Mit Boxern habe ich wenig Erfahrung. Wir wohnen ja städtisch, es gibt sie, ABER meist sieht man sie angeleint und wenig entspannt. Ich denke aber das das ursprünglich aus einer Frustproblematik entstand, und eher ein Halterproblem ist. Halterprobleme gibt's natürlich auch auf Dalmatinerseite, scheint sich aber nie so problematisch zu entwickeln, die sind dann halt einfach unerzogen, aber dabei trotzdem nett.
Dalmatiner kenne ich so 4, aber nicht näher. Gefallen mir alle sehr gut, bis jetzt erlebe ich sie als sehr unkompliziert. Sie laufen hier (Stadt/Park/Acker/ Auslaufgebiete) völlig problemlos offline ohne Management. Ich erlebe sie als distanziert, wenig aufdringlich und bis jetzt auch bei Hundebegegnungen immer nett und höflich. Ist in der wilden Jugend sicher anders
, aber erwachsen sehr angenehm.
Eine Hündin ist hier auch mit 13 immer noch mit Herrchen joggen gewesen. Ich schätze sie vom Wesen sehr, mag es aber auch gern unaufgeregt. Lustig sind sie trotzdem, aber eben nicht so "drüber". Beim Boxer ist mir das immer etwas zuviel.
Ist aber eine Typfrage, auch vom Menschen. Ich erlebe Boxer als deutlich distanzloser, lösen eher über Aufregung. Arbeitstechnisch ganz sicher leichter motivierbar, da kommt's dann drauf an, ob man das im Alltag einfach gerne mag. Dalmatiner kenne ich eigentlich nur nette, auch lustig, aber kompensieren nicht so über Aufregung. Ist man eher der Typ der lieber etwas runterregelt oder lieber etwas puscht.
Gesundheit finde ich auch wichtig, ich schätze das genetische Montagsmodell beim Boxer da deutlich problemtischer ein.
Weiß nicht in wie weit Außenwirkung ein Thema in eurem Alltag ist, sonst ist es auch ein Punkt, über den man sich Gedanken machen sollte. Die Getupften kommen eigentlich immer überall gut an.
Vielleicht mag ja auch Bonadea mal Erfahrungen mitgeben, wie es sich im Praxisalltag so mit den beiden Rassen verhält.




