Beiträge von pardalisa

    Wie groß und schwer sind eigentlich eure Aussies?

    Shawnee (Rüde, knapp 12 Jahre alt) hat ca. 62cm Schulterhöhe und wiegt im Moment 25kg. Sein Idealgewicht wäre noch ein halbes Kilo weniger, aber im Urlaub waren wir mit den Extra-Mahlzeiten etwas zu großzügig... ;)

    Myrddin (Rüde, knapp 3 Jahre alt) hat 55cm und 22kg.

    (Danke übrigens für die Mantel-Beratung vor ein paar Seiten – Shawnee hat seit heute einen Hurtta-Mantel, der eben auch gleich im Pladderregen getestet wurde... und er liebt das Teil!)

    Meine beiden sind da auch ziemlich unterschiedlich:

    Shawnee ist mit Hunden unschlagbar einfach und mit so ziemlich jedem verträglich, weil er einfach keinen Stress provoziert und von sich aus eher desinteressiert ist, dabei aber einen laaangen Geduldsfaden hat, wenn der andere Hund doch mal 'unhöflich' ist. Dafür hat er meist überhaupt keine Lust auf fremde Menschen; besonders betrunkene/schreiende Männer und ganz kleine Kinder stehen ganz oben auf seiner Hassliste – da fackelt er dann auch nicht lange, wenn die ihn anfassen wollen oder mir zu nahe kommen, würde er die Zähne einsetzen (wenn ich das nicht verhindern würde). Bei allen anderen geht er einfach weg, was Spaziergänge mit ihm herrlich entspannt macht.

    Myrddin war so ein typischer "Ich freu' mich über alles und jeden!"-Hund und wird jetzt endlich – mit gut zweieinhalb Jahren – ein bisschen ernster und reservierter. Andere Hunde sind immer noch okay, aber mit unhöflichem Verhalten hat er mittlerweile nur noch wenig Geduld. Das, was er früher selbst gerne gemacht hätte (nämlich andere Hunde mit ordentlich Anlauf zu Rammen, Auszutesten, was er sich erlauben kann, und anschließend ein Rennspiel zu starten), findet er jetzt bei anderen mal so richtig daneben. |) Dafür ist er mit fremden Menschen deutlich gelassener, lässt sich streicheln, freut sich über Ansprache und würde 'schlimmstenfalls' max. Bellen.

    Für mich hat beides seine Vorzüge und ich mag die Unterschiedlichkeit der beiden sehr. :smile:

    (Oh, und beim TA sind sie beide total locker zu händeln: Besuche dort lieben sie, aus welchem Grund auch immer.)

    Ich lege Einspruch ein!!
    Shawnee zu Hause lassen ist doch fies :( Wen soll ich denn dann mit Keksen beschmeißen?

    Shawnee iss'n bisschen k.o. von den Strandspaziergängen der letzten zwei Wochen und hat für morgen ein Bedürfnis nach "Liegen vor dem Kamin und von der Familie mit Keksen verwöhnt werden" angemeldet... :ops: Aber ich richte ihm aus, dass es die Kekse auch bei dir geben würde. ;)

    Zieht und zwingt ihr eure Kinder auch hinter euch her wenn die mal keine Lust haben spazieren zu gehen?

    Hunde sind aber nunmal keine Kinder, allein deswegen hinkt dein Vergleich ganz gewaltig. Einem Kind kann ich ab einem gewissen Alter erklären, dass Bewegung an frischer Luft gesund ist, einem Hund nicht.

    Natürlich würde ich einen Hund nicht mit Gewalt auf einen 10km-Marsch mitschleppen oder ihn hinter mir herziehen. Aber wenn tierärztlich abgeklärt ist, dass der Hund pummerlgesund ist und nur nicht laufen 'möchte', dann würde ich das nicht einfach so auf sich beruhen lassen, sondern eben versuchen, wenigstens ab und zu mittelgroße Runden zu laufen und die Motivation dafür beim Hund zu erhöhen.

    Ob man da jetzt mehr Action zur Abwechslung einbaut oder ob man z.B. mal probiert, ein Stück mit dem Bus zu fahren und von dort nach Hause zu laufen, kommt dann ja auf den jeweiligen Hundetyp an, aber irgendeine Form von Bewegung am Stück wäre mir wichtig, ja.

    Wer hier für (gemäßigte) Bewegung plädiert, tut das ja nicht, weil er seinem Hund mal so richtig eins reinwürgen will – sondern eben, weil regelmäßige Spaziergänge halt eine Menge Vorteile für den Hund haben, die sich – wenn überhaupt – nur sehr aufwändig durch andere Arten von Beschäftigung erreichen lassen.

    Wenn alle Versuche scheitern und nur starker Zwang übrig bliebe, um den Hund zu Spazierrunden zu überreden – dann eben nicht, so weit würde ich da nicht gehen. Aber wenigstens versuchen, die Motivation zu erhöhen, könnte halt schon lohnenswert sein. Nur die Schultern zu zucken und zu sagen "dann will er halt nicht" fände ich ganz persönlich schade.

    Das klingt schon sehr wichtig, da hast du bestimmt Recht. Aber kann man das nicht alles auch anders lösen, wenn der Hund nun überhaupt nicht zu langweiligem Gassi zu motivieren ist? Ich weiß nicht, je nach Hund vielleicht am Fahrrad laufen, Sucharbeit, andere Arbeit auf einem Hundeplatz, Sachen, die man sogar im Haus machen kann wie Cavaletti, Zergeln käme bei diesem Hund noch dazu, damit könnte man ihn bestimmt auch zu der einen oder anderen Aufgabe (geistige u./o. körperliche Anstrengung) motivieren?

    Könnte man bestimmt und würde ich auch auf jeden Fall machen bzw. versuchen, wenn der Hund wirklich so gar nicht zum 'normalen' Spazierengehen zu bewegen ist – aber bei einem Bullterrier, die ja nicht unbedingt zu den "Ich bringe mich für meinen Menschen um und mache alles unermüdlich mit, was der so an Beschäftigung anbietet"-Typen gehören ;) , würde ich es erst mal mit einer einfacheren Lösung wie z.B. Ortswechseln für die Runden probieren.

    (Und je nach Hund würde ich auch nicht wollen, dass der körperliche Auslastung immer mit irgendeiner Art von Beschäftigung verknüpft – gerade bei einem älter werdenden Hund würde ich den auch regelmäßig über längere Strecken im entspannten "Gassi-Schnüffel-Modus" sehen wollen, damit man solche Sachen wie Lahmheiten, plötzlich auftretende Erschöpfung, etc. zeitig mitbekommt. Wenn der Hund im "Arbeitsmodus" ist, wird sowas ja gerne mal unterdrückt, weil der Hund so konzentriert ist.)

    Aber ansonsten: yep, das normale Spazierengehen zwischendurch ein bisschen "aufzupeppen" ist auch 'ne gute Idee. Ich würd's wahrscheinlich kombinieren – Tage mit kurzen, knackigen Spaziergängen mit Denksport zwischendurch; und Tage mit längeren, ruhigen Runden, die dafür aber vielleicht in unbekannter, abwechselnder Umgebung.

    Siehst du bei Benni einen Unterschied zwischen bekannten und unbekannten Spazierrunden?

    Unsere Dackelhündin hatte das im Alter: von zu Hause aus losgehen fand sie irgendwann öde und trottete nur so hinterher, aber wenn man ein Stückchen mit ihr rausgefahren ist, war sie deutlich aktiver, hat die Umwelt untersucht und die Abwechslung sichtlich genossen. Vielleicht wär' das einen Versuch wert? :smile:

    Ansonsten bin ich auch eher dafür, dass man versucht, einen Hund, der körperlich nix hat, regelmäßig wenigstens für eine mittelgroße Runde zu motivieren – Muskelerhalt, Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems, geistig fit bleiben durch neue Eindrücke, frische Luft schnappen... das wären alles so Dinge, die mir auch bei einem Senior wichtig wären.

    Ich spreche aus langjähriger Erfahrung, die ich hier in der Klinik sammeln durfte.

    Naja, in einer Klinik (ich nehme an, du arbeitest in einer Tierklinik?) landen natürlich hauptsächlich die kranken Vertreter einer Rasse. Die gesunden, die ihr ganzes, langes Leben lang keine größeren Probleme haben, bekommst du da ja gar nicht zu Gesicht, das verzerrt natürlich das Bild. Und über absolute Zahlen und das Verhältnis von gesunden zu kranken Tieren lässt sich mit solchen Erfahrungswerten auch erst mal nix aussagen.