziemlich kuriert.)

    Ach, das kommt auf das eigene Panik-Level an... ;)

    Mein älterer Rüde ist mal in der Ostsee in eine Glasscherbe getreten. Das hat geblutet wie Sau, ich war allein mit ihm unterwegs und die nächste Ortschaft oder auch nur der nächste mit einem Auto befahrbare Weg war ein ordentliches Stückchen entfernt.

    Ich hab' ihn provisorisch verbunden, mir quer auf die Schultern gehievt und bis dorthin getragen, wo uns jemand aufsammeln und zum TA fahren konnte. Ich wiege unter 50kg, der Hund wog da ca. 26kg – ich hätte auch nicht unbedingt erwartet, dass ich die ganze Strecke mit ihm auf dem Rücken schaffe, aber anscheinend war der Adrenalin-Spiegel so hoch, dass es ging. Rückenschmerzen hatte ich die Tage drauf aber trotzdem. :D

    Mich wundert es ein bisschen, dass sich selbst in einem Hundeforum noch hartnäckig das Vorurteil hält, kleinere Hunde wären weniger ausdauernd als große. Ich wage einfach mal zu behaupten, dass das von Menschen kommt, die selbst noch keinen kleinen Hund hatten - denn es stimmt einfach nicht.

    Kommt vielleicht darauf an, mit was für kleinen Hunden man bisher Erfahrungen gemacht hat und was man genau unter "ausdauernd" versteht. :smile:

    Ich bin z.B. mit einer Dackelhündin aufgewachsen – die war großartig und ein rundum wunderbarer Hund, aber für längere Fahrradtouren war sie einfach nicht geeignet - dauerhaft ein Tempo um die 15-20km/h durchzuhalten, war bei der Beinlänge und dem Körperbau einfach nicht drin. (Für uns war das kein Problem, dann ist sie halt zwischendurch im Fahrradanhänger oder -korb mitgefahren, aber wenn man schmalere, weniger befestigte Wege fährt, kann ich schon verstehen, dass man dann einen mittelgroßen Hund bevorzugt, der die ganze Strecke selbst laufen kann.)

    Oder auch bei Wanderungen: mein älterer Rüde hat sich im Urlaub in der Bretagne völlig selbstverständlich schmale Küstenwege mit Dornenranken und großen Felsbrocken entlanggeschlängelt, wobei er öfter auch richtig klettern musste. Ein kleinerer Hund hätte da an vielen Stellen gehoben werden müssen. Auch das ist natürlich kein Drama (und bestimmt sehr viel weniger anstrengend als z.B. einen sehr großen, schweren Hund heben zu müssen), wäre aber für mich ein weiterer Grund für einen mittelgroßen Hund, der viele Hindernisse auch selbst bewältigen kann.

    Ich hab' allerdings keine direkten Erfahrungen mit kleinen, zähen Terrieren, mag sein, dass die da noch mal belastbarer sind – "Aufgeben ist nicht" wird denen ja gerne mal als Motto nachgesagt. ;) Aber bei kleinen Hunden, die eher als Begleithunde und nicht so sehr auf körperliche Belastbarkeit gezüchtet wurden, würde ich schon eher davon ausgehen, dass die nicht ganz so ausdauernd sind. Was ja überhaupt nicht schlimm ist, da kommt ihnen ihre "Handlichkeit" dann ja zugute. :smile:

    Das beste Argument ist immer noch der Preis.... alles Abzocke....

    Hier scheinen sich nur User zu tummeln, die max. € 800,00 für einen Welpen aus seriöser Zucht ihr eigen nennen...

    Ich habe kein grundsätzliche Problem damit, wenn jemand mehr als 1.500€ für einen Hund bezahlt – ich kenne Leute, die genau das gemacht haben, weil sie z.B. einen Rassehund-Welpen aus dem Ausland importiert haben.

    Aber Doodle-Züchter haben einfach in den allermeisten Fällen weniger Kosten als ein Züchter einer Rasse – keine Mitgliedsbeiträge in einem RZV, keine Papiere, die beantragt werden müssen, keine Fahrten zu Ausstellungen und Körungen (= keine Meldekosten, keine Kosten für Übernachtungen und Spritgeld), keine Sportprüfungen, die für die Zuchtzulassung erforderlich wären, usw.

    Dazu kommt noch, dass sehr viele von ihnen immer den gleichen Rüden nehmen, also auch da keine zusätzlichen Kosten haben, um quer durchs Land zu fahren und sich verschiedene Deckrüden 'live' anzugucken.

    Für einen Doodle-Züchter ist also die Gewinnspanne bei einem Wurf erheblich höher – und genau das ist es, was mich an den Doodle-Preisen stört, weil das "weniger Leistung, aber höhere Preise"-Prinzip m.M.n. eine ganze Menge über die Einstellung so eines Doodle-"Züchters" aussagt.

    (Und nein, ich habe für meine Hunde nicht 'nur' 800€ bezahlt. Der mit VDH-Papieren hat vor knapp 12 Jahren 950€ gekostet, der mit Dissidenzvereinpapieren hat vor gut zwei Jahren 1.100€ gekostet. Und beide Züchter haben alles nur Erdenkliche und Mögliche unternommen, um den jeweiligen Wurf nach bestem Wissen und Gewissen zu planen und großzuziehen, inkl. Fahrten ins Ausland zum jeweiligen Deckrüden. Beide Züchter haben mir gerne und transparent erklärt, wie sich die Kosten für so einen Wurf zusammensetzen.)

    Für mich ist mein jüngerer Rüde mit seinen 55cm Schulterhöhe und 22kg mittelgroß und perfekt. Ich kann ihn bequem auf den Arm nehmen und notfalls eine Weile tragen, er nimmt nirgends viel Platz weg (Auto, Café, unterm Schreibtisch im Büro), aber er ist trotzdem "groß genug", um Fahrradtouren mitzumachen, mehrstündige Wanderungen locker wegzustecken und beim Spiel oder im Freilauf mit den allermeisten Hunden gefahrlos dabei sein zu können.

    Ich finde größere Hunde auch toll – neulich auf einer Ausstellung für Irische Wolfshunde war ich wirklich beeindruckt und es gibt immer wieder DSH, bei denen ich ins Schwärmen komme –, aber einziehen wird so ein Hund mit sicherem Endgewicht über 25kg vermutlich trotzdem nie. Für mich überwiegen da die Nachteile klar die Vorteile.

    Insofern verstehe ich das schon, dass man einen mittelgroßen Hund sucht und bevorzugen würde. Den Aspekt, dass der Hund möglichst keine "Ansprüche" haben sollte, der im Eingangspost noch angesprochen wird, sehe ich allerdings auch kritisch...

    Wenn die Hunde eh angeleint sind, höre ich auch gerne Hörbücher oder Podcasts. Gerade jetzt in der BuS ist das total entspannend – 'ne schöne Runde weit ab von der Zivilisation ;) , die Hunde an langen Leinen, Kopfhörer auf und los geht's.

    Wenn die Hunde freilaufen, brauche ich aber die Ohren auch frei – mit Shawnee könnte ich das vermutlich noch machen, der tappst durch die Gegend und macht einen gemütlichen Eindruck, aber das Söckchen ist ja zwischendurch eher mit Raketenantrieb unterwegs... :D Wenn mich da jemand bittet, ihn anzuleinen, dann sollte ich das besser zeitig hören.