Und was ist so schlimm am "Ich fahr den Hund kontrolliert hpch für den Sport"?
Ich mein, das macht man ja nun nicht 24/7, sondern eben gezielt und ebenso gezielt lernt der Hund das Abschalten.
Nix ist per se schlimm daran - wenn der HH weiß, was er da tut und ebenso weiß, wie er den Hund hinterher wieder "erdet". Das "kontrolliert Runterfahren" können aber erstaunlich wenig Leute, zumindest wenn man sich hier in der Umgebung mal umschaut. Und da frage ich mich dann schon, wozu das sein muss: wenn man weder das Wissen noch die nötige fachliche Anleitung hat, wozu muss ich den Hund dann so aufdrehen, dass den Umstehenden die Ohren klingeln? Und wieso wird "hoch im Trieb" überhaupt automatisch mit Lautstärke gleichgesetzt? Es gibt zig Sportarten und Jobs, bei denen die Hunde hochmotiviert und konzentriert sind und trotzdem die Gusch halten, warum ist das im Agility und Flyball nicht unbedingt gewünscht?
Nur zur Definition, wäre der gezeigte Mali für dich einer der "durchschreit" ?
Finde ich schwierig zu beurteilen. Das sind ja nur kurze Sequenzen, die auch noch geschnitten sind. Ich sitze gerade an einem irre lahmen Computer; sobald ich morgen wieder flotter im Internet bin, kann ich aber gerne mal ein paar Videos mit "Negativ-Beispielen" verlinken.
Ich zum Beispiel kann mich schlechter konzentrieren wenn es ganz ruhig ist. Andere hingegen brauchen möglichst absolute Ruhe und werden schon von nem Husten völlig rausgerissen.
Was es schwierig macht, da ich beim konzentrieren oft mit dem Fuß rumtippe, mit der Zunge schnalze, etc. Garnicht mal aus Streß, ich mache das völlig unbewußt auch in Situationen wo ich mich freudig auf irgendwas konzentriere was mir Spaß macht.
Früher war ich lauter bei sowas. Aber das wurde mir als Kind in der Schule ausgetrieben.
Schad halt das es nun auch die Hunde nimmer dürfen.
Auch das ist so ein Beispiel, das zu der Problematik hier eher weniger passt. Was du so nebenbei machst, wenn du dich konzentrierst, machst du ja aus eigenem Antrieb - da steht keiner neben dir und pusht dich, motiviert dich, hat das Fußtippen schon im Welpenalter mit dir aufgebaut... 
Die Hunde, die im Sport so "drüber" sind und dann eben häufig auch ins hysterische Dauerkläffen verfallen, machen das nicht von sich aus - das ist menschengemacht. Natürlich will man beim Agility den Trieb und die Geschwindigkeit, das Ganze geht ja auf Zeit und dementsprechend fährt man halt auch den Hund hoch - die Kunst ist eben nur, da ein vernünftiges Maß zu finden und ev. frühe Warnzeichen von "zu viel, zu drüber" schnell zu erkennen.
Bellen kann (!) nun mal ein Anzeichen von Frust, Überforderung und übermäßigem Stress sein. Und ich finde das schon bedenklich, wenn man dann sagt: "Ne, also ich kann das immer einschätzen, bei meinem Hund ist das garantiert nur immer nur Freude!" Mir wäre das Risiko, durch die Normalisierung und die Dauerbeschallung das Bellen als Warnzeichen zu übersehen und vielleicht auch ein bisschen betriebsblind zu werden, viel zu groß.