Ich habe vor dem Einzug meines jüngsten Hundes verschiedene Züchter besucht, alle zu einem Zeitpunkt, als sie keine Welpen hatten. Mir war bei diesem ersten Kennenlernen wichtig, dass ich sehe, wie die Hunde leben und wie der Züchter mit ihnen umgeht.
Ich muss mit dem Züchter nicht in Detailfragen der Hundehaltung und Erziehung übereinstimmen und ich muss da auch nicht meine neuen besten Freunde finden
, aber es gibt ein paar Punkte, die für mich echte Ausschlusskriterien sind und die ich nicht unterstützen wollen würde.
Was war besonders positiv, was eher negativ?
Positiv fand ich bei allen Züchtern, dass keiner von ihnen ein grundsätzliches Problem damit hatte, mir als Studentin einen Welpen anzuvertrauen. Natürlich kamen da (berechtigte!) Fragen, wie ich das organisiere, was im Notfall passiert, usw. – aber gerade, weil ich mich vorher auch im Tierheim/Tierschutz umgeschaut hatte und da komplett andere Erfahrungen diesbezüglich gemacht hatte, war ich davon positiv überrascht. Generell fand ich es wirklich nett, wie schnell bei den Züchtern, mit denen ich Kontakt hatte, freundliche, offene Gespräche zustande kamen und wie viel Zeit sich genommen wurde, um Fragen zu beantworten. 
Negativ ist mir eigentlich nur ein Züchter aufgefallen, da kam dann allerdings auch gleich alles an Punkten zusammen, was ich auf meiner Ausschlusskriteriumsliste hatte: es wurde über andere Züchter und deren Hunde gelästert, die eigene Erziehung wurde als das Non-Plus-Ultra dargestellt, alles andere als Schwachsinn, es wurde eine Anzahlung verlangt, bevor die Welpen überhaupt geboren waren, die Haltung und Beschäftigung der Hunde war – salopp gesagt – unter aller Sau, und kritische Nachfragen wurden brüsk abgebügelt und waren deutlich unerwünscht.
Wieso habt Ihr Euch letztlich dann für "DEN" Züchter (also für den ausgewählten) entschieden?
Letztendlich hat bei der Züchterin, bei der ich meinen Welpen gekauft habe, das "Gesamtpaket" gestimmt: sie war offen und ehrlich, was die Stärken und Schwächen ihrer Zuchthunde angeht, veranstaltet kein unnötiges Bimborium mit den Welpen, aber gewöhnt sie vorsichtig an ein paar grundlegende Dinge (wie z.B. Autofahren, was mir wichtig war) und ist als Ansprechpartnerin da, schreibt einem als Welpenkäufer aber nicht vor, wie man seinen Hund beispielsweise zu impfen, zu füttern oder zu erziehen hat. Der konkrete Wurf und ihr Zuchtziel dabei war das, was ich gesucht habe, und mein Hund ist mittlerweile 2,5 Jahre alt und hat sich genau so entwickelt, wie ich mir das erhofft habe. Zur Züchterin habe ich auch noch Kontakt, wir tauschen ab und zu ein paar Bilder aus und ich war auch mit meinem Hund beim Nachzuchttreffen.