Beiträge von pardalisa

    Ich hab' zwei Hunde, die optisch nicht das sind, was ich "am schönsten" finde, also ja – ich hab' sie ziemlich frei von Äußerlichkeiten ausgesucht.

    Bei meinem Ersthund stand die Rasse fest, woanders habe ich gar nicht geguckt, aber optisch hätte ich mir eigentlich was völlig anderes innerhalb des Rassespektrums gewünscht: Mein Traum war eine schmale, kleine black tri Hündin mit minimalen Abzeichen, stattdessen hab' ich hier seit 12 Jahren einen (für den Standard zu) großen, blue merle Rüden an meiner Seite. :D Er ist großartig und ich bin froh, mich nicht aus optischen Gründen und unvernünftigerweise für eine seiner Wurfschwestern entschieden zu haben.

    Beim Zweithund stand ein TS-Hund kurz zur Debatte, da wäre mir die Optik völlig egal gewesen, solange meine sonstigen Kriterien erfüllt gewesen wären – waren sie nicht, also bin ich wieder bei der gleichen Rasse gelandet. Tja, und dann hat's wieder nicht mit der ursprünglichen Wunschoptik geklappt: wieder kein black tri und dieses Mal sogar ein Welpe mit halbem blauen Auge, wo ich doch diesem Blauaugentrend bei 'meiner' Rasse so gar nix abgewinnen kann. Dafür ist er charakterlich genau das, was ich mir erhofft hatte, also kann ich absolut nicht klagen.

    Insofern: was die Fellfarbe/Ohrenform/Augenfarbe/usw. angeht, habe ich zwar eine Idealvorstellung, aber letztendlich ist's auf der langen Liste der Kriterien für oder gegen einen bestimmten Hund weit, weit hinten zu finden.

    Wovon ich dagegen nicht abweichen würde, sind solche Sachen wie:
    - Größe & Gewicht (muss zu den vorhandenen Hunden passen und ich will den Hund selbst heben und kurze Strecken tragen können, also mittelgroß),
    - Fellbeschaffenheit (Langhaar mit Unterwolle; ich bürste und staubsauge 10x lieber als mit einer Schermaschine arbeiten zu müssen und ich will einen 'robusten' Hund, der einen normalen norddeutschen Jahreszyklus ohne Kleidung oder Hitzeschock übersteht, solange er jung und gesund ist)
    - Geschlecht (aktuell kommen da nur Rüden in Frage, weil ich keine Lust auf gemischtgeschlechtliche Mehrhundehaltung habe)

    ... das ist zwar auch weitläufig alles Optik, aber halt mit praktischem Hintergedanken.

    Ich muss ja zugeben, dass ich diese Begeisterung für den "typischen Mopscharakter" nicht ganz nachvollziehen kann... :ops:

    Klar, so ein Mops ist – im gesunden Zustand – ein lebhafter, freundlicher, charmanter, kleiner Hund mit (idealerweise) wenig Jagdtrieb. Das ist völlig ohne Frage 'ne prima Sache und von vielen Leuten gewünscht, die einen 'handlichen' Begleithund wollen.

    Aber die Beschreibung trifft auf große Teile der FCI-Gruppe 9 zu. So einmalig seh' ich da den Mops jetzt nicht hervorstechen. Das Einzige, was sich dann noch unterscheidet, ist die Optik – wo wir dann wieder bei der Wurzel des Übels angekommen wären...

    Du bezeichnest Erziehungsmethoden, mit denen du nicht konform gehst, pauschal und oberflächlich als "verstrahlt" – und hättest dann aber gerne, dass dir jemand deine Frage beantwortet und Unterforen für dich durchsucht, weil du anscheinend die passende Suchfunktion nicht selbst betätigen kannst? Lustiger Ansatz. :D

    @SpaceOddity Danke für deinen Erfahrungsbericht! :smile:

    Ich weiß nicht, ob das aus meinem kurzen Beitrag so deutlich geworden ist, aber ich wollte damit nicht sagen, dass ich absolut davon überzeugt bin, dass sämtliche Nackthundrassen Qualzuchten sind. Ich frag' mich halt nur, wie solche Aussagen wie aus dem Gutachten zustande kommen – wir hatten das Thema Nackthunde hier im Thread ja schon mal vor vielen Seiten und wenn ich das richtig in Erinnerung habe, haben die Halter ziemlich übereinstimmend berichtet, dass sie bei ihren Hunden keine Verminderung der Lebensqualität feststellen können.

    Bleibt dann die Frage, ob das ein weiterer Fall von Betriebsblindheit bei der eigenen Rasse ist oder ob diejenigen, die dieses Gutachten verfasst haben, Zugriff auf zu wenig Daten hatten oder daraus falsche Schlüsse gezogen haben. Mir fehlt, um das beurteilen zu können, der tiermedizinische Sachverstand, aber die Kluft zwischen den Aussagen fällt halt auf. :ka:

    Ich bin im Sommer nur immer etwas beleidigt.... alles fragt, ob die Nackis keinen Sonnenbrand kriegen...

    Hätte ich jetzt auch gedacht, vor allem, weil das Gutachten zu den Qualzuchtmerkmalen bei Nackthunden ja eindeutig davon spricht:

    "Die Hunde haben eine sehr empfindliche Haut (Sonnenbrand, Verletzungen, Fliegenbefall im Sommer, Allergien) und zeigen klimatische Adaptationsstörungen."

    Quelle: Qualzucht.pdf (S. 22)

    Viele Hunde werden getröstet, wenn sie sich erschrecken, etc. und lernen so, dass es erwünscht ist, sich zu erschrecken, wenn es knallt.

    Nur kurz dazu: Hunde, die sich so sehr erschrecken, dass sie in Panik sind, lernen in dem Moment gar nix - die sind da schlicht nicht aufnahmefähig. Man kann also ganz beruhigt trösten/gut zureden ohne befürchten zu müssen, dass man irgendwelche Ängste bestätigt oder verschlimmert.

    Dieses "bloß nicht trösten, der Hund hat dann nur nur mehr Angst" ist doch nun tatsächlich einer von diesen alten Zöpfen der Hundeerziehung, die man endlich mal abschneiden könnte.

    Insofern: biete deinem Welpen Sicherheit, mach an den 'furchteinflößenden Orten' irgendwas, was er gerne mag (füttern, spielen, kraulen, etc.) in dem Maße, wie er mag, und in einer paar Tagen ist der Schreck vergessen. :smile:

    Was für eine Rasse/Mix wird der Welpe denn werden?

    In einem Haushalt mit kleinen Kindern und viel Trubel würde ich nämlich da schon ansetzen und darauf achten, einen Hund zu bekommen, der nicht sooo schrecklich reizempfindlich ist oder rassetypisch zu flatterigen Nerven neigt. Ein Hund, der ein ausgeglichenes Temperament mitbringt und gerne einen Rückzugsort annimmt (an dem er dann natürlich auch nicht aufgescheucht werden darf), macht eine Box zum "Runterfahren"/Beruhigen dann vermutlich eh überflüssig, wenn man ein paar einfache Hausregeln einhält, die hier ja schon angesprochen wurden.

    Shawnee ist im Dezember 12 geworden – und findet den Winter klasse! Ich weiß nicht, ob ihn das an seine Welpenzeit erinnert oder ob der Schnee ihn einfach albern macht, aber er ist gut gelaunt und es macht unglaublich viel Spaß, ihm zuzugucken. :herzen1:

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    "Oh, du willst da unten fotografieren? Ich schieb' dir 'n bisschen Schnee auf die Linse!"

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    Er kann aber auch seriös. :D

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    "Hallooo? Könnte mal jemand dem armen, armen Senior die kleinen Schneeklümpchen aus den Pfoten puzzlen?"

    Ich mag die Fettlederleinen, den Leckerlibeutel und den Mantel für den Senior nicht mehr missen.

    Und das Auto, auch wenn's streng genommen kein "Hundezubehör" ist. Hätte ich keine Hunde, könnte ich auch gut ohne Auto leben, aber so genieße ich den Luxus regelmäßig ein Stück rauszufahren und völlig neue Wanderwege und Spazierstrecken auszuprobieren schon sehr.