Ich muss ganz ehrlich sagen, ich würde das so auch für mich selber nicht wollen.
Dem Hund geht es mit der Betreuung bestimmt nicht schlecht, aber ich bin mir nicht sicher, ob ICH (wenn ich jeden Tag von acht bis halb sechs außer Haus wäre) danach noch Zeit und Lust hätte, mich mit dem Hund zu beschäftigen.
Vor allem, wenn das der Dauerzustand ist.
Grad im Winter... Puh.
Und über die wenige Zeit, die mir dann noch bliebe, möchte ich vielleicht trotzdem etwas freier verfügen können.
Testet doch mal ganz ernsthaft und ungeschönt. (Funktioniert grad bei den momentanen Wetterverhältnissen recht gut
)
Steht mal zwei, drei, vier Wochen lang morgens eine Stunde eher auf und macht einen Spaziergang.
Nach der Arbeit auch. Mindestens eine Stunde und bei jedem Wetter.
(Mir ist schon klar, dass das ohne Hund keinen Spaß macht, aber man kriegt vielleicht ein bisschen Gespür dafür, ob die Energie und die Zeit dafür neben der Arbeit noch reichen würde.
Und bei drei Grad und Nieselregen macht es auch mit Hund nicht immer Spaß...)
Ich kenne einige Hunde, bei denen Herrchen und Frauchen "Voll-Vollzeit" arbeiten.
Die haben alle gesagt, sie würden den Hund "natürlich" vor und nach der Arbeit beschäftigen.
Tatsächlich heißt bei den meisten davon (nicht bei allen, aber eben doch bei den meisten) "mit dem Hund beschäftigen" nichts anderes als "in den Garten lassen und dann schmusen".
"Richtiges" Gassi gibt's am Wochenende, im Urlaub und im Sommer z.T. abends.
Nicht aus böser Absicht, aber weil einfach der Akku leer ist.
Wie gesagt, ich kenne auch ein paar (wenige) bei denen es anders läuft.
Ich bewundere das, ehrlich. Und ich weiß nicht, ob ich das so schaffen würde (und wollte).
Ich arbeite auch Vollzeit als Lehrerin, kann aber den Großteil meiner Arbeit von zu Hause aus erledigen und mir (bis auf die Unterrichtsstunden) meine Zeit frei einteilen.
Mein Mann ist selbstständig und kann sich seine Zeit auch recht gut einteilen, bzw. arbeitet zum Teil auch von zu Hause.
Darum haben wir beide eigentlich (trotz Vollzeitarbeit) viel Zeit für unsere Hunde.
Stressig ist es oft trotzdem.
Wenn ich mir dann noch eure Arbeitszeiten dazu vorstelle...
Nein, das würde ich für mich persönlich nicht wollen.
"Leben" bestünde ja dann "nur" noch aus Arbeit und Hund.
Das wäre mir persönlich zu wenig...