Welches Restrisiko meinst du? Etwa das Risiko in dem wir uns alle bewegen?
Das Restrisiko, dass der Hund als selbstständig denkendes, fühlendes Wesen sich vielleicht mal nicht komplett vorhersehbar verhält und plötzlich etwas tut, dass er ja "noch nie gemacht hat".
Beispiel: Mein älterer Rüde lebt jetzt seit knapp 12 Jahren bei mir. Er ist in all der Zeit noch nie plötzlich zu einem anderen Hund hingelaufen, weil er sich schlicht besonders nicht für andere Hunde interessiert. Ich würde also behaupten, dass ich ihn diesbezüglich sehr gut kenne und die Erfahrung dieser ganzen Jahre gibt mir da recht. Aber ich würde halt auch nicht ausschließen, dass er nicht doch plötzlich mal ein paar Schritte auf einen anderen Hund zugehen möchte – und deshalb ist er innerorts an der Leine, denn wenn da eine befahrene Straße dazwischen ist, waren das mitunter seine letzten Schritte.
Insofern: dieses Restrisiko, so gering das auch ist und so gut ich meinen Hund auch kenne, lässt sich m.M.n. nicht komplett ausschließen, deshalb frag' ich, wie du das für dich und deinen Hund in solchen und ähnlichen Situationen bzgl. des "den Hund gut kennen" bewertest.