Beiträge von LolaBurdett

    Das Fehlverhalten im Alltag gilt es zu managen - einfach nur auf Knopfdruck abstellen wird man es nur selten können.


    Da sind wir wieder voll beieinander.

    Aber das hier:

    Tja und es ging MIR u.a. bei dem Eingangposting darum, dass ICH was suche, was als Motivation/belohnung eingesetzt werden kann und auch hochgenug ist, UM Fehlverhalten zu unterbinden und das unterlassen zu belohnen.


    hatte ich so verstanden, dass man mit der Motivation/Belohnung quasi den 'Knopfdruck' sucht. Daher mein letzter Post.

    Selbstverständlich renne ich nicht mit einem Kong in die Situation mit der höchsten Reizlage und bilde mir ein, ich LENKE damit ab und gut ist.
    Naijra hat es weiter vorne erklärt, man macht sich Gedanken, was der Hund gerne macht, schaut dann, was als Belohnung genutzt werden kann, und geht dann damit ins Training und fängt natürlich an, in "unkritischen, ablenkungsschwächeren Situationen " ein Alternativverhalten zu etablieren, das entsprechend belohnt, Lust auf mehr macht.
    Es gibt soviele Hunde, die schon bei leichtem Stress kein Futter mehr nehmen und auch nicht spielen können und schon gar nicht gestreichelt werden wollen, trotzdem möchte man manchmal schon ein Ansatzverhalten irgendwie belohnen, ist das so schwer nachzuvollziehen?

    Das ist schon nachzuvollziehen.
    Leider kommt einem der Alltag dabei immer wieder in die Quere ;)

    Was nützt es, wenn ich zwar in reizarmen Gegenden trainiere, die kleinsten Ansätze zu belohnen, wenn sich das Fehlverhalten im Alltag gleichzeitig immer weiter festigt. Ich befürchte nämlich, das Letztere wird dem Hund nachhaltiger in Erinnerung bleiben.

    Und - vorausgesetzt, man schafft es diese Situationen im Alltag tatsächlich komplett zu vermeiden - warum kommen dann auch Dinge wie Menschen anbellen oder irgendwo hochspringen usw. auf die Liste?
    Diese Dinge wird man im Training ja kaum zur Belohnung nutzen, auch wenn sie den Hund sehr stark motivieren würden.

    Nein, weil verbellen von Leuten ist Streß, denn er macht es aus der Motivation heraus mich zu beschützen und zu kontrollieren und das will nicht.

    Ich denke schon, dass Verbellen auch Motivation sein kann, weil absolut selbstbelohnend für den Hund.

    Dazu noch der Stress, dich zu beschützen, das schon lange eingespielte Verhalten usw.

    Ich denke, hier stößt man mit positiver Motivation an seine Grenzen.

    DAS klappt bei uns nicht, daher versuche über die Motivation=gefüllter Kong, ihn auf seinen Platz zu schicken =alternativverhalten, dort bekommt er Motivation=gefüllter Kong liegen zu bleiben und wird belohnt.
    ist das verständlich und nachvollziehbar?

    Ja, ist absolut verständlich und nachvollziehbar.

    Wenn, der gefüllte Kong in der Wertigkeit höher steht, als Terz bei der Türklingel machen, dann klappt das auch. Aber nur, wenn...

    Deswegen hab ich ja auch geschrieben

    Wenn dann ein Fehlverhalten, wie z.B. fremde Menschen anbellen/anspringen, die höchste Motivation für den Hund darstellt, weil u.a. auch selbstbelohnend, wird es schwierig, ihn noch mit etwas anderem zu motivieren.

    Oftmals ist das Fehlverhalten einfach höher in der Wertigkeit und wenn Dein Hund draußen Leute anbellen will, gehe ich mal davon aus, ist ihm der gefüllte Kong egal?
    Und dann kommt man mit Motivation alleine eben nicht weiter...

    Hallo,

    ich finde das Thema auch sehr interessant, wobei ich es durchaus kontrovers sehe.

    Natürlich lässt sich viel über Motivation erreichen und dafür ist es wichtig zu wissen, mit was man seinen Hund motivieren kann. Wobei die, die sich damit beschäftigen, auch ohne Liste wissen, wie der Hund zu motivieren ist...

    Schwierig wird es dann, wenn es in der Liste, wie z.B von SilkesEika aufgeführt, um die Wertigkeit der verschiedenen Motivationen geht.

    Wenn dann ein Fehlverhalten, wie z.B. fremde Menschen anbellen/anspringen, die höchste Motivation für den Hund darstellt, weil u.a. auch selbstbelohnend, wird es schwierig, ihn noch mit etwas anderem zu motivieren.

    Und spätestens dann sollte man darüber nachdenken, was für Möglichkeiten es evtl. noch geben könnte, das Fehlverhalten abzustellen.