Frauen sind zweite Klasse, zahlen mehr, tun sich und ihren Körpern viel mehr an, einfach nur aus Schönheitsidealen und/oder weil es heißt "das muss so".
Fängt beim Rasieren an, geht über Schmerzmittel "extra für die Periode" weil es normal ist das frau da Schmerzen hat, zu Schuhen die schlicht ungesund sind für die Füße, bis eben dahin das es völlig normal ist sich von Teenageralter an bis zu den Wechseljahren mit Hormonen vollzupumpen für die Verhütung. (Und damit die Tage ausbleiben.
Also, ich empfinde mich DEFINITIV nicht als Mensch zweiter Klasse. Kommt vielleicht auch aufs persönliche Umfeld an.
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Ich rasiere mich, weil ICH es schön finde.
Meinen Mann würden Haare nicht stören und jemand anderes sollte sich trauen, das zu kommentieren.
Ich liebe schöne Schuhe.
Ja, die sind manchmal unbequem, aber das ist doch MEINE Entscheidung, weil MEIN Schönheitsempfinden. Ich kenne sehr viele Frauen, die ihr ganzes Leben lang Sneakers tragen. Und? Stört sich irgendjemand daran? Da ist es für Männer doch oft noch wesentlich schwerer, sich nach den persönlichen Vorlieben zu kleiden.
Ich brauch mich nicht mit Hormonen vollzupumpen, es gibt Alternativen, sowohl für die Frau als auch für den Mann.
Dann muss er halt Konfome benutzen.
Und?
Ich empfinde mich in vielen Sachen sogar als privilegiert, Männern gegenüber, und möchte im Leben nicht tauschen.
Bei anderen Sachen haben es Männer dafür leichter. Ja, mei.
Gleichberechtigt zu sein, bedeutet nicht gleich zu sein.
Sind meine persönlichen Erfahrungen und Empfindungen und ich bin mir bewusst, dass es vielerorts anders ist.
Aber ICH liebe es, eine Frau zu sein, ich bin stolz darauf und ich fühle mich wohl und wertvoll.
Und ich hoffe, das kann ich auch meinen Schülerinnen mit auf den Weg geben. Hilft ihnen, denke ich, im Leben mehr, als wenn ich ihnen vorjammern würde, was für Männer alles leichter ist.
Edit.
Ich glaube, dass Männer es in unserer Gesellschaft auch nicht leicht haben. Sie sind so vielen unterschiedlichen Ansprüchen und Idealen ausgesetzt.
Die Frauen emanzipieren sich ja schon eine Weile. Viele Männer sind, denke ich, dafür in einer Identitätskrise und versuchen verzweifelt, herauszufinden, wer und wie sie sein wollen, „sollen“ und „dürfen“.