Beiträge von pardalisa

    @Geckolina Jetzt wirfst du da aber ganz schön viele Sachen in einen Topf, die nix miteinander zu tun haben, oder? ;)

    Dass ein Hund keine fremden Menschen anzuspringen hat, war hier ja nicht Thema - und dass das nicht passieren soll, da sind wir uns auch alle einig, denke ich.

    Und natürlich kann man mit vielen Menschen reden. Man hat zwar immer mal wieder die "Ich hab' schon seit 40 Jahren Hunde, ich weiß was gut ist und Sie haben mir gar nix zu sagen"-Fraktion, aber die meisten sind natürlich nett und verständnisvoll. Aber trotzdem finde ich es völlig nachvollziehbar, wenn sich jemand über "Spontan-Kuschler", die nicht nachfragen, ärgert. Wenn du das Problem nicht hast, freut mich das ehrlich für dich :smile: - aber einige stehen halt schon ab und zu vor dem Problem und suchen einen Umgang damit.

    Und was die Kanninchen angeht: nö, das ist für mich ein völlig anderes Problem. Ein Mensch, der einen fremden Hund anfasst, ist - zumindest theoretisch - in der Lage, sein eigenes Tun zu reflektieren und auf den Gedanken zu kommen, dass man anderer Leute 'Eigentum' (= Hund) nicht einfach so anfasst. Was das jetzt mit Wildtieren zu tun hat, die einfach ihren eigenen Dingen nachgehen, erschließt sich mir nicht... :ka: Die kommen ja nicht mit Absicht auf meinen Hund zugehoppelt und haben erst recht keine Vorstellung von Mein und Dein; natürlich bin ich da in der Pflicht, was zu unternehmen und kann nicht auf Kooperation und Einsicht setzen.

    Was ist daran tierlieb, wenn man ein Tier anfasst, dass man nicht kennt und von dem man nicht weiß, ob es sich über diese Art von "Zuwendung" überhaupt freut? (Nur weil ein Hund wedelt, hüpft oder fiddelt wie blöd, heißt das ja noch lange nicht, dass er wirklich begeistert vom fremden Menschen ist...)

    Und seit wann haben das andere Leute zu entscheiden, wie sie mit jemand anderes Hund zu verfahren haben? Wer Hunde kuscheln will, der kann a) fragen, b) sich selbst einen kaufen oder c) sich als Gassi-Gänger im Tierheim engagieren. Einfach ungefragt drauflosgrabbeln zeigt nur, dass das eigene Bedürnis (Streicheln wollen) größer ist als die Höflichkeit/der Respekt dem HH gegenüber.

    Für die TE: Ich kann dein Problem gut verstehen, aber es wird im Laufe der Zeit besser, versprochen. Leute, die mit ausgetreckten Händen auf einen zusteuern, rechtzeitig anzusprechen und zu sagen "Bitte nicht, wir üben!" ist schon mal gut; in richtig überfüllten/schlecht überschaubaren Situationen würde ich auch einen Maulkorb überziehen. Den Vorschlag von @Millemaus mit dem Tuch finde ich auch super. Und ansonsten kann man daraus eine super Verhaltenskette für den Hund basteln: "Jemand lockt mich/spricht mich an? Party und Belohnung bei meinem Menschen!"

    Mein Ersthund war neun Jahre alt, als der Welpe hier dazukam; jetzt ist Shawnee knapp 12 und Myrddin wird demnächst 3.

    Solange alles rund läuft, was es hier *toi toi toi* tut, ist's super: der ältere blüht auf, der jüngere hat ein 'vernünftiges Vorbild' und ich habe zwei Hunde, die sich hervorragend ergänzen – meinen Senior, mit dem ich mich blind verstehe und jeden entspannten Spaziergang einfach nur genieße, und den sportlichen, langersehnten Nachwuchs, der für jeden Blödsinn zu haben ist. Ich finde das klasse und mag die Kombination meiner Hunde so sehr, sehr gerne.

    Was man dabei aber nicht vergessen darf: sobald sich die Bedürfnisse ändern – und das kann flott geschehen –, hat man die doppelte bis dreifache Arbeit und die Hunde untereinander längst nicht mehr so viel Interaktion. Die Zeit, in der ich meinen Senior zwischendurch vier Wochen schonen musste, bin ich getrennte Runden gegangen, hab' getrennte Kopfarbeit gemacht, usw. – und das war ein überschaubarer Zeitraum, wenn's blöd läuft, hat man den Zustand deutlich länger, über Monate oder Jahre hinweg. Darauf sollte man vorbereitet sein.

    Ich sehe das grundsätzlich sehr kritisch, sich einen Zweithund "für den schon vorhanden Hund" anzuschaffen. Wenn deine Eltern Lust auf einen zweiten Hund haben, mit dem auch einzeln gerne was unternehmen wollen und sich klar darüber sind, dass die Hunde, wenn's blöd läuft, nicht viel von einander haben oder wissen wollen, sondern eher friedlich koexistieren – los geht's.

    Wenn beim Zweithund die "Kumpelfunktion" für den älteren deutlich im Vordergrund steht, würde ich's lassen.

    @Millemaus Noch eine Stimme für Olive!

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    ... aus naheliegendem Grund :D – Myrddin hat ja 'ne ähnliche Fellfarbe und ich mag das Geschirr an ihm ganz gerne. So ungefähr sieht's auf (dunkel)braunem Fell aus:

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    Von daher wird doch nicht jeder Hund zum Jäger, weil ein anderer jagt... aber gut, Problem erkannt. Das würde eine potentielle Zweithund-Suche noch schwieriger machen und die Baustelle Jagd bei Felix um so wichtiger.

    Klar, muss nicht passieren. Aber es ist halt eine zusätzliche Sache, wo man ein wachsames Auge drauf haben und ev. zusätzliches Training investieren müsste, deshalb die 'Vorwarnung'. :smile:

    Auf unserer Hauptgassistrecke im Wald treffen wir viele Hunde, nur kann ich Felix da kaum ableinen, weil er eben jagt. Und viele Hundebesitzer gehen auch nicht mit uns (wenn man sich zufällig trifft, wechseln die die Richtung), weil Felix unkastriert ist.

    Ach Mensch, das klingt ja echt vertrackt. :/ Könntest du mit ein paar der anderen HH einen privaten 'Spieltreff' irgendwo im Garten organisieren? Gerade, wenn die anderen Hunde eh zum großen Teil kastriert sind, müsste das doch zumindest mit den Hündinnen-Besitzern eigentlich kein Problem geben.

    Du meinst auch dann, wenn Felix angeleint ist, geht der andere Jagen? Das wäre ein k.o. Kriterium für einen Zweithund generell. Ich hätte schon gedacht, dass ein Hund mit kaum Jagdtrieb nicht Jagen geht, wenn der Jagdhund angeleint ist.

    Kann passieren. Meine beiden haben gut kontrollierbaren Jagdtrieb und besonders der jüngere ist da echt super einfach im Umgang – aber wenn ich die Sitterhündin, 'ne absolute Jagdsau (grundsätzlich angeleint) dabei habe, dann reagieren meine auch ganz anders auf Wild. Die schickt sich ihre "Helfer" und das sogar völlig lautlos, ohne Kläffen, in der Leine hängen oder sonstwas. Die kann völlig ruhig neben mir stehen, spannt sich kurz an, nimmt Blickkontakt zu meinen (freilaufenden) Hunden auf und die würden darauf anspringen. Und das bei Hunden, die nicht im gleichen Haushalt leben und kein sooo eingespieltes Team sind – bei dauerhaftem Zusammenleben wird die Kommunikation untereinander da noch um einiges feiner, denke ich.

    Zu deinem Problem mit den fehlenden Spielkumpels: scheitert das echt nur an der Kastrationsfrage oder ist bei euch die Hundedichte allgemein nicht so hoch?

    Reine Vermutung, da ich das zum Glück noch nie testen musste: Shawnee würde Muskeln abbauen und Fett ansetzen (bei seinen eh schon wackeligen Hinterbeinen wäre das übel...), wäre ansonsten aber ausgeglichen wie immer; Myrddin würde irgendwann die Wand hochgehen – ein paar Tage, auch mal 'ne Woche absolut nix machen nimmt er gelassen hin, aber drei Wochen und länger am Stück? Ich denke nicht. Aber genau deshalb habe ich auch einen Plan B, C und D was die Betreuung und "Notfall-Gassigänger" angeht.

    Wenn du den Arm noch nicht wieder belasten darfst, wären ev. getrennte Spaziergänge und immer ein Hund am Bauchgurt eine Möglichkeit?

    Falls dir das noch zur Einschätzung hilft... :smile:

    Myrddin, 55cm, 22kg, eher schmal und kurz vom Körperbau, trägt M in kleiner Einstellung (da wäre noch deutlich Spielraum nach oben);

    Shawnee, 62cm und aktuell 25kg, eher breit und lang gebaut, trägt L in kleinster Einstellung.

    Ansonsten vielleicht einfach beide bestellen und das nicht passende zurückschicken?