Beiträge von pardalisa

    Oh, und wo wir gerade bei Tipps sind... :ops:

    Wir sind im Urlaub an der See, ich war so dämlich und hab' die Handbremse beim Auto angezogen. :verzweifelt: Die scheint jetzt in der hohen Luftfeuchtigkeit leicht festgerostet zu sein, zumindest wollen sich die Hinterräder keinen Zentimeter mehr bewegen – gibt's irgendwelche Tipps & Tricks, was man da machen kann, bevor ich morgen einen KFZ-Fachmann hier mitten ins Nirgendwo bemühen muss?

    Gibt es hier jemanden, der ein Auto hat (oder eines kennt), in dem man sechs bis sieben mittelgroße Hunde transportieren kann?

    Eine befreundete Züchterin ist mit ihren sechs bis acht Hunden (Aussies) jahrelang einen Fiat Ulysse gefahren und trauert dem immer noch hinterher. Ich hab' selbst nie dringesessen, aber vielleicht ist der einen Blick wert? :smile: Die Sitze lassen sich anscheinend leicht aus- und einbauen und der entstehende Platz ist dann ganz schön beeindruckend (... zumindest für mich als Kleinwagenfahrer xD ).

    @37mara73 Oder – je nachdem, wie ihr sonst so trainiert und ob sie das kennt – mit der ganz watteweichen Methode: Bürste rausholen, Hund interessiert sich dafür - Klick & Keks; Bürste bewegt sich Richtung Hund – Klick & Keks; Hund sitzt/steht/liegt bequem, Bürste wuselt in der Nähe herum – Klick und Keks; ein paar weiche Bürstenstriche – Klick & Keks; usw. usf.

    Dauert ehrlichweise ewig bis man damit zum vernünftigen Bürsten übergehen kann, hat bei unserem ehemaligen Spitz, der in der Junghundphase furchtbar filziges Fell hatte und da sehr prinzessinenhaft-empfindlich war, aber wirlich gut geholfen. Der lag irgendwann entspannt herum, hat die passenden Pfoten "angereicht" und hat sich Knötchen ausbürsten lassen, während es nur noch ab und zu ein Leckerli gab.

    Ich hab' am Anfang echt ein Auge drauf gehabt, wenn's Futter oder irgendwas zu Knabbern gab – man sagt Aussies ja berechtigterweise nach, dass sie mit Ressourcen jeglicher Art zu Übertreibungen neigen können und da wollte ich mit zwei Rüden gar nicht erst Stress aufkommen lassen -, aber mein Ersthund war da zum Glück immer entspannt und der Zweithund hat sich das netterweise abgeschaut.

    Nach ein paar Tagen sah's mit dem Welpen so aus und daran hat sich in den letzten drei Jahren auch nix mehr verändert...

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    Hat jemand Erfahrungswerte, wie da die Überschneidungen sind? Geht das nahtlos von den Maßen ineinander über, oder gibt es da eine Überlappung, so dass ihm M passten könnte?

    Mein jüngerer Rüde trägt Größe M, der ältere Größe L – notfalls passen sie aber auch ins Geschirr des jeweils anderen, ich denk' also schon, dass da ein bisschen Überschneidung ist. :smile:

    Das ist aber wirklich schwarz/weiß denken. Es hat doch niemand gesagt, dass man seinen Hund dann guten Gewissens und leichtfertig abgibt. Das muss enorm schwer sein, man liebt das Tier ja auch.

    Aber hier wird seitenlang davon gesprochen, dass es für wirklich ambitionierte Sportler, die in einer Sportart "fest verwurzelt" sind und sich ein Umschwenken in eine andere Richtung absolut nicht vorstellen können, eine wirklich unglücklich machende Alternative wäre, einen so gravierend unpassenden Hund zu behalten. Mehrfach wurde darauf hingewiesen, dass der Hund das merken und darunter ebenso leiden würde, weswegen eine Abgabe dann sinnvoll ist.

    ... wenn diese Kriterien alle zutreffen, warum sollte man dann kein gutes Gewissen haben, wie du schreibst? Dann ist eine Abgabe doch das Beste, was allen Beteiligten passieren kann? Und genau da verstehe ich dann das Herumgeeiere und Getue nicht, dass man sich ja nur ungern trennen würde, 'schweren Herzens' usw. Wenn man ehrlich ist, ist das doch dann für alle eine Erleichterung.

    Und wenn man bei solchen Überlegungen im Vorfeld feststellt, dass die Zuneigung zu diesem einen Hund doch größer als die bevorstehenden eigenen Einschränkungen ist, dann behält man ihn halt.

    (Vielleicht hab' ich's nicht deutlich genug gemacht, aber genau darauf bezog sich mein oberer Beitrag.)

    Okay, dann bin ich da an einem Punkt angekommen, wo mir mangels gemeinsamer Diskussionsgrundlage der rote Faden für 'nen weiteren Austausch fehlt. :ka: (Und ich find's auch nicht besonders netten Stil andere Ansichten pauschal als "kindisch" zu bezeichnen, das nur so nebenbei...)

    In meiner - logischerweise beschränkten, subjektiven - Sicht passt es halt schwer zusammen, sich einerseits einen Hund vorrangig für eine persönlich extrem wichtige und mit Ehrgeiz betriebene Sportart zu holen und dabei ganz klar vor Augen zu haben, dass eine Abgabe aus eben diesem Grund sein könnte und quasi als Plan B einkalkuliert ist - und gleichzeitig mit einer Abgabe aus diesem Grund zu hadern und sich damit schwer zu tun. Entweder-oder, so viel Prioritätensetzung und Selbstreflektion würde ich von erwachsenen Menschen einfach erwarten.

    @Aoleon, mir ging's in dem Beispiel nicht so sehr um "wie organisiere ich das?", sondern um "kann ich mich zugunsten eines von mir abhängigen Lebewesens auf etwas anderes einlassen, das mich bisher nicht interessiert hat (= Konzerte mit klassischer Musik) und dafür bei meinem eigenen Hobby Abstriche machen oder nicht?"

    Dass Hundesport auf Profi-Niveau eine zeitintensive Sache ist, hat doch hier niemand bestritten – die Frage war auf den letzten Seiten hauptsächlich, welche Wertung und Wichtigkeit das individuell hat und wie der Plan B – Umorientierung in andere Sportart oder Abgabe – bei Nicht(mehr)Eignung des Hundes aussieht...

    Und da ist der große Dreh- und Angelpunkt.
    Was wenn es nicht hollywoodkonform immer einen Kompromiss gibt, mit dem beide gute leben können?
    Darf man wirklich nicht die Grenze ziehen, wenn man das Gefühl hat, dass man zuviel von sich aufgeben müsste, nur damit der andere seine Bedürfnisse befriedigt bekommt?

    Wie der zweite, nicht zitierte Teil ;) meines Beitrags schön deutlich sagt: doch, gerne. Aber dann doch bitte ohne solche Beigaben wie "neiiin, natürlich wird ein Hochleistungshund, der auf WM-Niveau läuft und bei ev. Dauer-Krankheit/Leistungseinbruch/plötzlicher Sportunlust abgegeben werden würde, geliebt wie ein Familienmitglied und nur schweren, schweren Hezens und widerwillig in ein anderes Zuhause gegeben."

    Dann doch einfach ehrlich sein und sagen, dass der Hund bei einem selbst nun mal Nutztier ist - da macht man sich dann bei der Hollywood-Klischee-Fraktion ;) vielleicht keine Freunde, aber da sollte man dann wohl drüber und zu seinen eigenen Prinzipien stehen.

    @Aoleon Du vergleichst immer noch zwei Parteien, die gleichberechtigt verhandeln...

    Wenn's schon der Mensch-Hund-Vergleich sein muss (was ich aus den oben genannten Gründen immer noch unpassend finde!), dann hilft vielleicht das hier, um zu erklären, worum es mir geht:

    Stell dir vor, du bist Leichtathletiksportler mit Leib und Seele – inkl. mehrfach wöchentlichem Training und Wettkämpfen am Wochenende. Dein Kind dagegen kann der Jugendgruppe in deinem Verein absolut nix abgewinnen und möchte Cello im Orchester spielen - inkl. Übungsnachmittagen mehrmals die Woche und Konzerten am Wochenende, zu denen es gefahren werden muss.

    Und nu? Ziehst du dein Hobby ohne Einschränkungen durch, weil es dich sonst ja so traurig machen würde, dass deine Lebensqualität leiden würde? Oder steckst du zurück und findest einen Kompromiss, mit dem beide leben können?

    Ja, ich hab' ein Verständnisproblem, wenn jemand einen Hund primär für eine einzige Sportart anschafft und das im Zusammenleben einen dermaßen hohen Stellenwert hat, weil ich das wirklich schwer nachvollziehen kann (wobei, wie weiter vorne schon geschrieben, dieser Thread mir da schon weitergeholfen hat). Aber ich habe damit "moralisch" oder wie-auch-immer-man das nennen will überhaupt kein Problem, wenn jemand sagt: "Ein Hund ist für mich ein Nutztier für die Ausübung dieses Hobbys, genauso wie ein Schlachtkaninchen oder ein Reitpferd ein Nutztier ist." Ist 'ne klare Ansage und da kann ich auch absolut nachvollziehen, wenn man sich von einem sportleistungsmäßig nicht passenden Tier wieder trennt (passendes neues Zuhause vorausgesetzt).

    Aber was für mich dazu völlig unpassend ist, ist der vermenschlichende Vergleich, den du anführst. Wenn das Hobby im Vordergrund steht und so wichtig ist, dass eine Nichtausübung wirklich eine Einschränkung und langjährigen Frust bedeutet, dann muss ich einen nüchternen, realistischen und un-emotionalen Blick auf meinen Hund haben.

    Wenn ich mir einen große emotionale Komponente in der Beziehung zu meinem Hund "leiste" (leisten kann, weil Hundehaltung nun mal größtenteils Luxus und Hobby ist in unseren Breitengraden), dann sollte ich auch in der Lage sein, zugunsten meines Familienmitgliedes/tierischen Sozialpartners/whatever Kompromisse einzugehen und eigene Bedürfnisse hintenanstellen zu können.

    Wie gesagt, ich sortiere mich da selbst ganz eindeutig auf einer Seite ein, aber ich kann absolut verstehen, wenn jemand die andere Sichtweise vertritt - solange man dabei ehrlich mit sich selbst und vor allem dem Hund ist.