Was mich interessiert ist, ob ihr jeden einzelnen Hund zu 100% fertig hattet, bevor noch ein weiterer hinzu kam?
Ich glaube nicht richtig an "100% fertig" in der Hundererziehung
– aber ansonsten, ja: Mir war das enorm wichtig, dass der Alltag mit dem Ersthund stressfrei und komplikationslos läuft, bevor ich da einen zweiten dazu setze.
Hängt natürlich auch von der persönlichen "Schmerzgrenze" ab. Ich bin z.B. jemand, für den Spaziergänge und das Zusammenleben mit Hund absolute Entspannungs- und Qualitätszeit sind; ich will da nicht ewig lange an 'Baustellen' arbeiten, ich will kein jahrelanges Management betreiben, ich brauche in dem Bereich meines Lebens keine extra Herausforderungen. Hätte die Wahrscheinlichkeit bestanden, dass der Zweithund irgendwelche Probleme des Ersthundes verschlimmert oder selbst übernimmt, wäre ich Ein-Hund-Halter geblieben.
Ich meine damit nicht, dass mein Ersthund der perfekte Vorzeigehund ist, der in jeder Situation super hört und mit dem man ausnahmslos alles machen kann – das ist er ganz sicher nicht! Aber ich war mit unserem Alltag wunschlos glücklich, als der Welpe einzog (und bin's immer noch
) und das war mir wichtig. Quasi die Gewissheit, dass es nix gab, wo ich gesagt hätte "ach verdammt, eigentlich nervt mich Problem X, daran müssten wir dringend arbeiten, und Eigenschaft Z schränkt mich schon ein."