Beiträge von pardalisa

    @Aoleon Zur Beantwortung der Fragen: Ich versteh' ganz ehrlich nicht, was die mit dem Thema hier zu tun haben. :ka:

    Mein Partner/meine Partnerin/gute Freunde sind alles erwachsene Menschen, die völlig selbstständig ihre Freizeit gestalten können, und auf die ich umkehrt für die Ausübung meiner Hobbies auch nicht angewiesen bin. Ich interessiere mich gerne dafür, was die so machen, und die sich umkehrt auch für mein Krams – aber die Ausgangslage ist doch eine völlig andere als in der Mensch-Hund-Beziehung. Der Hund ist nun mal 100% von seinem Halter abhängig, der kann nicht einfach losziehen und sagen "Hey, meine Besitzerin hat kein Interesse an DiscDogging, ich aber schon; dann mache ich das halt alleine."

    Oder anders gesagt: eine Diskussion innerhalb einer zwischenmenschlichen Partnerschaft darüber, wie gemeinsame Finanzen/gemeinsame Hobbies/allgemein die Freizeit gestaltet werden soll, hat für mich absolut nix mit der Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Hundesport oder der passenden Beschäftigung für einen individuellen Hund zu tun.

    Ersteres ist ein Dialog auf Augenhöhe zwischen zwei Partnern, die letztendlich beide die gleichen Möglichkeiten zur Verwirklichung ihrer Ziele haben; zweiteres ist ein sehr einseitiges "Machtverhältnis" zwischen demjenigen, der die Entscheidungen treffen kann, und einem schutzbefohlenen Wesen, wo der Mensch sich aus egoistischen Gründen (wir reden hier ja nicht über Leute, die ihren Hund zum Überleben brauchen) für die Hundehaltung entscheiden hat, und der Hund, platt gesagt, vorher nicht gefragt wurde.

    Für mich ist das ein wahnsinnig großer Unterschied bei der Frage "Gebe ich etwas auf, was mir wichtig ist? Und warum und für wen?"

    Wo es bei mir - ganz wertfrei - noch Veständnisprobleme gibt, ist nur: ich erwarte, wenn ich so drüber nachdenke, eine ganze Menge Flexibilität und Anpassungsbereitschaft von meinen Hunden, damit unser gemeinsames Leben 'funktioniert' - sie akzeptieren meine Regeln bei unseren Spaziergängen, obwohl die aus Hundesicht bestimmt nicht immer nachvollziehbar sind; sie nehmen es problemlos hin, dass ich entscheide, wann es Zeit für Futter, Ruhezeiten und Action ist; sie leben konfliktfrei miteinander, obwohl da keiner den anderen 'ausgesucht' hat; sie nehmen es mir nie krumm, wenn ihre Bedürfnisse wegen Krankheit meinerseits oder verschärftem Stress mal für 1-2 Tage hintenanstehen müssen; usw. usf.

    Das Mindeste, was ich im Gegenzug tun kann, ist doch, wenigstens im Bereich des 'Hobbys'/Sports auf ihre Interessen einzugehen und meinerseits ein bisschen Flexibilität, Anpassungsbereitschaft und Interesse für Neues zu zeigen. Dann muss ich mich halt nach jahrelangem Trainieren in einer bestimmten Sportart mal in was anderes reinfuchsen - ist das wirklich so schlimm, dass es einem das gesamte Zusammenleben trübt? Ist das gute Gefühl, dem Trainingspartner ein Stück entgegenzukommen und mit dem Hund gemeinsam was zu unternehmen da nicht größer?

    Mag sein, dass es bei mir da wirklich mit dem Verständnis hakt, aber wenn man sich in ein neues Thema einarbeitet und sieht, wie der Hund in etwas, womit man vorher keine Berührungspunkte hatte, aufblüht und Spaß hat, spornt einen das nicht auch selbst an? Macht das nicht auch glücklich, weil man den eigenen Horizont und Erfahrungsschatz erweitern kann?

    Ich finde Aussies ziemlich wetterfest und robust - war für mich auch eins der wichtigen Kriterien bei der Rassewahl.

    Mein Senior ist da kein Maßstab mehr, der ist nicht komplett fit und trägt deswegen z.B. im Winter 'nen Mantel, aber für meinen dreijährigen Rüden muss schon echt Weltuntergangswetter sein, damit er nicht rausgehen mag. Knackige Minusgrade, Wärme, Sturm, Dauerregen... macht ihm alles nix aus, der zieht gutgelaunt mit los zum Spaziergang.

    Und was ich besonders nett finde, ist, dass er wirklich funktionales, ganzjahres-taugliches Fell hat - der kann im Februar ins Wasser springen, schüttelt sich und ist danach leidlich trocken und friert nicht; und er hat im Sommer schön luftiges Fell, wo mir niemalsnienicht 'ne Schermaschine drankäme.

    Das ist wirklich schade. Aber der Boom ist auch nicht immer toll, bei uns sind Turniere oft innerhalb weniger Stunden nach Meldebeginn voll.

    Oh, gibt es da das "wer zuerst meldet, hat einen Platz"-Prinzip? Bei einer Freundin in der Ecke wird meistens erst mal gesammelt und dann gelost, wenn's zu viele Anmeldungen gibt.

    Wieso das denn?
    Unsre Training wird gerade auf 2x die Woche aufgeteilt, weil wir einfach langsam zu viele werden.

    Zum einen, weil die eigentliche Trainerin seit letztem Jahr ausfällt und diejenige, die netterweise eingesprungen ist, offiziell keinen Trainerschein hat :ops: und ihr eigener Hund schon ziemlich alt ist - sobald sie einen Zweithund als Sportnachwuchs hat, wechselt sie mit beiden Hunden in einen anderen Verein, sagt sie, weil ihre eigentliche Lieblingssportart (IPO) bei uns nicht angeboten wird. Kann ich absolut verstehen, ist aber trotzdem schade.

    Und zum anderen, weil wir einfach nicht genug Leute sind - eigentlich wären wir zu acht, aber zum Training sind meistens nur 2-3 Leute da. Das ist echt frustierend und deshalb glaub ich auch nicht, dass wir da dann wen anders finden, der das Training übernehmen möchte.

    Insofern schiele ich immer ein bisschen neidisch auf die Gegenden, wo Rally-O gerade so boomt ;) - da ist die Auswahl an Traingsmöglichkeiten einfach besser.

    Wir üben das Meiste zu Hause, gehen aber einmal die Woche zum Training im Verein. Mir hilft das total, sich zwischendurch mal auszutauschen, dass jemand meine Köperhaltung korrigiert, Tipps gibt, usw. Umso schader ist es, dass unsere Gruppe immer wieder kurz vor der Schließung ist. :verzweifelt:

    Bist du nicht die Userin, die auch Interesse an Windhunden hat? :)

    Ach so, ja. Sorry, ich stand ein bisschen auf der Leitung...

    Ja, hab' ich - aber erst für später, wenn sich meine Lebenssituation ein bisschen geändert hat. :smile: Und auch dann wahrscheinlich eher als Zweithund zu einem kernigen, kooperativen Hund, der den Wachtrieb und die Eignung für Sport/den will-to-please mitbringt. Ich finde Windhunde absolut faszinierend, aber ein Teil der Faszination besteht für mich darin, dass sie so komplett anders sind als meine Hunde - und im Moment bin ich mit meinem Duo wunschlos glücklich.

    (Ergibt das irgendwie Sinn? :ops: Ich kann's schlecht in Worte fassen.)

    Ich fänds interessant, von jemanden zu lesen, der andere Anforderungen an seinem Hund stellt, als "kaum Jagd/Wachschutz und "Will to please"". Meist werden Spitz, Colle und Pudel genannt. Tolle Rassen, nicht missverstehen, aber die Hundewelt hat ja so viel mehr zu bieten.
    Gibts denn niemand, der mit Jagdtrieb zurecht kommt oder ihn gar schätzt? Schrecken euch unabhängige Hunde ab? =)

    Ich glaub', das liegt auch daran, dass man sich in vielen, vielen Lebenssituationen einfach keinen anderen Hund "erlauben" kann. Einen selbstständigen, willensstarken, unabhängigen Hund, der gleichzeitig über ordentlich Schutz- und Wachtrieb verfügt, würde ich z.B. nicht in eine Mietwohnung im Mehrfamilienhaus oder in eine Familie mit kleinen Kindern und viel wuseligem Besuch empfehlen. Da fallen schon mal viele Lebensmodelle von Neu-Usern, die hier im Forum fragen, drunter.

    Ähnlich beim Jagdtrieb: wer so ländlich und vielleicht sogar in Alleinlage wohnt, dass er einen Hund mit Schutz- und Wachtrieb richtig zu schätzen weiß, der wird beim Spaziergang in der Pampa vermutlich massig Wild treffen. Da ist das Bedürfnis nach wenig/gut kontrollierbarem Jagdtrieb dann verständlich.

    Ich seh' das auch bei mir selber - ich mag Hunde, die wachen, die mitdenken, Dinge auch mal hinterfragen, ich brauche keine besondere Verträglichkeit mit fremden Menschen oder Hunden, weil das in meinem Alltag nicht sonderlich relevant ist, ich mag Hunde, die in Konfrontationen nicht sofort einlenken, sondern auf Druck von außen auch gerne mit "Willste Stress? Kannste haben!" reagieren - aber ich schätze an meinen Hunden sehr, dass ich ihnen als 'letzte Instanz' wirklich wichtig bin und dass sie viel Motivation und Kooperationswillen mitbringen, denn sonst könnte ich ihnen viele der Freiheiten, die sie genießen, einfach nicht gewähren. Und eine Hundehaltung, wo ich ständig den Daumen drauf haben und gegen den Charakter und die rassetypischen Eigenschaften 'ankämpfen' müsste, wäre für mich nix.