Beiträge von pardalisa

    Welches Restrisiko meinst du? Etwa das Risiko in dem wir uns alle bewegen?

    Das Restrisiko, dass der Hund als selbstständig denkendes, fühlendes Wesen sich vielleicht mal nicht komplett vorhersehbar verhält und plötzlich etwas tut, dass er ja "noch nie gemacht hat".

    Beispiel: Mein älterer Rüde lebt jetzt seit knapp 12 Jahren bei mir. Er ist in all der Zeit noch nie plötzlich zu einem anderen Hund hingelaufen, weil er sich schlicht besonders nicht für andere Hunde interessiert. Ich würde also behaupten, dass ich ihn diesbezüglich sehr gut kenne und die Erfahrung dieser ganzen Jahre gibt mir da recht. Aber ich würde halt auch nicht ausschließen, dass er nicht doch plötzlich mal ein paar Schritte auf einen anderen Hund zugehen möchte – und deshalb ist er innerorts an der Leine, denn wenn da eine befahrene Straße dazwischen ist, waren das mitunter seine letzten Schritte.

    Insofern: dieses Restrisiko, so gering das auch ist und so gut ich meinen Hund auch kenne, lässt sich m.M.n. nicht komplett ausschließen, deshalb frag' ich, wie du das für dich und deinen Hund in solchen und ähnlichen Situationen bzgl. des "den Hund gut kennen" bewertest.

    Zwei aktuelle Bilder von Shawnee, der trotz der warmen Tage richtig gut gelaunt ist und heute Abend sogar mit auf dem Hundeplatz war – und begeistert beim Rally-O-Training mitgemacht hat. :herzen1:

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    So schnell kanns gehen, wenn man seinen Hund nicht kennt.

    Was genau verstehst du denn unter "den Hund gut kennen" in Bezug auf dieses Thema? Welche Szenarien hast du im Kopf durchgespielt und welche Bandbreite von Verhalten des Hundes kalkulierst du da (abhängig von Stärke des Reizes bzw. der Ablenkung, Tagesform von Hund/Halter, Reaktionszeit, usw.) ein, bevor du die Leine in Straßennähe abmachst?

    Nicht als Stänker-Frage, auch wenn's sich vielleicht schriftlich so "anhört", sondern ganz ernst gemeint.

    @pardalisa: Kannst du mir mal sagen, wie ich ein Rückruftraining möglichst effektiv aufbauen kann, da dieses mir noch fehlt und es nun unbedingt Zeit dafür wird. :ka:
    Oder ist das OT?

    Vielleicht ein bisschen OT, aber das ist ja nicht schlimm. Der Link von @Paulamal2 zu der Markertraining-Seite ist auf jeden Fall klasse. :smile:

    Falls du meintest, wie ich den Rückruf mit der Pfeife verknüpft habe, kannst du mir aber auch gerne 'ne PN schicken.

    Ich bin bisher nur immer zum Impfen zum TA gegangen, oder wenn es halt irgendein Problem gab. Ich finde solche Untersuchungen nicht notwendig, wenn der Hund quietschfidel ist.
    Augen, Ohren, Zähne anschauen und Herz abhören wird automatisch beim jährlichen Impfen gemacht.

    Genau so läuft's bei uns auch. :smile:

    Bei meinem Hundesenior, der demnächst zwölf wird, lasse ich seit einiger Zeit noch ein großes Blutbild zusätzlich machen. Aber bei einem jungen, fitten Hund, der frei von Allergien und chronischen Krankheiten ist, sähe ich dazu keine Veranlassung.

    Mich würde interessieren, ob es, wenn ihr in den Urlaub fahrt, schwieriger ist, mit zwei Hunden eine Unterkunft zu finden?Oder kann man sagen, dass da, wo ich einen Hund mitbringen darf auch ein zweiter kein Thema ist?

    Kommt drauf an, wie und wo man Urlaub macht, würde ich sagen. Ich liebe Wanderurlaube, gerne mit dem Wohnmobil oder mit dem Auto + kleinen Landgasthäusern als Unterkunft, und da waren zwei Hunde bisher noch nie ein Problem. Auch in Dänemark bei den Ferienhäusern war das bisher immer total locker - da steht dann häufig "1 Haustier erlaubt" in der Beschreibung, aber wenn man den Vermieter anruft und nett fragt, haben wir für 2 (oder sogar 3) Hunde noch nie eine Absage bekommen. :smile:

    Wenn man dagegen eher auf Luxus und Wellnesshotels steht, kann das schon schwierig werden. Meine Eltern (aktuell ohne Hund) haben gerade diesen Sommer erzählt, dass sie bei ihren Urlaubsrecherchen zahlreiche Hotel gesehen haben, die groß "max. 1 Hund!" dazuschreiben und da auch nicht diskutieren. Und wenn man mal ohne Hund wegfahren möchte, muss man halt bedenken, dass die Unterbringung von zwei Hunden u.U. etwas mehr Organisation benötig oder halt teurer ist.

    Nutzt du die Pfeife als Aufmerksamkeitsignal?

    Ne, nur als Rückruf. (Und ich hatte mal einen Platz-Pfiff, aber den hab' ich schon ewig nicht mehr mit den Hunden geübt. Sollte ich vielleicht mal auffrischen. |) )

    Ich glaube, vieles hängt auch davon ab, mit welchem "Typ Hund" man so unterwegs ist. Ein Aufmerksamkeitssignal brauche ich z.B. überhaupt nicht, weil sich meine Hunde (größtenteils rassse- und "frühförderungsbedingt") sowieso regelmäßig nach mir umgucken und ich in den allermeisten Fällen in so ruhigen Ecken unterwegs bin, dass man eh nicht viele andere Leute/Hunde trifft. Die Zahl der Kommandos, die ich während eines Spaziergangs geben "muss", ist also generell ziemlich klein. Dafür brauche ich halt einen Rückruf, der immer ankommt, egal wie windig oder verregnet es ist, falls wir Wild treffen - deshalb die Pfeife. Und entsprechend habe ich solche Dinge wie Fußgehen, Sitz, Platz, usw. auch erst spät geübt - würde ich woanders wohnen, wäre das vielleicht anders. :smile:

    Hallo,

    Handzeichen hatte ich zum Anfang auch eingeführt und musste dann feststellen, das sie nur noch auf das Zeichen reagiert hat.
    Habt ihr das separat trainiert?

    Ne, habe ich nicht und nutze auch bis heute häufig beides gleichzeitig. Ich find's super praktisch, wenn der Hund sich eher am Handzeichen orientiert - meine Stimme reicht bei Wind nicht so weit (deshalb habe ich auch immer eine Pfeife dabei) und das Handzeichen hat den zusätzlichen Vorteil, dass es "emotionslos" ist.

    Mein älterer Rüde ist da ziemlich sensibel: wenn ich den ins "Platz" schicke und meine Stimme für ihn seltsam klingt, dann weiß er, dass da irgendjemand entgegen kommt, der mir nicht ganz geheuer ist - er plustert sich dann auf und scannt die Umgebung. Da ich aber nicht will, dass er sich in Wald und Feld als Bodyguard betätigt ;) , nehme ich auf Entfernung dann einfach das Handzeichen und gut ist's.

    Meine Hunde sind zwei (= wenn ich kurzen Uni-Anwesenheits-Tag habe und danach zu Hause am Schreibtisch weiterarbeite) bis fünfeinhalb Stunden (= wenn ich bei meinem Nebenjob arbeite und sie nicht mitnehme) alleine. Ein bisschen länger wäre für mich auch noch okay, ab acht Stunden würde ich mir einen Hundesitter suchen, der zwischendurch mit ihnen geht oder sie wenigstens in den Garten lässt. Regelmäßig könnte ich das persönliche für so lange Zeiten eh nicht, aber ich sehe ein, dass das bei manchen Leuten einfach notwendig ist (plötzlicher Jobwechsel, private Veränderungen, etc.).

    In dieser Zeit haben sie allerdings einen Hunderaum für sich der durch eine Hundeklappe mit einem Gartenstück verbunden ist. Also können sie sich jederzeit lösen gehen.

    So eine Lösung schwebt mir für später auch vor. :smile: Da hätten sie sich dann wenigstens gegenseitig als Gesellschaft, könnten frische Luft schnappen und mal kurz ein Bein heben, wenn man aufgehalten wird und etwas länger für den Heimweg braucht.